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Soundcheck: Daughtry - Daughtry 
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Daughtry : Daughtry cover

Daughtry : Daughtry (RCA / Sony/BMG)

Ein Blogger brachte kürzlich die Bedeutung des Phoenix-haften Aufstiegs von Chris Daughtry (Platz eins und US-Doppel-Platin fürs Debütalbum, das sich mittlerweile fast drei Millionen Mal verkaufte) für die Rock'n'Roll-Welt treffend auf den Punkt: Die "Intensität", so der anonyme Schreiber, sei Balsam für die kränkelnde Musikindustrie. Wenn Daughtry sich im Aufnahmestudio befände, dann sei das "wie wenn ein begnadeter Meister einer kaputten Violine noch die schönsten Klänge entlockt": "rein" und "beseelt". USA Today stellte schlicht fest: "Daughtry dominates". Und der Rolling Stone jubelte: "Homeboy loves to rock". Der stets auf der Suche nach neuen Kicks befindliche US-Musikfan hat den neuen Standarten-Träger des Rock'n'Rolls jedenfalls längst ins Herz geschlossen.
In einer Zeit, in der Musik oft eine Existenz als möglichst unaufdringliche Klangtapete fristet, hat Daughtry dem Genre quasi im Alleingang das Herz zurück gegeben. Mit dem bluesig-stolzen "What I Want" hat er eine bedrohte Spezies vor dem Ausstreben bewahrt; "Feels Like Tonight" erweckt Urängste; "Home" befasst sich mit der wehmütigen Suche nach einem Zuhause im Nomadenleben; "It's Not Over" ist ein leidenschaftlicher Aufschrei. Aus würdevoll ertragenem Schmerz schafft der aus North Carolina stammende Musiker Stücke von bleibendem Wert. Daughtrys Debütalbum erreicht schwindelnd hohe Verkaufszahlen und Chartpositionen und ist der sichtbare Beweis, dass rechtschaffenes Songwriter-Handwerk immer noch goldenen Boden hat.
Tom Petty sagte einst: "Die Beziehung zwischen einem Musiker in der vollen Blüte seines Schaffens und seinen Fans kann manchmal so stark sein, dass es schmerzt." Der "Schmerz", den Daughtry der ausgehungerten Musiklandschaft zugefügt hat, war wohltuend. Innerhalb weniger Monate knackte das Album in rasantem Tempo eine ganze Reihe Rock'n'Roll-Rekorde. Das Album "Daughtry" war mit 300.000 verkauften Einheiten in der ersten Woche das sich am schnellsten verkaufende Rockdebüt seit in den USA Plattenverkäufe via Soundscan systematisch erfasst werden. Es debütierte im November 2006 auf Platz zwei der Verkaufscharts, kletterte dann auf Platz eins und hielt sich dort zwei Wochen lang. Doppel-Platin, wochenlang in den Top 5 der Billboard Top 200 Albumcharts, davon mehr als neun Wochen in den Top 3; das gab es im Rock seit Creed im Jahre 2002 nicht mehr. Und Daughtry ist in knapp zwanzig Jahren die erste Rockband seit Bon Jovi mit "New Jersey" (1988) der es gelang, nach einer Erstplatzierung im Verfolgerfeld doch noch die Spitze der Charts zu erklimmen.

Hörprobe unter: www.myspace.com/daughtry (Smilo)   8. November 2007
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