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Isgaard
: Golden Key (edel)
Isgaard kommt aus der Kälte herein: zierlich, 1,60 m groß, braune, wache Augen, blonde, lange Haare, weiße Zähne. Und auch sonst wirkt sie wie eine Norddeutsche Antwort auf die Isländerin Björk, denn, Schnee mag sie lieber als Sonne. Ruhe, Meditation und Nachdenklichkeit zieht sie lauten Partys und Exaltiertheiten eindeutig vor. Auch in puncto Musik weiß sie, was sie will. Oder zumindest, was sie bestimmt nicht will: Allzu glattgebügelter Pop ist genauso wenig ihr Ding wie wummernde Techno-Klänge oder - auf der gegenüberliegenden Seite der E- und U-Musikachse - die reine Klassik. Heute sitzt Isgaard also mit ihrer fürs Opernfach ausgebildeten und bei Popaufnahmen bereits häufig erprobten Stimme zwischen allen (musikalischen) Stühlen. Sie probiert sich aus, macht etwas ganz Eigenes.
Golden Key heißt ihr Debütalbum, benannt nach ihrem Grand-Prix-Song. 13 der 14 Songs hat ihr Produzent und Komponist, Keyboarder und Schlagzeuger Jens Lück geschrieben, an den meisten der esoterisch angehauchten Lieder hat Isgaard als Texterin mitgeschrieben. Einzige Ausnahme: der "Earth Song" von Michael Jackson. Musikalisch bewegt sich Isgaard zwischen Sarah Brightman und Enya: eingängige, zarte Melodien, bei denen man verzückt die Augen schließt und an samtene Nächte und goldene Sonnenuntergänge denkt. Fazit: Wunderschöne, mystische Lieder zum Entspannen und Träumen, genau das Richtige für Leute, die die Nase voll haben von nichts sagenden Kaugummiballaden und schrillen Monster-Raps. So richtig was Angenehmes für Seele und Ohren, aber nichts für mich. (Fredy)
9. März 2003 |

2 User Kommentare
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