Was bedeutet Euer Bandname? Für was steht er?
Hat er überhaupt eine tiefere Bedeutung?
Der Bandname entstand natürlich aus der Not
heraus, schnell einen Namen für das erste anstehende
Konzert zu finden; wie das oft halt so ist. Diverse
Namen wurden sich um den Kopf geworfen, bis letztendlich
ALIAS CAYLON dabei herauskam. Eine inhaltlich tiefgründige
Bedeutung soll der Name primär nicht haben.
Er steht lediglich als Synonym für das gemeinsame
Musizieren der vier Bandmitglieder. So könnte
man die Band auch umschreiben: 'alias fin + alias
fiede + alias thays + alias rainer = ALIAS CAYLON.
Das 'Alias' eröffnet zudem die Möglichkeit
einer musikalischen 'Verwandlung', wobei 'Caylon'
ein erfundener Eigenname, eine Person oder ein Gebilde
ist, in das sich jedes Bandmitglied auf seine eigene
Weise hineinversetzen kann.
Das man sich den Bandnamen
sich so schnell merken kann oder ständig anders
ausgesprochen wird, haben wir bereits rausgefunden.
Wir sind jedoch der Meinung: Der Name wächst
mit der Band. Ach ja; der Bandname hat nichts mit
einer Insel oder Teesorte zu tun :-) Im Laufe Euerer vierjährigen Bandgeschichte
habt Ihr bereits mit einigen namenhaften Bands gespielt.
Erst jetzt erscheint Euer Debütalbum. Wieso
hat das so lange gedauert?
In den vier Jahren unseres Bestehens haben wir ständig
stark selektiert. Wir haben Songs und einzelne Parts,
die uns nach mehreren Wochen nicht catchy genug vorkamen
rausgeschmissen oder an einzelnen Songs über
Monate gebastelt.
Was bringt einem ein Song, den
man nach zehn Proben nicht mehr spielen mag?!? Selbst
die Songs, die für uns nun schon über drei
Jahre alt sind, spielen wir heute noch genauso gerne;
das gibt uns das Gefühl, dass das der richtige
Weg ist. Obwohl wir im Proberaum ein paar Demos aufgenommen
haben, kam es dann im Studio zu gesanglichen Problemen,
was die Produktion der Platte erheblich herauszögerte.
Zudem mußte unser Studiomann Nils aus zeitlichen
und auch finanziellen Gründen andere Bands dazwischenpacken.
Beim nächsten Album werden wir einiges anders
machen; zumindest was den Gesang angeht.
Ja, mit ein paar starken Bands durften wir bereits
auch ohne Album zocken. Die Highlights waren definitiv
Bands wie Randy, Spermbirds, 3 Colours Red, Waterdown
oder auch die noch relativ unbekannten Flame On aus
Kopenhagen, die wir auch für unsere Releaseparty
eingeladen haben. Mit unseren neuen Labelkollegen
von Fire in the Attic konnten wir bereits auch einmal
zocken. Wird aber bestimmt nicht das letzte Mal gewesen
sein :-) Wie ist die Geschichte um den Deal bei Redfield Records?
Wie entstand der Kontakt, welche Erwartungen habt
Ihr?
Uns Düsseldorfer Jung’ Stefan von Cargo-Records
war letztes Jahr eigentlich nur zu Besuch bei einer
Freundin in Flensburg, die bei Rainer und Thays im
selben Haus wohnte. Bei ihr wurde er auf unser Demo
aufmerksam, welches gerade zufällig bei ihr
lief. Am nächsten Tag haben wir ihm dann einen
Rough-Mix unsere Studioaufnahmen vorgespielt.
Er
war sofort begeistert und machte den Kontakt zu Refield
Records möglich. Ein echter Zufall könnte
man das nennen. Mit der Arbeit der Redfields sind
wir bisher auch sehr angetan.
Die Promo läuft
sehr gut und es besteht ständiger Kontakt zum
Label. Wenn man sich mit anderen Bands über
dieses Thema austauscht, hört man schnell heraus,
dass das nicht immer zwangsläufig so laufen
muss. Euer Album heißt "Resorbing Everything".
Was wollt Ihr alles mit dieser Veröffentlichung "aufsaugen",
was bedeutet dieser Titel für Euch?
Wer sich unser Album anhört wird merken, daß die
enthaltenen Stilelemente weit gestreut sind. Schnell,
langsam, laut, leise, Rotze, Tränen, Core, Pop,
Punk, whatever - wir wollen nicht mit einem eintönigen
Stil langweilen, der sich das ganze Album lang doch
nicht ändert. 'Resorbing Everything' behandelt
genau dieses breitgefächerte Spektrum. Alles
medizinisch genau aufsaugen, was nicht nur musikalisch
um einen herum passiert. Wir wollen keinen Alltag;
wir wollen Abwechslung.
Welche Erfahrungen habt Ihr bisher mit Eurer Musik
gemacht - positiver, wie negativer Art? Wie werden
Eure Aktivitäten, Eure Shows, und natürlich
auch die neuen Songs von Publikum und Öffentlichkeit
aufgenommen?
Eigentlich haben wir bisher ausschliesslich gute
Erfahrungen gemacht. Jede
Show ist für uns anders und immer etwas besonderes.
Die Reaktionen fallen
natürlich sehr unterschiedlich aus - von euphorisch
bis teilnahmslos. Uns
ist schon klar, dass unsere Musik nicht jedem gefallen
kann.
Wie schätzt ihr die regionale Musiklandschaft
bei euch ein? Es gibt ja viele gute Bands aus dem
Nordwesten. Gibt es sowas wie eine große Hörerschaft
oder muss man dafür schon ein bisschen weiter
fahren? Gibt es viele Clubs?
Regionale Bands gibt es im Bezug auf die Populationsdichte
auf jeden Fall sehr viele, die zudem auch noch sehr
gut sind und durchaus vor ein großes Publikum
gehören.
Jedoch erstrecken sich die meisten
Konzerte auf wenige Orte wie z.B. Flensburg, Kiel,
Rendsburg, Husum, Lübeck oder auch Neumünster. Die Auftrittsmöglichkeiten in Schleswig-Holstein
sind doch eher rar. Man muß aufpassen, daß man
sich an einigen Orten nicht zu oft blicken läßt
und sich eventuell dort totspielt.
Was den Standort
Flensburg begünstigt ist natürlich die
Nähe zu Dänemark, die wir in Zukunft auch
gerne häufiger nutzen wollen. Wie sehen Eure Pläne für die nähere
Zukunft aus, hinsichtlich Touren, weiteren Veröffentlichungen,
usw.?
Natürlich wollen wir so viele Konzerte wie
möglich zu spielen.Wir möchten zudem dieses
Jahr unbedingt zwei Touren machen. Die erste ist
bereits in Planung und wird uns im September einmal
quer durchs Land auf Reise schicken. Wir brennen
darauf, die neue Platte auf Konzerten zu live zu
spielen und sind sehr auf die Reaktionen der Leute
gespannt, die hoffentlich zahlreich erscheinen werden.
Wir sind sehr gespannt auf die kommenden Gigs. Klar
arbeiten wir parallel an neuen Songs, um zu vermeiden,
dass ein Folgealbum zu lange auf sich warten lässt. |