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Die Single 'Last Resort' bekam ich schon vor Monaten auf den Schreibtisch und war sofort überzeugt: Das wird was! In den USA war die Band zu dem Zeitpunkt schon megaerfolgreich. Album und Single hatten den Sprung in die Top 10 geschafft. Das die Single sich auch hier wochenlang in den oberen Chartregionen behaupten würde hatte ich jedoch nicht erwartet. 'Infest' ist das Major-Debut der Band - und was für eins. Die Vier überzeugen mit einer Mixtur aus Rock, HipHop und Funk - früher als 'Crossover' bezeichnet, heute wird die Musik dann wohl in die Schublade 'New Rock' gesteckt. Aber wer braucht schon derartige Kategorien. Auch das jugendliche Aussehen der Bandmitglieder (die sehen alle nicht so aus als könnten sie in den Staaten Alkohol kaufen ohne den Ausweis vorzuzeigen) sollte nicht von der Musik ablenken. Die Platte ist vom ersten bis zum letzten Song als gelungen zu bezeichnen und dürfte neben den beiden ersten Singles 'Last Resort' und 'Broken Home' noch den einen oder anderen Charterfolg abwerfen. Das die Band offenbar eine Vorliebe für die Gitarrenarbeit von IRON MAIDEN hat soll hier nicht verschwiegen werden, relativiert aber auch nicht den guten Gesamteindruck. Die Kollegen von LIMP BIZKIT oder KORN sollten sich schon mal warm anziehen, aber das zweite Album ist ja bekanntlich schwerer als das erste. Mal abwarten was passiert. Dieses Album ist jedenfalls das Debut 2000. (Volker)
1. Januar 2001