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Opeth
: Watershed (Roadrunner / Warner)
Opeth machen es sich selbst nicht leicht, legen sie doch schon seit Jahren mit jeder ihrer Veröffentlichungen die Messlatte kontinuierlich nach oben. Seit jeher glänzt die Band um Mastermind Mikael Akerfeldt mit musikalischer Finesse und ihrer ganz eigenen Art, Prog Rock mit brutalem Death Metal zu vereinen.
Mittlerweile in einer ganz eigenen Klasse angelangt, ist das neue Album "Watershed" das erhoffte Meisterwerk, dass nicht wenige von Opeth schlicht erwartet haben. Es ist schon erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit und Souveränität die Band sämtliche Stilrichtungen der Rockgeschichte zu ihrem ganz eigenen Sound zusammenführt. Da stehen Blastbeats und Death Metal-Growls genau so selbstverständlich neben Prog/Kraut Rock, Jazz und sogar Folk. Einerseits braten Soundwände mörderisch drauf los, andererseits veranlassen Akustikgitarren und gefühlvolle Solopassagen zum schwelgen. Ganz zu schweigen von Gesangswunder Mikael Akerfeldt, der die musikalische Bandbreite von Opeth schon stimmlich vorführt. So besitzt er neben den bereits erwähnten Death-Growls doch auch noch eine der herzzerreißendsten Stimmen der Musikwelt.
"Watershed" ist ein Gesamtkunstwerk, welches immer wieder neue Details zum Vorschein bringt. So benötigt es doch einige Hördurchläufe, bis man die ganze Größe dieses Albums erahnen kann, wobei die Musik trotz aller Kabinettstücke niemals anstrengend oder akademisch klingt. Dennoch ist dies keine "Nebenbeimusik". Alleine der Respekt vor der Klasse des Dargebotenen, sollte einen zum aufmerksamen und bewussten Lauschen nötigen.
So präsentieren sich Opeth Anno 2008 mit Fredrik Akesson (Gitarre) und Martin Axenrot (Schlagzeug) mit zwei neuen Bandmitgliedern und in gewohnt hochklassiger Form und mit einem Album, von dem man noch in Jahren reden wird. Konkurrenz droht allenfalls aus den eigenen Reihen, sprich dem nächsten Opeth-Meisterwerk!
(Jens)
30. Juni 2008 |

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