Hier im Elektrolurch-Soundcheck
findet ihr zur Zeit 3382 Besprechungen. Wenn wir
eure Veröffentlichungen besprechen sollen,
schickt euren Stuff an die Redaktion.
Ihr könnt zu den einzelnen Platten und
CD's euren Kommentar abgeben oder im Vote
die weitere Entwicklung des Elektrolurch beinflussen.
Die ungekrönten Götter der UK-Industrial-Cyber-Szene um Johnny Violent und Jonathan Casey legen nun mit dem vorliegenden Release "Blown Away" ihre umfassende Werkschau aus ihrer zehnjähriger Schaffenszeit und immerhin fünf Alben vor.
Neben 16 ausgewählten Tracks gibt's noch zusätzlich eine zweite CD mit Remixen von Ultraviolence-Stücken sowie Remixarbeiten für andere Künstler.
Der Bandname ist Programm und der Albumtitel der Doppel-CD sehr treffend, denn was da aus den Boxen bläst, denn diese Band ist nichts für zarte Gemüter. Krachige Gabba-Technobeats treffen auf schroffe Industrialsequenzen, versetzt mit laziven, meist weiblichen Sprach- und Gesangsfetzen wechseln sich im Höllentempo ab und werden nur hier und da durch sich auftürmende bomastische Monstersynthiesoundstacks aufgestaut, um nach deren tosendem Zusammenbruch weiter im Maschinengalopp weiterzuhämmern. Sie klingen für den unbedarften Hörer wie die alten Prodigy auf Acid.
Den aktuellen Stand der Entwicklung von Ultraviolence zeigen 2 bisher unveröffentlichte Tracks auf der zweiten CD. Dort finden sich auch diverse Remixe, u.a. für so namhafte Acts wie Laibach, Hellsau oder Trancecore-Legende Billy Bunter.
"Blown Away" bläst den Hörer durch seine Mischung aus aggressiven Beats und schmalzigen Synthis-Hooks wirklich weg und stellt für Otto-Normalhörer eine wirkliche Herausforderung dar. Aber ich liebe es.
(Fredy)
27. Februar 2005