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„Everybody Ready“? ist der Schlachtruf der Backyard Babies und gleichzeitig Titel des ersten Tracks ihres neuen Albums „Stockholm Syndrome“. Ein erstes Anzeichen von dem, was da auf uns zukommt – wartet nicht mit der Antwort, klettert an Bord und fahrt mit, oder geht kacken – so ist es nun mal.

Die Einstellung der Band zu „Stockholm Syndrome“ ist die, dass jeder, der das Album nicht mag, eben keinen Rock’n’Roll mag. So einfach ist das.

„Stockholm Syndrome“, aufgenommen in drei Wochen des letzten heißen Sommers, ist das vierte Studioalbum der Backyard Babies. Zusammen mit dem Produzenten und Mixer Joe Barresi (Rancid, Kyuss, QOTSA, Hole) arbeiteten sie in glühender Hitze (keine Klimaanlage) im Studio 301 in Stockholm, und nach ein paar verlorenen Pfunden und zig kalten Bieren war das Album fertig!!

Barresi, der schon das letzte Backyard Babies Album “Making Enemies Is Good” abmischte, hörte das neue Material zum ersten Mal während der Probephase – “es war klar, dass ´Stockholm Syndrome´ eine ganz besondere Platte werden würde.”

Die gesammelten Erfahrungen von dem, worauf sie als Teens abfuhren, also Sex Pistols, Kiss, Guns N' Roses, Iron Maiden, Faster Pussycat, L.A. Guns, The Stooges, New York Dolls, Hanoi Rocks und The Rolling Stones, zusammen mit den Rock’n’Roll Erfahrungen, die sie gemeinsam als tourende Band sammelten (Stories, die so geil sind, dass man ein Buch schreiben müsste), haben zu einem berauschenden Cocktail geführt, der sich in den 11 Tracks des neuen Albums offenbart.

Die Aufnahmesessions waren spontan und direkt. Nach der Arbeit im Studio kümmerten sich die Larrabee Studios in Los Angeles um den Mix – die Anweisung war simpel: “Es ist okay, wenn die Pegel bis hinten hin ausschlagen, solange es geil klingt”.

Das Gleiche gilt für das Mastern, das von Gene Grimaldi (Johnny Cash, Lenny Kravitz, W.A.S.P.) bei Oasis Mastering in LA erledigt wurde.

Das Ergebnis dieser Bemühungen ist „Stockholm Syndrome“, eine Platte, auf der alles reduziert wurde, bei der sämtlicher unnötiger Ballast entfernt wurde. Dies sind die Backyard Babies in ihrer ungeschliffensten Form. Dies ist ihr Rock’n’Roll.

Der spektakulärste Track des Albums ist sicherlich „Friends“. 1999 nahm die Band den Song nur so zum Spaß auf, ursprünglich sollte „Friends“ eine zukünftige B-Seite werden, das Projekt wuchs jedoch……… und wuchs immer weiter.

Unterwegs stets mit einem DAT-Recorder bewaffnet, ließen die Backyard Babies keine Möglichkeit aus befreundete Künstler aufzunehmen, so dass schließlich auf „Friends“ ca. 30 verschiedene Leute von L7 bis zu den Hellacopters zu hören sind.

Jeder war mit ganzem Herzen bei der Sache, und das Ergebnis klang so gut, dass „Friends“ unmöglich nur als B-Seite enden konnte. Und es nicht nur ein cooler Backyard Babies Track; Joey Ramone’s Beitrag zu dem Song macht daraus für alle Zeiten einen Klassiker. Joey Ramone starb im April 2001 an Krebs, „Friends“ zollt ihm Tribut.

Beim Video für „Minus Celsius“ führte Dean Karr Regie (QOTSA, Cypress Hill, Ozzy Osbourne, Marilyn Manson, Danzig). Teile des Videos wurden auf dem Dach des legendären Million Dollar Hotel gedreht, bekannt aus Wim Wender’s Film "The Million Dollar Hotel".

Backyard Babies haben in all den Jahren, seit die Band in Nässjö gegründet wurde, eine Menge Trommelfelle verschlissen, Tausende von Gitarrensaiten kaputtgemacht, sich die Finger blutig gespielt und sich die Kehlen viele Male wund geschrien.

Alles, worum es ging, war, eine Vision zu verwirklichen, ihre Version von dem, was Rock’n’Roll wirklich ist. Mit "Stockholm Syndrome" haben sie ihr Ziel erreicht. Willkommen zum Rock’n’Roll der Backyard Babies!

 
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