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Underworld
: Oblivion With Bells (Different / PIAS / Rough Trade)
Nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums "A Hundred Days Off" hätte wohl niemand damit gerechnet, dass geschlagene 2000 Tage vergehen müssten, bis ein Nachfolger erscheint. Wobei sich keineswegs ausgeruht wurde auf dem Land in Essex. Die letzten fünf Jahre brachten das 1992-2002 Anthology-Album und zwei bedeutende Soundtracks (Anthony Minghellas "Breaking and Entering" und 2007 Danny Boyles "Sunshine") hervor, sowie ein selbstveröffentlichtes Tagebuch "In The Belly of Saint Paul", eine Reihe wegweisender rein digitaler Veröffentlichungen, Internet-Radio-Ausstrahlungen, ein bahnbrechender Live-Auftritt im Web-TV in Kooperation mit Apple und dem Frankfurter Techno-Giganten Cocoon und nicht zu vergessen unzählige Auftritte rund um den Globus.
Inmitten all diesen Trubels schafften es Rick und Karl nach und nach, mit Hilfe ihrer treuen Laptops, diversen Home-Studios, Abbey Roads' legendären Möglichkeiten und einem Schweinestall, Ideen für das neue Album "Oblivion With Bells" zu entwickeln. Ein Album, das letztendlich im Frühjahr 2007 verbunden mit großer Aufregung fertig gestellt wurde.
Underworld bleiben auch weiterhin ihrem eigenen Weg durch die moderne elektronische Musik treu, tragen dabei den aktuellen Sounds, Stilen und Produktionstechniken Rechnung aber scheuen sich nie davor, ihr eigenes Songwriting und ihre Musikalität in dieser digitalen Welt durchscheinen zu lassen.
"Oblivion With Bells" stützt sich intensiv auf Rick und Karls breite Palette an musikalischen Einflüssen (Nick Drake, Def Mix, Ricardo Villalobos, Can, James Holden, Eno) sowie den Erfahrungen, die sie im Zuge ihrer weltweiten Auftritte sammeln konnten um dann einen wirklich einzigarten Underworld-Trip zu schaffen.
Das Album geht los wie ein Samstagabend mit Sven Väth, Simian Mobile Disco und Frankie Knuckles, die nicht abwarten können, an die Decks zu kommen, nimmt Dich dann mit ins ländliche Essex, durch Kings Cross mit seinen olympischen Träumen und vollgepissten Gassen, und lässt dich am Ende verzaubert in einer versteckten Bucht auf Ibiza zurück. Epischer Techno schmiegt sich ganz eng an zerbrechliche Akustik, beseelende Prosa direkt neben knallharten Beobachtungen des Alltäglichen, umwerfende Soundstrukturen vermischt mit Handyaufnahmen ... die Underworld-Bandbreite war kaum je so vielseitig.
Video "Crocodile":
Low
Medium
High
Tour:
26.10. München - Tonhalle
01.11. Frankfurt - Cocoon
03.11. Berlin - Columbiahalle
06.11. Köln - Palladium
08.11. Hamburg - Docks (Smilo)
11. Oktober 2007 |

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