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Soundcheck: Pearl Jam - Riot Act 
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Pearl Jam : Riot Act cover

Pearl Jam : Riot Act (Epic / Sony)

Was soll man noch über Pearl Jam schreiben? "Riot Act" ist das siebte Studio-Album (plus 73 - sic! - Live-Alben) innerhalb ihrer mehr als zehn Jahre andauernden Karriere. Anstelle, wie zunächst geplant, eine Raritäten-Compilation zu veröffentlichen, hat man im Frühjahr 2002 mit den Aufnahmen zum neuen Album begonnen. Für den Posten des Co-Produzenten verpflichteten sie Adam Kasper, der zuvor mit u.a. den Foo Fighters (Kritik zu "One by One" hier), Queens Of The Stone Age (Kritik zu "Songs for the Deaf" hier) und Matt Camerons Sideproject Wellwater Conspiracy gearbeitet hat. Erstmals gehört mit Eddies hawaiianischem Surfkumpel und Taj-Mahal-Keyboarder Boom ein Organist zum Line-up des Albums, während Dauer-Kollaborateur Brendan O'Brien für den Mix sorgte. Soviel zur Statistik.
Doch wie packt man "Riot Act" musikalisch an, ohne das Wort Grunge zu gebrauchen? Schwierig, denn letzlich sind PJ die letzten Überlebenden einer Musikrichtung, die uns "Ältere" alle mal Anfang der 90er in den Bann gezogen haben (und manche Ewiggestrige noch heute halten), zudem waren sie Vorbild für eine Reihe von guten wie auch schlechten Bands, hier seien zum Beispiel, ohne eine Wertung vorzunehmen, Creed und Nickelback genannt. Doch während Letztere eher frisch klingen, so bleibt "Riot Act" ein Wust, dem man schwer Herr werden kann, sperrig klingt Vieles, unausgegoren, doch dann auch wieder spritzig, aber immer wieder melancholisch, was wohl an Eddie Vedders Stimme und Texte liegen mag. Altherrenwerk ist der Begriff, der mir als erstes in den Sinn kommt, doch so alt sind die Jungs von PJ nun auch wieder nicht. Will man unbedingt dem großen Idol und inzwischen zum guten Freund avancierten Neil Young nacheifern?
"Riot Act" ist kein Meisterwerk, hat aber einige Höhepunkte (wie z.B. die erste Single-Auskopplung "I am Mine" und der Opener "Can't keep"), aber mit den Erfolgsalben "Ten" und "Vs." kann es sich überhaupt nicht messen, was vielleicht auch von PJ so beabsichtigt scheint.

Laut der Promo-Firma soll ich noch auf folgende Page aufmerksam machen, was ich hiermit tue: www.hardplace.de, was auch immer sich dahinter verbergen mag. (Smilo)  12. November 2002
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