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Katatonia
: Viva Emptiness (Peaceville / SPV)
Katatonia haben ja schon immer erstklassige Alben herausgebracht, doch mit einem solchen Über-Album wie Viva Emptiness habe ich wirklich nicht gerechnet! Schon nach der ersten Hörprobe war klar, dass da ein ganz großer (natürlich nicht physisch, ihr Scherzkekse!) Silberling in meinem Player rotiert. Titel und Cover machen sofort klar, dass Katatonia nach wie vor eher die dunklen Seiten der menschlichen Existenz ergründen. Dabei verfallen sie aber nicht in billigen Pathos. Dafür sorgen schon alleine die technischen Raffinessen, welche die Schweden auf Viva Emptiness gleich reihenweise aus den Ärmeln schütteln. Mit Gothic-Metal hat das Ganze nichts zu tun! Auffällig ist, dass Katatonia eine ähnliche Entwicklung durchgemacht haben wie Anathema. Die Schweden bleiben aber deutlich rockiger als ihre englischen Kollegen (zumindest was die aktuellen Outputs angeht). Die Songs leben von den Spannungsbögen zwischen zerbrechlich filigranen Parts und eruptiven Riffs. Wunderbare Melodien treffen auf Doom und Rock. Verfeinert wird alles durch die hervorragende Stimme von Frontmann Jonas Renske, der sich deutlich variabler zeigt als auf den Vorgängeralben. Progressive Songstrukturen befördern Viva Emptiness fast schon in Toolsche Sphären. Dabei sind die Kompositionen alles andere als kopflastig. Anspieltipps zu nennen wäre überflüssig, da es sich um ein Gesamtkunstwerk handelt.
Trendfreie, emotionale Musik auf Höchstniveau. Unbedingt reinhören!
Wenn die Leere so schön ist, dann kann ich nur sagen: Viva Emptiness!
(Jens)
9. April 2003 |

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