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JJ72
: JJ72 (Lakota / Epic)
Richtig gute Musik kommt dieser Tage aus dem Land der Kleeblätter. Und JJ72 müssen einige der vierblättrigen Glücksbringer gefunden haben, könnte man meinen, da sie ihre Musik nun dank eines Majors in die Welt hinaus posaunen können. Wahrscheinlicher ist jedoch, die Musik ist einfach richtig gut. Die Jungspunde Mark Greaney, Fergal Matthews und Hillary Woods lassen es zum Teil ganz schön krachen auf ihrem Debut JJ72. Und gleichzeitig lullen sie uns ein, mit imposanten Kompositionen a la "October Swimmer", "Snow", "Long Way South" und "Oxygen".
Mark Greaney ´s Gesang strotzt manchmal nur so vor kraftvoller Wut, und ist dann auch wieder engelsgleich sanft. Vergleiche zu Radiohead´s Head Thom Yorke lassen sich ebensowenig leugnen, wie die zu Placebo´s Krakehlchen Brian Molko. So auch die Gitarre: kontrolliert eingesetzte Wut, vital und euphorisch werden die Seiten angeschlagen. Teilweise umnebelt 3 minütiges Indie Geschrammel unser Hirn und auch die schicken Balladen lassen uns nicht wirklich zur Ruhe kommen. Dieses Album kann man so durchhören, jeder Song ist ein Hit, ist geladene Emotion. JJ72 sind eine Band, die man ohne Probleme als DIE Band des Jahres bezeichnen darf, kann - ja soll. So Mark Greany.
(Sandra)
19. Februar 2001 |

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