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Wie vielen Männern er da wohl aus der Seele spricht? Vermutlich etwa 9 von 10. „When a girl goes cold, it’s the end of the world“, singt Kai Wingenfelder in seiner Single „When A Girl Goes Cold“, der ersten aus seinem aktuellen Solo-Album mit dem nahe liegenden Titel „Alone“. Doch der Sänger von Fury In The Slaughterhouse hätte seine inzwischen 47 Jahre auf dieser Erde wohl weitgehend verschlafen, wenn er nicht inzwischen gelernt hätte, dass die Jungs, die angeblich Kerle sein wollen, einen gehörigen Anteil an der Eiszeit ihrer Liebsten haben. „Frauen“, so seine Er-kenntnis, „halten in einer Beziehung wesentlich länger den Mund als Männer. Aber wenn sie dann sagen: „Ich geh“, dann sind sie auch weg.“ Sein Tipp „an die Herren der Schöpfung“: „Nehmt die ersten Zeichen ernst. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, wenn man diesen Zeitpunkt verpasst hat.“
Nachdem die anderen Fury-Bandmitglieder längst diversen Nebenprojekten nachgegangen sind und auch Bruder Thorsten kürzlich ein Solo am Start hatte, war die Zeit für einen Wingenfelder-Alleingang wirklich reif. „Fury war immer Brot und Butter für uns“, erklärt Kai Wingenfelder das späte Solo. „Und ich war immer darauf bedacht, die Band zusammen zu halten. Aber jetzt dachte ich: Nun bin ich mal dran.“
Um dabei neue Reizpunkte jenseits des Vertrauten zu setzen, erfüllte Wingenfelder sich seinen Wunsch, vorrangig Kompositionen internationaler Songwriter (u.a. von Andreas Carlsson) aufzunehmen. Außerdem stellte er extra für „Alone“ eine Studio-Band zusammen, die höchsten Ansprüchen genügt. „Ich fand es spannend“, sagt der Solo-Künstler, „zum Beispiel mal mit einem anderen Schlagzeuger zu spielen, der komplett anders trommelt, einfach ein bisschen wilder.“ Die Rede ist von Stephan „Stoppel“ Eggert, der sich mit Selig einen guten Namen gemacht hat und jetzt bei Tempeau spielt. Mit von der Partie ist auch Kais Lieblingsgitarrist Jörn Heilbut, der einst die Jeremy Days an die Spitze des deutschen Pop gespielt hatte. Dazu ge-sellten sich noch Bassist Stephan Gade (The Land)und Keyboarder Roland Sprem-berg, der das Album auch produziert hat (wie u.a. auch Ville Vallo und a-ha). Auf dem treibenden Ohrwurm „When A Girl Goes Cold“, der zusätzlich noch in einem Remix von Valicon (u.a. Silbermond) vorliegt, klingt diese Band hinter der gewohnt markanten Stimme des Protagonisten spontan und cool zugleich – und damit wie gemacht für einen Song, der den Hörer in einer wunderbar schwebenden Bridge unerwartet sanft verführt. Fast so wie’s die Frauen machen, bevor sie.... (Smilo)
19. April 2007 |

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