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Kirschwein oder HipHop  
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Eine kurze Abhandlung über einen fast ganz normalen Sonntagabend im Februar von Nicolas König und Martin (Mawe) Werner.

Das PrismaDie TüteDas KonzertDas Bo

Das Problem eines jeden Sonntagskonzerts ist nicht das Konzert an sich, sondern der Tag davor. Und so begab es sich auch am besagten Wochenende, dass sich zwei vergnügungssüchtige junge Menschen aufmachten, um am Samstag ihrer Leidenschaft dem exzessiven Feiern unter Alkoholgenuss zu frönen. Während sich der eine mit Gerstensaftkaltschale begnügte, trieb es sein unvernünftiger Zeitgenosse unter Zuhilfenahme von gegorenem Kirschsaft auf die Spitze. So dass sie am nächsten Tag gerade in der Lage waren, der eine mehr der andere weniger, mit dem Auto zum Ort des Geschehens zu reisen. Erstaunlicherweise verlief die Anreise ohne Zwischenfälle und so fanden sich die beiden Anhänger des Spaßes unerwartet pünktlich in der mit 1500 Seelen gefüllten Jovel "Music-Hall" wieder.

Die schon durch den Vorheizer "Cram" angewärmte Masse nahm die beiden Helden des Alltags in sich auf und verschmolz mit ihnen, um auf die "Rückkehr der alten Männer" zu warten.

Kurz nachdem die Uhr neun geschlagen hatte, lüftete sich der Vorhang und gab den Blick auf eine Kneipenszene mit vier lustig dreinschauenden Gesellen frei. Diese Barszenerie erinnerte die Mägen der Masse an die diversen Aktivitäten des Vortages. Auf diese Erinnerung sollte eine fühlbare Massage der Innereien folgen. Nach dem Opener hatte auch der Letzte verstanden, dass "die alten Männer zurück" sind. Schon schnell war klar, daß das Unwohlsein der geballten Power der vier Hamburger Jungs nichts entgegenzusetzen hatte und an Stillstehen und Genießen nicht zu denken war, aber wer wollte - geschweige konnte - das schon.

Die Leute waren "drauf", einfach zuviel "Sillium in der Blutbahn". An Gegenwehr war nicht zu denken. So hatten "die Leude" spätestens nach gleichnamigem Song keinen eigenen Willen mehr und sollten ihn auch über zwei Stunden nicht mehr wiedererlangen. Es blieb aber auch ein wenig Zeit für besinnliche Klänge, so wurde bewiesen, daß HipHop Songs wie "Willst Du Mit Mir Gehn?" auch unter Zuhilfenahme von Akustikgittarre, interessant und charmant-lustig klingen kann; hier geht der Dank an den legendären "Discotiser".

Wenn es mal mit HipHop nicht mehr so gut läuft, würde das nordische Quartett sicherlich nicht am Hungertuch nagen müssen, denn im Genre des LIVE-Hörspiels ("Auf der Yacht nach Dr.Hossa") bewiesen sie ihr Schau(er)spielerisches Talent. Unsere beiden Extremreporter würden sich einen abendfüllenden Heimatfilm wünschen. Nach erfolgreicher Suche nach ihrem Gehirn, waren sie nicht mehr die Gleichen und so bleibt Ihnen nur zu sagen, "das hat gerockt!". "Die Parawane zieht weiter" und auch ihr werdet nicht davonkommen, denn euer Verstand ist der Nächste... ..."Wie Bidde?".

Der Tobi und das JointDer Mob rockt
 
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