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Eine Frau am Piano, die mit eindringlicher Stimme ihre ungewöhnlichen und progressiven Popperlen präsentiert, wird wohl früher oder später damit konfrontiert werden, mit Tori Amos verglichen zu werden.
Jenes trifft unweigerlich auch auf Elina Johansson zu, der Frau hinter Dear Euphoria. Das dies sicherlich nicht ganz ungerechtfertigt ist, hört man der Musik der Schwedin schon an. Dennoch schafft es Elina Johansson auf Heal My Violence ihre eigenen Qualitäten und ihre musikalische Klasse herauszustellen. Zu hochkarätig sind die 10 filigranen Kunstwerke, die immer wieder mit neuen Details zu überraschen wissen. So kommen die Tracks zumeist klein und zerbrechlich daher, wenngleich mit dem Einsatz von Klavier, Gitarre, Streicher, Marimba, Xylophon, Klarinette und Trompete für instrumentale Vielfalt gesorgt ist. Auch kompositorisch zeigt man sich vielfältig, so hallt Johanssons Stimme mal zart zu elegischen Streicherarrangements, während sie dann bei "Pop Pills" sogar zu eingestreuten elektronische Beats mit überlagerten und verzerrten Gesangsspuren arbeitet.
Insgesamt verströmt das Album eine breite Palette an Emotionen, so ist von süsser Verträumtheit, bis hin zu einem morbiden und dunklen Wohlgefühl alles vertreten, was man sich als anspruchsvoller Musikfreund nur wünschen kann. Emotionaler Höhepunkt von Heal My Violence ist dann sicher der finale Track "Jag Vet Inte", der schon fast in Sigur Ros Gefilde vordringt.
Dear Euphoria ist mit Heal My Violence ein vielschichtiges Album gelungen, welches Fans von Tori Amos, Björk oder Sigur Ros begeistern dürfte.
(Jens)
28. April 2009 |

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