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Hattler
: Mallberry Moon (Bassball / Edel Contraire)
Ist das nun ein "Hellmut Hattler" Solo-Album oder doch mehr ein Projekt der beiden Sängerinnen "Sandie Wollasch" (Vocals auf acht von zwölf Tracks) und "Maya Singh" (Gesang auf immerhin noch zwei Songs) mit Hellmut Hattler als Produzent?
So ganz einfach macht das einem die Sache nicht. Klar Hellmut Hattler war und ist einfach "nur" Bassist, das war so bei Kraan und bei Tab Two und ist auch noch bei seinem Solo-Projekt Hattler so, aber man darf und sollte dabei nicht vergessen, dass er sich auch für die Texte und für die Musik verantwortlich zeichnet, auch wenn ihm dabei Leute wie Uwe Jahnke von den Fehlfarben und andere zur Seite standen. Da hält sich immer noch der Witz über die Gemeinsamkeiten von Bassisten und Kondomen (beide braucht man, aber ohne ist geiler), auf Hellmut Hattler trifft dies nicht zu, denn er ist trotzdem derjenige, der das letzte Wort bei Hattler hat, und das ist gut so. Denn sonst gäbe es nicht diese exzellente Melange aus Soul, Funk, Jazz und Dance-Floor, die er uns bereits auf seinem ersten Ausflug unter dem Namen Hattler, auf "No Eats Yes" geboten hat.
Sicher die beiden Sängerinnen dominieren das Album, besonders Maya Singh gefällt mir dabei sehr gut (wann gibt es das erste Solo-Album von ihr, nachdem sie schon vor fast zwei Jahren mit "Prinzessin" die wohl beste deutsche Single seit langer Zeit veröffentlicht hat?), trotzdem ohne Hellmut Hattler wären diese beiden nicht so weit, wie sie jetzt gekommen sind. "Mallberry Moon" ist beides, ein Hellmut-Hattler Solo-Album und eine Scheibe mit zwei vielversprechenden Sängerinnen. (Smilo)
31. Januar 2003 |

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