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Sex Pistols - Nevermind the Bollocks: Here's the Sex Pistols 
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Sex Pistols - Nevermind the Bollocks: Here's the Sex Pistols cover

Sprachen: Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo, Stereo) • Untertitel: Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch
• Bildformat: 1.78:1
• HiFi Sound, Dolby, PAL
• Laufzeit: 100 Minuten

Sex Pistols - Nevermind the Bollocks: Here's the Sex Pistols

Die gut gemachte Serie Classic Albums hält auch in der Folge Never Mind The Bollocks - Here's The Sex Pistols ihr hohes Niveau. In Interviews mit den Band-Mitgliedern der Urbesetzung und anderen direkt beteiligten Personen wird die turbulente Geschichte rund um die Entstehung dieses Punk-Klassikers schlechthin nachgezeichnet.

Erfreulich gut gelingt es der Dokumentation, etwas Licht in die Hintergründe um die Band zu bringen, die 1976 und in den folgenden zwei Jahren danach so viel Staub in der britischen Öffentlichkeit (und darüber hinaus) aufwirbelte. Von Bill Grundys Fernsehinterview mit der Band über den von der Polizei beendeten Auftritt auf einem Boot auf der Themse während des 25 jährigen Kronjubiläums der Queen bis zum Hinauswurf des Bassisten Glen Matlock und den Problemen mit der Plattenfirma EMI fehlt kaum ein Aspekt der kontroversen und angesichts ihrer Wirkung überraschend kurzen Geschichte der Sex Pistols.

Zusammen mit den historischen Filmaufnahmen ergibt sich ein hervorragender Einblick in die Hintergründe dieser Band, die Rock-'n'-Roll-Geschichte schrieb, obwohl sie kurz nach dem Erscheinen dieses Albums schon wieder auseinander brach. Heutzutage gibt es durchaus provokantere Bands als die Sex Pistols. Deren furiose Wirkung lässt sich daher nur verstehen, wenn man sich ihre Zeit vor Augen führt. Und dies gelingt hier sehr gut, denn die Erzählweise des Dokumentarfilms schafft es, trotz der höchst subjektiven Aussagen der Einzelnen, ein neutrales Bild zu präsentieren.

So sollte es auch jedem Zuschauer anschließend klar sein, dass es vollkommen belanglos ist, ob die Band-Mitglieder ihre Instrumente beherrschten oder nicht (was sie mit einer Ausnahme auch taten, trotzdem half Chris Spedding kräftig nach). Was zählt, ist die Tatsache, dass die Sex Pistols der in den 70er-Jahren etwas behäbig gewordenen Rock-Musikszene einen gewaltigen Tritt in den Hintern verpassten und den rebellischen Geist des Rock 'n' Rolls zurück in die Charts brachten -- wenn auch nur für kurze Zeit, wie die Musik der folgenden 80er-Jahre zeigen sollte. Ihr Einfluss auf die gesamte alternative Musikszene ist jedoch bis heute spürbar.

Der Hauptteil der DVD besteht aus einem etwa dreiviertelstündigen Dokumentarfilm, der die Geschichte des Albums nach Songs geordnet erzählt, wobei die Aussagen der befragten Personen gegeneinander montiert wurden. Einen Fragensteller bekommt man nicht zu sehen. Die Interviews sind auf Englisch, Verständnisprobleme braucht jedoch niemand zu befürchten, da sich Untertitel in mehreren Sprachen einblenden lassen.

Wer sich dann noch eingehender mit Band und Album beschäftigen möchte, bekommt einen Bonusteil geboten, der weitere Interview-Ausschnitte mit den beteiligten Personen enthält und in etwa nochmal so lang ist wie der Hauptteil. Die Ton- und Bildqualität ist gut, auch das historische Filmmaterial ist akzeptabel aufbereitet worden. Inhaltlich wie technisch gehört diese unter den zahlreichen Dokumentationen über die Band sicher zu den besten. Für Fans der Band ein Muss und für alle anderen eine lohnende Anschaffung. (Fredy)   7. April 2004
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