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Soundcheck: Gerwin Eisenhauers - BOOMCLACK- DIGGYBOOMCLACK 
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Gerwin Eisenhauers : BOOMCLACK- DIGGYBOOMCLACK cover

Gerwin Eisenhauers : BOOMCLACK- DIGGYBOOMCLACK (Caramelle Recordings / ZYX Music)

Der Ursprung des Genres Drum'n'Bass ist ausnahmsweise einmal nicht Afrika, Kuba, New Orleans oder irgendeine Folklore der Welt, sondern das seit einigen Jahren für jedermann zur Verfügung stehende technische Gerät und "know how", um Grooves zu programmieren, zu sampeln, durch den elektronischen Reißwolf zu drehen und daraus etwas völlig Neues zu kreieren.

Gerwin Eisenhauer ist ein Besessener; muss er ja sein, bei dem, was er macht. Der Schlagzeuger und Producer aus dem Süddeutschen ist angetreten, den Beweis zu erbringen, dass der Mensch mindestens so cool trommelt wie der Computer.

Nun werden ein paar Schlauberger den Finger heben und anmerken, das hätten sie eh schon immer gewusst ­- Tenor: Computer sind eh doof und unnatürlich. Geschenkt. Aber wo war denn bitte bislang der Schlagzeuger, der mit menschlichen Mitteln so irrwitzige Figuren (als Dauerbeat) getrommelt hätte, wie seit dem ausgehenden 20sten Jahrhundert zuletzt im Sektor jüngere, und vor allem elektronische Dance- und Clubmusik üblich?!

Man höre und staune. Eisenhauer langt zu, dass man zunächst geneigt ist, abzuwinken und im Brustton der Überzeugung zu sagen "Nääää, das is doch 'ne Maschiiiiiiine". Pustekuchen. Drum'n'Bass, BreakBeatz und verwandte Spielarten, bodymade. Wie erstaunlich das ist, kann wohl nur jemand nachvollziehen, der sich mal selbst an einem DrumSet ausgepowert hat, oder zumindest mal einen ernsthaften Versuch in dieser Richtung unternommen.

Abgesehen von der Tatsache das ein Mensch sich fröhlich an den Grooves jenseits der 170 bpm Schallmauer (formerly known as Jungle)versucht, trifft man auf viele Bekannte wie den Bossa Nova aus Brasilien, Reggae aus Kingston/Jamaica und Papa Hiphop aus der Bronx. Interessant aber nichts Neues und recht austauschbar. (Fredy)   2. September 2004
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