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Soundcheck: Will.I.Am - Songs About Girls 
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Will.I.Am : Songs About Girls cover

Will.I.Am : Songs About Girls (Interscope / Universal^^)

„Songs About Girls“ ist kein Album, das sich in erster Linie mit dem Können anderer Künstler schmücken will. So liest sich das Tracklisting auch nicht wie ein Auszug aus will.i.ams Telefonbuch. „Ich hatte keine Lust darauf, ein Album zu machen aber zugleich nur zu sagen, `Hey, ich bin hier der Produzent und hier könnt ihr alle meine Freunde hören´“, erläutert er. „Stattdessen wollte ich sehen, was ich alleine auf die Beine stellen kann; ich wollte mein eigenes Ding durchziehen und ein paar Ideen umsetzen, die mir schon seit geraumer Zeit im Hinterkopf herumspukten.“ Es verwundert also kaum, dass „Songs About Girls“ ein experimentelles und in gewissem Sinne sogar abenteuerlustiges Album geworden ist, eine eklektische Reise um den gesamten Globus, in entlegene Klanggefilde, wobei ein Element sämtliche Stränge verknüpft: der Funk, die gebündelte Tanzbarkeit. Zugleich ist „Songs About Girls“ ein Konzeptalbum, dessen Geschichte auf absolut persönlichen Erfahrungen beruht. Während man das Album oberflächlich betrachtet vielleicht sogar als umfangreiche „Ode an die Frauen“ lesen könnte, ist es im Grunde genommen die Verhandlung einer konkreten Beziehung, die nach langer Zeit ein tragisches Ende nahm. „Das Album handelt von dieser einen Beziehung, über die ich im Nachhinein sagen muss, dass es mir wirklich leid tut, wie sie in die Brüche ging“, so will.i.am. „Es war meine Schuld, ich hab damals einfach die falschen Entscheidungen getroffen. Allerdings war ich zu jener Zeit auch noch verdammt jung, gerade mal an dem Punkt, ein Mann zu werden – und ich musste noch lernen, wie man Karriere machen und zugleich in einer Beziehung leben kann.“ Jedoch erzählt und verarbeitet will.i.am mit „Songs About Girls“ nicht nur seine persönliche Geschichte, sondern er gestaltet sie um zu einem unglaublich dynamischen Soundtrack, der sich ohne Umschweife bei etlichen Stilen und Genres bedient – wodurch einem gleich beim ersten Anhören auffällt, wie verdammt waghalsig und, nun ja, fast schon unverfroren dieses Album eigentlich ist! Denn es ist weitaus mehr als eine HipHop-LP: Europäische Club-Sounds, treibende House-Versatzstücke, klassischen Soul und selbst brasilianischen Baile-Funk findet man hier genauso wie die erwartungsgemäß deftigen Beats. Lässt man sich auf will.i.ams Album ein, wird man im Handumdrehen von einer vielschichtigen Klangwalze überrollt.
Die erste Single trägt den Namen „I Got It From My Mama“ (VÖ: 21.09.07), in der will.i.am aus dem Nähkästchen plaudert und verrät wie man an die Traumfrau kommt. Getreu dem Motto „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ sollte man, bevor man sich bindet, einen Blick in die Zukunft, sprich auf die Mutter werfen.
Diese Weisheit hat Will.I.Am gekonnt in fette Beats gepackt, mit „I Got It From My Mama“ eine mitreissende Hook entworfen und voilà einen neuen Hit kreiert! (Smilo)  27. September 2007
220V
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