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Washington
: Rouge/Noir (Glitterhouse / Indigo)
Das die Norweger Washington bei ihren Veröffentlichungen auf Nummer sicher gehen, kann man ihnen definitiv nicht vorwerfen.
So überraschten sie nach ihrem fulminanten Debüt "A New Order Rising", einem melancholischen, von Americana beeinflussten Werk, mit dem erstaunlich eingängigen und poppigen zweiten Album "Astral Sky". Einem Album, mit dem die Fans so sicherlich nicht gerechnet haben.
Und dieser Linie bleiben sich Washington auch bei ihrem dritten Album treu. Soll heißen, dass sich auch "Rouge/Noir" den Erwartungshaltungen der geneigten Hörerschaft entzieht, kommt es doch erstaunlich experimentell daher. Gerade einmal das recht lockere "Something Of A Voyage (Into The Underworld)" erinnert ein wenig an die letzte Veröffentlichung.
Ansonsten knirscht und knarzt es in den acht restlichen Songs der Scheibe, als würde die Polarnacht langsam in deine windschiefe Holzhütte vordringen. Als herausragendes Stück erweist sich das über 7-minütige "Appendix 1: As Waves Shape The Sea", welches durch teilweise überraschend kurz geratene Stücke eingerahmt wird. Verbindendes Element bei allem, was Washington bisher zum Besten gegeben haben, ist aber vornehmlich die beeindruckende und an Ausdrucksstärke kaum zu übertreffende Stimme von Frontmann Rune Simonsen, die auch "Rouge/Noir" eine ganz eigene Note verleiht.
So präsentieren uns Washington wieder eine erstaunlich eigenständige Scheibe, die (wie schon ihre beiden Vorgänger) eine ganz eigene Magie versprüht.
(Jens)
18. November 2008 |

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