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1972
: keinanschlussudn (Eigenproduktion)
Nachdem Leander die letzten Jahre an seiner Grafikkarriere gearbeitet hat, war es in diesem Jahr wieder an der Zeit, die Wurzeln seiner ersten (doppel) Cd wieder aufzugreifen. Es entstanden Songs, die von elektronischen Elementen, Jazz-passagen oder auch Gitarrenparts beeinflusst bzw. getragen werden. Neben den spärlichen Vocal-Fetzen (u.a. Klaus Kinski) wurde großer Wert auf Störgeräusche gelegt. Sounds die entstehen, wenn ein Scanner in Betrieb genommen wird, oder ein startender Mac der sich in die Soundflächen bohrt. Aufgenommen zum Teil mit einem Kopfhörer, machen diese eigenwilligen Sounds den Charakter 1972 anno 1002 aus. Jedoch bleibt bei solchen kriegshaften Soundattacken ein erstaunlicher Raum für Melancholie und Träumereien.
Keinanschlussudn ist keine Musik zum mal eben nebenbei hören, sondern die akustische Pforte zu einer eigenen, neuen Welt, voller Gefahren und Unwägbarkeiten. Ein grandioser Hirnfick im Stil der 70er Artrock-Bands.
Leander ist hier etwas ganz wunderbares gelungen. Eine in sich geschlossene akustische Erlebniswelt in die der Elektrolurch gerne immer wieder reist.
Die CD kann man sich übrigens auf der Homepage des Künstler komplett gratis runterladen. Was man unbedingt tun sollte. (Fredy)
11. Dezember 2002 |

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