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Iron Maiden
: Dance of Death (EMI)
Endlich ist er da! Der langerwartete Nachfolger von Brave New World. Nach einigen Live-Auftritten bei den großen Sommer-Festivals war der Heißhunger auf Iron Maiden ins Unermeßliche gestiegen. Das Warten hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, auch wenn die Heldentaten der Achtziger-Jahre nicht ganz erreicht werden. Man kann halt nicht erwarten, dass Iron Maiden "The Number of the Beast 2" aufnehmen. So etwas gelingt einem nur einmal im Leben.
Trotzdem kann man mit dieser CD absolut zufrieden sein. Los gehts mit der Single-Auskopplung "Wildest Dreams", die wahrscheinlich jeder inzwischen aus dem ff kennt. Es ist ein fetziger Song, der allerdings im Refrain ein wenig schwach auf der Brust ist. Doch bevor die Kritiker richtig zu Wort kommen können, gehts mit "Rainmaker" so richtig in die Vollen. Supermelodisch und eingängig dieser Smasher. Zusammen mit "Wildest Dreams" ist "Rainmaker" auch gleichzeitig das kürzeste Stück des Albums. Hier merkt man auch, dass Iron Maiden auf "Dance of Death" zum ersten Mal seit langer Zeit vermehrt auf die typischen Gitarrenharmonien setzen, die zuvor bei Maiden Werken sturr umgangen wurden.
Mit "No more lies" folgt dann ein Song, der ein wenig an Virtual 11 oder Brave New World erinnert. Verdammt gutes Stück! Noch beeindruckt von diesem Song bläst einem "Montsegur" sogleich die Lautsprecher um die Ohren. Unglaublich fetter Heavy-Metall! Dieser Song hätte auch getrost auf einer Dickinson-Soloscheibe stehen können.
Der Titeltrack "Dance of Death" ist recht ungewöhnlich aufgebaut, da er eigentlich gar keinen richtigen Refrain enthält. Bruce Dickinson fungiert eher als Erzähler. Mit "Gates of Tomorrow" folgt dann ein straighter Rock-Song! Recht eingängig und gut anzuhören! "New Frontier" dann schließlich ist der erste Song an dem Schlagzeuger Nicko McBrain mitgewirkt hat. Mein persönliches Highlight des Albums folgt dann mit "Paschendale". Mit über 8 Minuten Länge stellt dieser Song mit seinem "Düster-Rock" alles andere in den Schatten. Die noch folgenden Titel "Face in the Sand", "Age of Innocence" und "Journeyman" wirken nach dieser Hymne nur noch als schmückendes Beiwerk. Doch zu unterschätzen sind auch diese nicht.
Was bleibt einem als Fazit? "Dance of Death" ist ein starkes Album, mit kleineren Aussetzern über die man aber gerne hinwegschaut. Wer Brave New World mochte, wird Dance of Death sicherlich auch in sein Herz schließen. Wir sehen uns auf der "Dance of Death"-Tour im Herbst! (Guido)
6. Oktober 2003 |

2 User Kommentare
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