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Paulsrekorder
: Hier und Oben (Ferryhouse / Warner)
Es ist weit mehr als ein Wetterleuchten, das da von Nordwesten aufzieht. Paulsrekorder vertraten Anfang 2008 bei Stefan Raabs "Bundesvision Song Contest" würdig ihren Stadtstaat Bremen, aus dem sie stammen, oder in dem sie ihre Wahlheimat gefunden haben. Ihr Song "Anna" hatte natürlich gegen die etablierte Deutschpop-Großkonkurrenz keine Chance, dennoch bliesen die Bremer in nicht mal drei Minuten Millionen von Gehörgängen frei und galten für viele als Sieger der Herzen...
Paulsrekorder haben 2002 als Indie-Kapelle angefangen. Das sagt sich so dahin. Als was denn sonst? Fast jede Band, die im Proberaum abrockt, klingt erst mal nach Garage. Paulsrekorder entwickelten sich aber nicht zu einer Combo mit Indie-Attitüde. Dazu klang die Musik von Beginn an viel zu unterhaltsam, und die Texte hatten Hirn und Hintern, ohne verkrampft bedeutungsschwanger sein zu müssen.
Gemeinsam mit den Produzenten Michael Tibes (Nena) und Christian Neander (Pohlmann, Niels Frevert) brachten Paulsrekorder im Studio in aller Ruhe und Entscheidungsfreiheit ihren Sound auf den Punkt. "Vorbilder an sich haben wir eigentlich nicht. Wichtig ist, an sich zu glauben, nicht ständig die Fahne in den Wind zu halten."
Was Paulsrekorder aus der Musik von Selig und Spliff, von Ideal und Nationalgalerie, von den Talking Heads und Muse, von Niels Frevert und Nena, von Bloc Party und The Killers ziehen konnte, war "die spezielle, ganz eigene Atmosphäre, die sie schaffen. Wie sich ein Song melodisch und harmonisch bewegt, wie sich ein Refrain daraus entwickelt." Die Atmo bei Paulsrekorder ist denn auch eher eine Art lebensfroher Sturm und Drang, aber "nie böse oder düster". Ansonsten piekst bei vielen Paulsrekorder-Songs immer wieder ein kleiner Eighties-Stachel ins Ohr. Heiss geflirtet wird mit der Neuen Deutschen Welle (NDW).
Weblink: www.myspace.com/paulsrekorder
Clip "Verschwende meine Zeit"
Widget (Smilo)
18. September 2008 |

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