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Soundcheck: Promise Ring - Wood/Water 
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Promise Ring : Wood/Water cover

Promise Ring : Wood/Water (Anti/ Connected)

Für die Bewertung der neuen Promise Ring hatte der Virusbefall meines Computers und die damit verbundene Arbeitspause sogar noch sein Gutes. Denn die erste Enttäuschung ist inzwischen in Gefallen umgeschlagen. Aber der Reihe nach: Seit der "Very Emergency" (´99) dienten Promise Ring allgemein als Maßstab für Emo im perfektem Pop-Gewand. Ich hatte meine Favoriten in diesem Bereich zwar immer woanders, aber diese Platte mochte ich besonders wegen ihrer positiven Grundstimmung. Mit dem Nachfolger soll nun aber alles anders kommen: Die "Wood/Water" passt nicht mehr in das Genre das Promise Ring selbst mitgeprägt haben, sondern erweckt eher den Eindruck, es handle sich (song- wie soundtechnisch) um eine britische Band. Außerdem fällt die Platte ruhig, langsam und schwermütig aus. Die Veränderungen lassen sich allerdings auch erklären: Promise Ring Sänger von Bohlen erfuhr 2000 von einem faustgroßen Tumor in seinem Gehirn. Nach mehreren Operationen mit glücklichem Ausgang konnte er 2001 wieder mit der Band proben. So ist leicht nach zu vollziehen, dass er als Songschreiber der Band nicht euphorische Songs über den letzten Urlaub auf Malle schreibt, sondern die gesamte Platte einen nachdenklichen und melancholischen Charakter erhalten hat. In der Single "Stop Playing Guitar" fragt er sich zum Beispiel was wäre, wenn er niemals angefangen hätte Gitarre zu spielen. Für den ungewöhnlich britischen Sound ist Produzent Stephan Street (The Smiths, Blur) verantwortlich. In den richtigen Momenten kann "Wood/Water" seine Schönheit offenbaren - für ruhige Stunden und verregnete Tage eine gute Platte. (Stefan)  25. Juni 2002
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