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Aereogramme
: Sleep and Release (Chemikal Underground / Zomba)
Habt ihr das auch manchmal, da hört ihr eine neue Platte und es läuft euch ein kalter Schauer den Rücken herunter, und nach jedem weiteren Hören (egal wie oft) gibt es immer wieder diese Gänsehaut. Genau das ist mir passiert bei "Sleep and Release", dem neuen Ausnahme-Album von Aereogramme, und die gleichen Erlebnisse hatte ich schon beim Vorgänger "A Story in White". Vergleichbares empfinde ich nur noch bei einer anderen Band: Motorpsycho.
Zwar gibt es offensichtliche Parallelen zu den Norwegern, aber die sind nur rein musikalisch auszumachen. Gemein sind die psychedelischen Klänge und die Vorliebe zu musikalischen Experimenten, wie der Einsatz von Sound- und vor allem Textschnipsel (so z.B. in "A simple Process of Elimination"). Und doch gehen "Aereogramme" andere Wege, meist ruhige Songs, die immer wieder ausbrechen mit lauten, teils Heavy-Metal-artigen Passagen. Ja dieses ewige Hin und Her zwischen leise, wild, zart, elektronisch, organisch und bedrohlich, zerbrechlich, hässlich und prachtvoll ist es, das den Charme dieser Platte und der Band ausmacht. Vergleiche fallen da schwer, eher Ähnlichkeiten wie schon bei den genannten "Motorpsycho" lassen sich ausmachen, Tool wäre noch ein Name, der einem da einfällt, doch "Tool" sind mehr Metal als es "Aereogramme" jemals sein werden.
So bleibt nur eine Ausnahmestellung in allen Bereichen und das haben die mittlerweile auf ein Quartett angewachsenen Glasgower mal wieder mit "Sleep and Release" unter Beweis gestellt. (Smilo)
9. März 2003 |

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