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Bild: 4:3
Ton: Dolby Digital 5.1 Surround, MonoSnapper / SPV |
Pink Floyd - London 1966-1967
Das ist ein Zeitdokument erster Klasse. "Pink Floyd: London 1966-1967" zeigt uns auf der einen Seite die Anfangsphase der später so erfolgreichen Band, auf der anderen Seite bietet die DVD einen Blick auf das "Swinging London" der Jahre 1966/67. Doch der Reihe nach: Der Dokumentarfilmer Peter Whitehead wollte in jenen besagten Jahren einen Film über das London seiner Zeit drehen, mit einem ganz besonderen Blick auf das Nachtleben. Titel des Films: "Tonite let’s all make Love in London". Zur Untermalung seines Films suchte er Musik, die weder poplastig noch rockig war. Gefunden hat er sie in der damals noch unbekannten Band Pink Floyd, zu dem Zeitpunkt noch in der Urbesetzung Syd Barrett (Gitarre, Gesang), Nick Mason (Schlagzeug), Roger Waters (Bass, Gesang) und Rick Wright (Keyboard, Gesang). Er lud sie ein in das Sound Technique Studio London und begleitete die Aufnahmen am 11. und 12. Januar 1967 mit der Kamera. Die dabei entstandenen Stücke "Interstellar Overdrive" (später für das erste Pink Floyd Album "The Piper at the Gates of Dawn" noch mal neu eingespielt) und das bislang unveröffentlichte "Nick's Boogie" verwendete Whitehead für seinen Film, der sich aus Aufnahmen der Studio-Sessions, dem Swinging London (größtenteils im UFO Nightclub gefilmt) plus Filmmaterial des "14 Hour Technicolor Dream Extravaganza" Happenings im Alexander Palace London zusammensetzt. Im Zuge dieses Happenings gab es vermutlich das erste Zusammentreffen von Yoko Ono und John Lennon, die beide, das belegen die Filmaufnahmen von Peter Whitehead, an dem Festival teilgenommen haben, die eine als Künstlerin, die sich auf der Leiter stehend den BH durchschneiden lässt, der andere als Zuschauer des Ganzen.
Entstanden ist dabei ein unvergleichliches Dokument seiner Zeit, das nicht nur Pink Floyd Fans begeistern, sondern auch Historiker bzw. historisch interessierte Menschen sowie Fans avantgardistischer und experimenteller Filme ansprechen dürfte. Ergänzt wird der knapp halbstündige Dokumentarfilm durch ebenfalls von Peter Whitehead in den 60ern gedrehte Interviews mit Mick Jagger, Michael Caine, Julie Christie und David Hockney (knapp 18 Minuten lang). Außerdem gibt es noch ein ca. vierminütiges Interview mit Peter Whitehead selbst, der sich an die damaligen Aufnahmen zurück erinnert und ein ebenfalls ca. vierminütiger (Über-)Blick auf die wilden 60er Jahre, untermalt mit Ausschnitten aus "Interstellar Overdrive". Leider, und das ist das einzige Manko dieser DVD, sind alle Interviews nicht untertitelt, dafür sind die Interviews mit guten Englischkenntnissen leicht verständlich.
Inhalt:
Interstellar Overdrive 17:19
Nick's Boogie 11:50
Peter Whiteheads Overview 3:50
Peter Whiteheads Sixty Experience 4:36
Mick Jagger Interview 3:17
Michael Caine Interview 2:40
Julie Christie Interview 4:42
David Hockney Interview 6:49 (Smilo)
25. September 2005
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