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Waterdown
: The Files You Have On Me (Victory Records)
Sie haben sich Zeit gelassen, die Osnabrücker. Fast zwei Jahre sind seit dem durchschlagenden Debüt "Never Kill The Boy On The First Date" vergangen. Ausgiebiges Touren, eine Split-CD mit By A Thread und obendrein ein paar personelle Veränderungen im Line-Up sollten genug Input und frischen Wind ins Bandgefüge gebracht haben.
Zum einen scheint die Band auch in der neuen Besetzung gut zu funktionieren. Zum anderen läßt sich feststellen, daß Waterdown mittlerweile einen um einiges erweiterten musikalischen Horizont beweisen, als das noch auf "Never kill the boy on the first date" der Fall war.Auch wenn das bewährte Rezept "metallische Breitseiten treffen auf Post-Emo-Core" aus gutem Grund beibehalten wurde.
Waterdown wechselten von der Troisdorfer Blubox in das Kölner Minirock. Aber irgendwo beim Umzug von Troisdorf an den Rhein scheinen wirklich gute Ideen - zumindest quantitativ - ein wenig abhanden gekommen zu sein. Wie sonst ist es zu erklären, daß die zweite Halbzeit weitaus weniger befriedigt? Songwriting als stumpfe Abarbeitung vorgefertigter Formeln? Das funktioniert und wird von vielen Bands so praktiziert - ist aber nur begrenzt kurzweilig.
Zwischen eingängigen, fast poppigen Refrains, gefühlvollen Melodien, Aggro-Parts, Metal-Riffs und dem bekannten Wechselspiel zwischen bösem Sänger/guter Sänger macht sich vor allem der prägnante, treibende Stil des neuen Drummers Phil Meyer bemerkbar.
(Fredy)
24. Juni 2003 |

3 User Kommentare
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