
Bild: 4:3
Ton: PCM Stereo, Dolby 5.1
FSK: 16
Untertitel: keineSteamhammer / SPV |
Type O Negative - Symphony For The Devil
Lange war es still um Peter Steele und seine Mannen von Type O Negative, deren letztes Studioalbum „Life Is Killing Me“ immerhin schon drei Jahre auf dem Buckel hat. Da man mit einem Nachfolger immer noch nicht aus der Hüfte zu kommen scheint, wird nun also erst einmal eine DVD zur Überbrückung eingeschoben, die einen auf den ersten Blick ein wenig stutzig werden lässt. So stammt der Live-Gig, der das Kernstück der DVD bildet, immerhin schon aus dem Jahr 1999. Fans von Type O Negative dürfte dieser bereits bestens bekannt sein, handelt es sich dabei doch um einen Mitschnitt des WDR-Rockpalastes vom damaligen Bizarre-Festival. Zugegeben, vor so einer eindrucksvollen Kulisse spielt man nicht alle Tage, dennoch erscheint mir die Idee, die „alte“ Fernsehübertragung noch einmal 1 zu 1 als neue Veröffentlichung zu verkaufen ein wenig abgeschmackt. Okay, die Fans können damit immerhin ihre abgenudelten VHS-Tapes ersetzten! Leider merkt man aber auch dem Material sein Alter an, so dass man die Möglichkeiten des digitalen Mediums nicht wirklich ausnutzen kann.
Beim Betrachten der Scheibe wird jedoch schnell deutlich, dass das eigentliche Highlight nicht unbedingt das Konzert, sondern vielmehr die Backstage- und Toureinblicke sind, die das Livematerial immer wieder unterbrechen. Wer bisher gedacht hat, bei Type O Negative handelt es sich um permanent selbstmordgefährdete Trauerweiden, sieht sich getäuscht. Hier wird ausgiebig dem ausgelassenen Unsinn gefrönt, der nicht selten Folge eines ordentlichen Alkoholkonsums ist. Diese selbstgefilmten Einblicke, sowie der zuschaltbare Audiokommentar, bieten dann doch noch recht kurzweilige Unterhaltung und dürfte „Symphony For The Devil“ für die Fans dann letztendlich doch wieder äußerst interessant werden lassen.
Als Schmankerl gibt es dann noch eine CD-Single, die eine bisher unveröffentlichte Studiosession eines Santana-Medleys aus „Evil Ways“, „Oye Como Va“ und „Black Magic Woman“ präsentiert.
So kann man sich dann doch noch recht anständig die Zeit bis zum nächsten Studioalbum vertreiben! (Jens)
19. April 2006
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