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gute gründe reichen natürlich nicht, um
diese musikalische ausnahmeerscheinung aus berlin auch
nur annähernd vorzustellen:
9 zehnhundertfünfundneunzig im sommer fing
alles und das natürlich ganz anders an. im herbst
des selben jahres folgte das erste demo, 1996 findet
das 10te konzert der band in der ausverkauften arena
in berlin statt, man ist support für die sex pistols
und shelter.
8 undvierzig neunundvierzig war nicht nur die
hausnummer des inzwischen verwaisten proberaums sondern
auch laufzeit und titel ihres debutalbums, das 1997
bei xno veröffentlicht wurde. rotzig, roh und ungeschliffen
wurde drauflosgerockt, gestritten, gebrüllt, gesungen
und gescherzt - immer aber kam unter dem strich gute
musik heraus. die kunst, die mischung aus punk, rock
und hardcore nicht zu einem weiteren crossoverding verkochen
zu lassen, sondern die zutaten so gut zu dosieren, zu
verfeinern oder auch einfach eigenständig nebeneinander
bestehen zu lassen, daß immer etwas frisches und
neues dabei herauskommt, ist die ursache für die
fünf sterne der beatsteaks.
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siegel hat das buch des erfolges und auf einem steht
in großen lettern: touren, touren, touren. unzählige
konzerte wurden absolviert. mit dabei unter anderem
thumb, lagwagon, faith no more, bloodhound gang, sex
pistols, warped tour, monsters of hauptstadt tour, münster
monster mastership, das bizarre festival und unzählige
kleine gigs, die die band zuerst in der haupt- und heimatstadt
vom geheimtip zum garanten für jede menge konzertspaß
machten. wo die beatsteaks die bretter betraten, füllten
sich die säale. nicht umsonst fällt dem berliner
fachpublikum, das jährlich die beste band der stadt
im sog. metrobeat auslobt, schon zum zweiten mal zuerst
die beatsteaks ein. (dieses jahr mußte man den
auftritt leider absagen, da sich die band schon im studio
befand.) kein wunder also, daß beim hundertsten
konzert der band, das im august 1998 im rahmen der fete
de la musique im mauerpark stattfand, mehr als 5000
begeisterte gesichter zu zählen waren.
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si sindse natürlich ooch! außerdem fand
am 06.11.1998 die gnadenlos ausverkaufte jahresabschluß-show
statt, auf der es eine limitierte 7" als vorgeschmack
auf das zu erwartende album für die wahren fans
gab.
5 freunde sollt Ihr sein!
arnim - mal singter und mal schreita - (voc.,
dritte gitarre) wollte eigentlich überhaupt nicht
sänger werden, obwohl ihm das heute niemand mehr
glaubt und kam auch eigentlich nur in den proberaum
"um mal zu gucken". inzwischen wirkliche stimme
und brandleger zwischen band und publikum.
peter - jedet solo verdrehta - (macholeadgit.)
bester freund von arnim und mit ihm großer verehrer
von all und den descendents, seine gitarre in kombination
mit der von
bernd
- von kopf bis fuß jehackt - (git) sind zu großen
teilen mitverantwortlich für den ganz eigenen sound.
ali - steht neben manowar ziemlich doll auf
slayer - (bass), die gute seele mit dem nötigen
weitblick, die jede band so dringend braucht.
thomas - das newkid hinter den drumkits und
alter hase. nachdem steffi (der alte) die band
verlassen hatte, eigentlich nur vorübergehender
ersatzmann. inzwischen festes und unverzichtbares mitglied
mit deutlichen spuren.
4 zehn songs befinden sich auf dem neuen album.
aufgenommen im berliner studio elektro automatisch,
gemischt im nukleus studio, produziert von uwe sabirowsky
(thumb, mad sin) und last but not least in new york
von howie weinberg (sick of it all, ramones) gemastert.
man merkt "launched" diesen erhöten produktionsaufwand
im gegensatz zu "48/49" natürlich an.
aber auch die songs sind insgesamt ausgefeilter und
durchdachter, ein reifeprozess, der der unglaublichen
frische, die diese band zu verbreiten weiß, allerdings
keinen abbruch tut.
3
tage wird der mai alt sein, dann ist endlich auch
für den rest der welt launched-time.
2 o´clock, panic, shut up stand up, excited,
filter, we have to figure it out, happy now, shiny shoes,
fake und go sind die definitiven anspieltips um anschließend
zu wissen, daß hier musikgeschichte geschrieben
wird.
never mind rock´n´roll hier kommt punk´n´roll,
rock´n´punk oder so: other bands play, beatsteaks
rule!
es wird gebrüllt und gesungen - der gesang, mal
aggressiv im hardcore-bereich angesiedelt findet sich
im nächsten moment auf einer eingängigen melodielinie
wieder - gerockt und gerollt - punkiges schlagzeug,
daß auch mal dem bass den vortritt läßt
(filter) und zwei oder gar drei gitarren, die in kombination
mit den backgroundvocals dem ganzen eine eigene dreidimensionaltiät
verleihen.
mit
"mietzies song" schafft es diese band, eine
ballade zu schreiben, die eigentlich gar keine ist und
mit "kings of metal" eine geniale cover-version,
die auch von spezialisten des ursprünglichen genres
kaum als solche erkannt wird. "schluß mit
rock´n´roll" ist ein song, den die
ärzte sicherlich gern geschrieben hätten und
der nicht alleine beweist, daß diese band auch
spaß versteht. aber achtung: "doch bitte
kommt nicht zum konzert, nur weil ihr dieses lied hier
hört, die kluge band von heut denkt mit und spielt
erst ganz zum schluß den hit."
diese vielfältigkeit in kombination mit der unglaublichen
live-präsenz hat und wird der band jede menge liebhaber
unter den verschiedensten anhängern lauter musik
bescheren.
1 ste deutsche band beim punkrockkultlabel epitaph
und das mit und zu recht. |