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Opeth
: Deliverance (MFN / Zomba)
Opeth gehören sicherlich zu den innovativsten und progressivsten Vertretern der aktuellen Death Metal Szene. Neben anspruchsvoll arrangierten und heftigen Death Metal Parts, finden sich auch immer wieder filigran intonierte akustische Zwischenspiele in ihrer Musik ein, die nicht zuletzt den typischen Opeth-Sound so unverwechselbar machen. Eben diese Vielschichtigkeit macht die Band auch für eine Zuhörerschaft interessant, die nicht aus dem direkten Death Metal Umfeld kommt. So konnten Opeth mit ihren beiden letzten Alben "Still Life" und "Blackwater Park", auch was die Verkaufszahlen betrifft, Erfolge feiern. Der Nachfolger von "Blackwater Park" ist, wenn man es genau nimmt, ein Doppelalbum. Zeitgleich aufgenommen, erscheint nun zuerst "Deliverance", dessen Fortsetzung dann zu Beginn nächsten Jahres in Form von "Damnation" erscheint. Während bei "Damnation" eher die akustische, experimentelle Seite von Opeth im Vordergrund stehen wird, handelt es sich bei "Deliverance" um ein "normales" Opeth Album. Doch wer geglaubt hat, Opeth würden sich auf ihren Lorbeeren ausruhen und einfach ein Blackwater Park Part II abliefern, sieht sich getäuscht. Schon beim Opener "Wreath" merkt man, dass es auf der aktuellen Scheibe eine deutliche Spur härter zugeht als auf den beiden Vorgängeralben. Erst beim dritten Song "A Fair Judgement", geht es deutlich ruhiger zu. Trotz der etwas angezogenen Härte, wissen Opeth aber ihren Trademarks treu zu bleiben. Anspruchsvoll arrangierte Songs mit fast schon an Jazz erinnernden Elementen, zeugen von absoluter Klasse und untermauern weiterhin die Ausnahmestellung, die Opeth in der heutigen Death Metal Szene innehaben. Um so mehr darf man auf den zweiten Teil dieses "Doppelalbums" gespannt sein.
Auch Leute, die bisher mit Death Metal nicht so viel am Hut hatten, sollten hier mal ein Ohr riskieren. Und alle Freunde anspruchsvoller, harter Musik sowieso!
(Jens)
26. November 2002 |

1 User Kommentare
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