| |
 |
|
| |
  |
|
| Suchen |
|
>> Suchbegriff eingeben |
|
Hier im Elektrolurch-Soundcheck
findet ihr zur Zeit 3382 Besprechungen. Wenn wir
eure Veröffentlichungen besprechen sollen,
schickt euren Stuff an die Redaktion.
Ihr könnt zu den einzelnen Platten und
CD's euren Kommentar abgeben oder im Vote
die weitere Entwicklung des Elektrolurch beinflussen. |
|
|
O.S.T.
: Daredevil - The Album (Epic / Sony)
Ganz ehrlich, obwohl ich Fan bin, habe ich den Film noch nicht gesehen, ich muss gestehen, ich habe ein bisschen Angst davor. Klar die Kritiken sind überschwänglich (selbst in meiner Heimatstadt ist man voll des Lobes in der Tagespresse), doch wenn man genau hinsieht, sind diese Kritiken von Leuten geschrieben worden, die entweder noch nie oder nur mal kurz einen "Daredevil" Comic in der Hand hatten. Ein Fan wie ich, der fast alle Comics mit dem blinden Superhelden gelesen hat, kann nur enttäuscht sein, denn aus der Lektüre des Film-Comics weiß ich schon, das im Gegensatz zu der "Spider-Man" Verfilmung, wo auf Authentizität geachtet wurde, bei "Daredevil" verschiedene Handlungsstränge aus den Comics vermischt wurden bzw. eine abwandelte Lebensgeschichte von Matt Murdock geschaffen wurde. So ist (Achtung Spoiler-Gefahr, alle, die den Film noch nicht gesehen haben, bitte nicht weiter lesen) plötzlich der Kingpin der Mörder von Matts Vater, obwohl dieser im Comic nicht das Geringste mit seiner Ermordung zu tun hatte (der Mörder dort hieß "Der Fixer" Sweeney, ebenfalls ein Unterweltboss). Auch die Darstellung Bullseyes entspricht so gar nicht der Comic-Vorlage. Hier ein Kostüm mit aufgemalter Zieloptik, im Film ein langer schwarzer Ledermantel und ein tätowiertes Fadenkreuz. Und so weiter und so fort.
Ähnlich verhält es sich mit dem Soundtrack, ein Mann wie Matt Murdock oder sein Alter Ego Daredevil würden sich niemals solche Musik anhören, so was passt mehr zu dem jugendlichen Spider-Man, aber nicht zu einem Mitdreissiger, der einem seriösen Beruf als Anwalt nachgeht. Da würde ich eher Jazz oder vielleicht auch etwas gehobene Pop-Musik erwarten ("Jenny from the Block" lässt grüssen), aber nicht Alternative und NuRock.
Aber so ist es nun mal, ein (wahrscheinlich nur "inspired by" zu nennender) Soundtrack, der rein auf Hit produziert wurde und mit angeblich 20 unveröffentlichten Songs aufwartet von Bands und Künstlern wie Moby ("Evening Rain"), Nickelback (dürfen ja auf so einem Soundtrack nicht fehlen, hier mit "Learn The Hard Way"), Hoobastank ("Right Before Your Eyes") und Seether ("Hang On"), des weiteren noch gleich drei Tracks, die zusätzlich als Singles veröffentlicht werden, zum einen die Deutschland-Debütsingle des US-Quartetts Evanescence "Bring Me To Life" (Album erscheint Ende April, mehr dazu dann an dieser Stelle), "For You", die brandneue Single der US-Pop-Sensation The Calling (Hit: "Wherever You Will Go") und zu guter letzt die Alternative-Rocker Fuel mit "Won't Back Down". Drei Sogs mit grossem Hit-Charakter, nichts Besonderes also bei der gerade angesagten Welle von Alternative- und NuRock-Musik. Da sticht P.O.D.-Gitarrist Marcos Curiel zusammen mit der Südstaaten-Rap-Formation Nappy so gerade noch hervor, auch wenn dabei nur ein durchschnittlicher HipHop-Song ("Right Now") herauskommt.
Mir persönlich haben es nur drei Songs angetan, als da wären "High Wire Escape Artist" von BoySetsFire (ebenfalls auf dem am 31.03. erscheinenden Album "Tomorrow Come Today" enthalten, soviel zu der Sparte "exclusive Songs"), dann komischerweise "Caught in the Rain" von Revis (klingt auch wie tausendmal gehört und doch hat der Song etwas, was ich nicht erklären kann) und das "Daredevil Theme" von Graeme Revell und Mike Einziger. Und gerade dieser macht neugierig auf den Original Score, der seit dem 17.3. über Colosseum / Zomba erhältlich ist. Musik, die besser zu einem Mann wie Matt Murdock und damit auch zu einem Helden wie Daredevil passt. (Smilo)
23. März 2003 |

0 User Kommentare
|
|
|
| |
| |
| |
| |
|
 |
|
 |