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Soundcheck: Malibu Stacy - G 
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Malibu Stacy : G cover

Malibu Stacy : G (Strange Ways/Indigo)

Na schön, sie sind Belgier.... vor allem aber, so die sechs Musiker selbst, sind sie Rocker. Daran ist nach der ersten Dosis ihres Debütalbums "G" nicht zu zweifeln - Rocker, die den rotzigen Sound des Britpop mit trashigen Keyboards und einem kräftigen Schuss Powerpunk verbinden. So verwundert es nicht, dass sie in ihrer noch ziemlich jungen Karriere bereits mit Größen wie Iggy Pop, den Kaiser Chiefs, Maximo Park, The Cribs oder The Subways auf der Bühne standen.
Dabei gibt es MALIBU STACY erst seit knapp drei Jahren: 2004 gründeten die beiden Gitarristen Miike Goffard und Dave Ash die Band in der belgischen Kleinstadt Vise, gelegen im Dreieck zwischen Lüttich, Maastricht und Aachen. Letztlich kennen sich aber alle Musiker - neben Goffard und Ash sind das Sänger Dave de Froidmont, Bassist Paulie Lee, Schlagzeuger Salvio La Delfa und Keyboarder Jerome - schon aus der Schule: MALIBU STACY sind alles andere als bloße Kreativkollegen, sondern echte Freunde.
Schon kurz nach der Gründung machte das Sextett im Dezember 2004 mit dem Gewinn des belgischen Talentwettbewerbs "Concours Circuit", über den sie auch einen Plattenvertrag erhielten, den ersten großen Schritt nach vorn; Konzerte in Belgien und Frankreich folgten. Die erste selbstbetitelte Maxi erschien 2005 gerade rechtzeitig, um den Titel "Sh Sh" zum Sommerhit des belgischen Radiosenders Pure FM zu machen; im November 2005 machten sich MALIBU STACY dann nach Italien auf, um ihr Debütalbum aufzunehmen.
Die Wahl fiel aus zwei Gründen auf Italien: Zum einen wollte die Band, dass ihr erstes Album produktionstechnisch von Yuppie-Flu-Leadsänger Matteo Agostinelli und Francesco Donadello, der mit Blonde Redhead - einer ihrer Lieblingsbands - gearbeitet hatte, betreut wird. Zum anderen war man bestrebt aus dem gewohnten Umfeld auszubrechen, sich weit weg von zu Hause einzuigein und dort eine Platte aufzunehmen, die möglichst genau dem Bild entspricht, das MALIBU STACY von sich vermitteln wollen.
Energie steht dabei im Vordergrund: Auch wenn alle sechs leicht unterschiedliche musikalische Vorlieben haben, sind sich alle darüber einig, dass es rocken muss. Die Songs entstehen dabei meistens nach einem musikalischen Grundgerüst, das von Gitarrist Miike entwickelt und mit einem Text von Sänger Dave versehen wird.
Mit ihren dreckigen, knappen Riffs, die blubbernde, sägende, herrlich künstlich klingende Synthesizer vor sich herjagen, welche das perfekte Gegengewicht zum sonst wunderbar handgemachten Sound bilden, transportieren MALIBU STACY auf "G" perfekt sommerliche Leichtigkeit und Power. Dass auch Synthesizer für perfekte Riffs taugen, beweist insbesondere "Los AnGeles", das mit einem herrlich synthetischen Ohrwurm beginnt, bevor es dann mit einer Tour de Force aus schrägen Gitarren und stampfendem Refrain weitergeht. Doch ein großer Teil der Unwiderstehlichkeit von Malibu Stacy liegt im Gesang von Dave de Froidmont, der es immer wieder schafft, einerseits so cool und sexy wie eine schwarze Sonnenbrille zu klingen, sich andererseits aber immer wieder unbeherrscht emotional Frust wie Lebensfreude aus der Seele zu schreien.
Kein einziger blasser Track findet sich unter den 13 Titeln dieses Debüts - an Songwriterqualitäten mangelt es MALIBU STACY ganz offenkundig nicht, und vor allem beherrschen sie die hohe Kunst, überflüssige Soundelemente wegzulassen und sich auf das Wesentliche zu beschränken. Kleine Feuerwerke wie "The Fever" mit seinem knappen Arrangement und druckvollen Tempo wechseln sich ab mit nachdenklichen Popjuwelen wie "Saturday Night Fisher" dessen oberflächliche Ruhe durch de Froidmonts brüchigen, gefühlvollen Gesang besticht oder dem 1000-Volt-Rocker "Sex In Malibu", den ein kräftiger Schuss New Wave prägt - "G" besticht durch seine Vielseitigkeit. Entsprechend geizte die heimische Presse nicht mit Vergleichen (Blur, Weezer, The Strokes, The Rentals wurden bereits genannt), und dass der Sound von MALIBU STACY gut zu den Arctic Monkey und The Subways passt, neben denen sie diesen Sommer beim Festival Printemps de Bourges auf der Bühne stehen, ist unbestritten.
Mit ihrem vielseitigen Debüt, ihrer Energie und ihrem enormen Songwriterpotential sind MALIBU STACY der beste Beweis dafür, dass Belgien auf der Rocklandkarte gern ein wenig größer eingezeichnet werden darf ...
(Pressetext)


Meine Anspieltipps:
Los AnGeles
Saturday Night Fisher
Sex In Malibu
Sh Sh
Grasshopper Green (Winter Edit)


Tracklist:
1. Intro
2. Killing All The Young Gods
3. Come On Commons
4. Los AnGeles
5. The Fever
6. Saturday Night Fisher
7. Peniche Praia
8. Sex In Malibu
9. Soda Pop
10. Sh Sh
11. VHF-UHF
12. Runaways
13. Feck This(1985)
14. I-Naked
Bonus Tracks:
15. Walk Like An Egyptian
16. Grasshopper Green(Winter Edit)
17. Saturday Night Fisher(Fast Virgin)


Malibu Stacy live:
06.11.2007 München – Ampere Club
07.11.2007 Berlin – Magnet Club
08.11.2007 Köln – Stadtgarten


www.malibustacy.com (Hans Korte)  21. September 2007
220V
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