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Die britischen Düster-Rocker lassen es auf ihrer ersten Singleauskopplung des neuen Albums "Symbol of Life" deutlich erdiger als auf den sehr poppigen Longplayern "Host" und "Believe In Nothing" angehen und dürften einige verlorene Fans zurückgewinnen.
Obwohl mit Rhys Fulber eine ausgewiesene Elektro-Ikone Symbol Of Life produzierte, klingen die 5 Tracks angenehm bodenständig und traditionell rockig. Samples und Loops werden sehr effektiv, weil wirklich nur noch an absolut sinnvollen Stellen eingesetzt -- bei den Herren Holmes, Mackintosh & Co. stehen Gitarren wieder eindeutig im Vordergrund.
Dabei geht man allerdings nicht so weit, die metallische Vergangenheit der Gothic- oder Shades Of God-Ära wieder zu beleben, sondern bleibt in gemäßigten bis harten Rockgefilden mit vereinzelten Abstechern in Pop-Gewässer.
"Erased" ist Spiegelbild der unzähligen Einflüsse, die schon immer Hintergrund ihres Werkes lauerten. Nicks düstere Gänsehutgesang trifft auf die kristallklare Stimme von Sängerin Joanna Stevens, die ein wenig mit wehmut an die B52's Frontfrauen erinnert.
Die Single erscheint als 5-Track Digi-Pak, auf der es mit "I can Hate" und "Deus" zwei unreleased Bonustracks und mit "Self Obsessed - Live" drei hervorragende Zugaben geben wird.
Paradise Lost bewegen sich zwischen den späten Sisters of Mercy und Metallica! (Fredy)
18. November 2002