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Paolo Pinkel aka Michel Friedman beim Prominenten-Sex 
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PROMINENTEN SEX

Was geht es uns an wenn Prominente wie Paolo Pinkel Drogen nehmen oder sich Prostituierte per Telefon aufs Hotelzimmer bestellen?

Man muss schon recht unbedarft sein, wenn man sich überrascht zeigt wenn bekannte Gestalten aus Film, Funk oder Fernsehen mit Koks erwischt werden.

Wenden wir uns also der Sache mit den Prostituierten zu. Der bloße Umstand, dass Paolo Pinkel die Dienstleistung von Huren in Anspruch genommen haben soll, wird ihn in den Augen der meisten noch nicht diskreditieren.

Weswegen auch? TV-Serien wie "Die rote Meile" verbreiten ein folkloristisch-menschelndes Bild vom horizontalen Gewerbe, in dem Huren mütterlich und sentimental sind und ruppige Zuhälter nur ihr goldenes Herz verbergen wollen.

Boxende oder sonnenbebrillte Vertreter des echten Rotlichmilieus dürfen in Talkshows ihre Sicht der Dinge verbreiten und tauchen auf privaten Society-partys auf, um sich dort von prominenten Nichtsnutzen liebevoll in die Arme schließen zu lassen.

Vor 20 jahren hätte man auf die Frage, ob Mann einen Puff besucht habe, mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit ein empörtes Nein als Antwort erhalten. Heut mischt sich unter diese Neins immer öfter das Geständnis: "Ja, aber nur ein einziges Mal", wobei die sukzessive Annäherung an die Wahrheit vorerst noch durch ein Ausflug in die politische Korrektness gebrochen wird: "... und außerdem war es ganz schrecklich."

Nun hat sich Paolo Pinkel aks Michel Friedman der traumatisierenden Erfahrung des käuflichen Geschlechtsverkehrs nicht ausgesetzt, indem er ein Bordell aufsuchte, die DIenste einer Hure in Anspruch nahm und ihr 60 bis 90 Euronen auf den Nachttisch legte.

Bei dieser Vorgehensweise blieb ja wenigstens offen, wie viele Euronen der Inhaber des Etablissements kassiert und mit kaukasichen Schutzgelerpressern teilt.

Stattdessen hat Paolo Pinkel aka Michel Friedman es - wenn es denn so war - vorgezogen, mit einem osteuropäischen Zuhälter zu telefonieren und dort seine Bestellung aufzugeben. Er hat sich mit dem organisierten Verbrechen eingelassen.

Michel Friedman, davon darf man ausgehen, ist ein sehr gut informierter Mensch. Er weiß also, dass Frauenhändler aus Osteuropa mit Erniedrigung, mit der körperlichen und seelischen Zerstörung junger Mädchen arbeiten. Er weiß, das Polinnen, Ukrainerinnen oder Russinen nicht deswegen alles über sich ergehen lassen, weil sie "naturgeil" sind, sondern weil sie durch einmalige, mehrmalige oder tagelange Vergewaltigungen, durch Drohungen, Schläge, Würgen oder Tritte gefügig gemacht worden sind. Er weiß, dass Zuhälter wie der, mit dem er telefoniert hat,ihre Uhren, Mercedesse und geschmacklosen Anzüge durch gnadenlose Ausbeutung finanzieren und dass sie, wenn diese ersten existenziellen Bedürfnisse gestellt sind, auch gern einmal in den Waffenhandel einsteigen.

Warum also bestellt Paolo Pinkel sein Fleisch nicht dort, wo noch hausgeschlachtet wird? Warum bestellt er beim Ukariner? Gehen wir zu seinen Gunsten davon aus, dass es nicht das Elend, das Ausgeliefertsein der Mädchen ist, das ihn besonders gereizt hat, dann bleibt das der Herr aus Osteuropa offenbar ein Mann war, der für Premiumware bürgte und dass Friedman nach Ende der Sendung einfach mal richtig die Puppen tanzen lassen wollte. Schampus, Luxussuite, Koks und Top-Weiber. Was kost' die Welt! Es hat ihn offenbar nicht interessiert, ob die Champagnertraube umweltfreundlich gekelter worden ist. Es hat ihn nicht interessiert, auf welche Weise aus einer jungen Osteuropäerin mit Illusionen über den Westen die Ware "Zu allem bereite Prostituierte" geworden ist.

Da gut die Hälfte der Frauen, die in Deutschland anschaffen gehen, aus dem Ausland kommrn, hat Frieman sich nicht besser und nicht schlechter benommen als Abertausende deutsche Freier.

Und das ist noch eine viel interessantere Frage: Wie können so viel Männer ind und auf Frauen ejakulieren, ohne deren Notzur kenntnis zu nehmen? Sehen die nie fern? Wie erklären die es sich, wenn die Haut einer Prostituierten mit blauen Flecken und centstückgroßen Brandflecken übersät ist? Wie können sie Erregung empfinden, wo sich Mitleid aufdrängen würde?

Es gibt eine menschliche Neigung, hinisichtlich unserer inneren Maßstäbe und moralischen Grundsätze Kompromisse zu schließen, wenn wir etwas sehr gerne wollen.

Wenn Freier Sätze von sich geben wie "So eine Hure freut sich doch auch, wenn mal ein junger hübscher Mann dabei ist" oder "Diesmal war es aber nicht gespielt, das war so echt, das kann gar nicht gespielt sein" erinnern si an elfjährige Mädchen, die auch felsenfest davon überzeugt sind, ihre Ponys wären froh und glücklich, von ihnen geritten zu werden.

Wenn in einer Erotiksendung die Pornodarstellerin Anja vorgeführt wird, eine junge Frau, der - für jeden der Augen hat - die sexuelle Misshandlung geradezu auf die Stirn geschriebensteht, und dazu eine weibliche Stimme aus dem Off raunt: "Was Anja am liebsten man, ist Analsex...", dann ist das keine liebenswerte männliche Träumerei, sondern die Pest, und es wird Zeit, aufzuwachen und ein paar Realitäten ins Auge zu sehen. Zum Beispiel, dass es in Deutschland Sklaverei gibt.

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