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FETTES BROT
: Am Wasser gebaut (Fettes Brot Schallplatten/Indigo)
Der Generationenwechsel, der sich mit dem Aggroberlin-Ding des letzten Jahres nun komplett vollzogen hat, nimmt scheinbar seinen Lauf. Doch Halt, das wäre zu einfach, denn hier kommen Fettes Brot.
Vor 12 Jahren kamen Fettes Brot zusammen, und sind noch heute genervt von gefühlloser und unaufrichtiger Musik. Sie wurden inspiriert von einzigartiger Rap, Rock oder Soul Music. Sie sahen und sehen die Dinge aus einer anderen Perspektive als die meisten anderen Rap Künstler, also ist es nur natürlich, dass sie immer anders klingen, aussehen und wirken.
Ihre selbstangebaute Soul Vision ist geprägt von intensiven Emotionen, die sie da draussen immer mehr vermissen. Aber sie gehen nicht zum Arzt - sie klettern auf Bühnen. Sie sehen sich weniger als Musiker im gängigen Sinn, auch wenn Martin sich mit der Gitarre ein bisschen auskennt, Boris mit einer 2 Euro Münze Geräusche aus einem Bass kratzen kann und Björn ein paar Stunden Klavierunterricht hinter sich hat. Sie sind mit Leib und Seele Rapper und Sample-Techniker, und das sie diesen Scheiss nach wie vor lieben, ist auf der aktuellen CD "Am Wasser gebaut" bei jedem Track zu hören.
Sie werden immer wieder gefragt, ob sie wirklich solche Weicheier sind. Ob Hamburg am Ende ist. Ob Fettes Brot dead ist. Da steigen den sentimentalen norddeutschen jungen Männern schon mal salzige Tränen in die Augen. Doch ihre Antwort ist ein entschlossenes, gutgelauntes "Jein"!
Die Altmeister des deutschen HipHops haben HipHop und vor allem sich selbst wieder neu erfunden, und gehen damit nun wieder an die Öffentlichkeit. Fettes Brot war gut, ist gut und wird es immer sein. Vielleicht sind sie nicht so groß geworden wie andere HipHop-Bands, aber Spaß machen sie immer und HipHop wär auch ein zu enges Muster für die drei Herren. Öhrwürmer und Quatsch, das sind einfach die Riesenqualitäten der Band. (Fredy)
11. März 2005 |

2 User Kommentare
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