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"Amplify the good Times" - Interview - Konzertbericht Hamburg Logo

Beatsteaks VideoBeatsteaks Live Video "Amplify the Good Times"

Das Beatsteaks Interview mit einem kleinen Konzertausschnitt vom "Amplify the Good Times Open-Air" anläßlich der Donots-Record-Release Party findet ihr in der Video-Sektion.
Überzeugt euch selbst von der unglaublichen Livepräsenz der Berliner und verpasst nicht das nächste Konzert in eurer Nähe..

Beatsteaks/December Peals 16.05.02 Scheune Ibbenbüren

Ist das schön, die Beatsteaks noch mal in der Scheune zu Ibbenbüren, bevor sie endgültig nur noch in Stadien vor nicht weniger als mindestens 100 000 Menschen spielen. Los ging's aber in der unerwarteter Weise nicht vollen Donots-Geburtsstätte mit den December Peals aus Rocktown Ibbenbüren.

Zugegebenermaßen hab ich deren Platte und kann eben diese auch gut leiden und drum sollte es ein schöner Start in den Abend werden. Etwas schlechter Sound, aber dafür merkte man ihnen in jeder Sekunde an das sie hinter dem stehen was sie da machen. Gleich als zweites Lied mein Favorit namens "what better place than here" und die Sache war geritzt... Da kommt was großes auf uns zu wage ich zu prognostizieren.

Ein bisschen mehr Abstand noch zu den schon erwähnten großen Brüdern und dann, holla die Waldfee! Hier noch der Link zur von Webdonot Alex Hansen feinstens gestalteten Homepage.

Leider muss ich noch mal kurz auf das verwöhnte Ibbenbürener Publikum zu sprechen kommen, welches mit seiner unnachahmlich arroganten Weise so 'ne sehenswerte und dazu noch einheimische Band nicht wirklich zu würdigen wusste. Man scheint sich irgendwie ein bisschen zu gut zu sein ... Vielleicht lag's am Wetter, aber ich war schon schwer verwundert.

Dementsprechend konnte man sich dann bei den Beatsteaks seinen Platz vor der Bühne auch noch in Ruhe aussuchen, da es sich auch hier erst nach längerer Zeit merklich füllte. Aber dann ging's in der Tat richtig los... Wie gewohnt ließ sich das Berliner Quintett nicht lang bitten und traten von der ersten Sekunde an kräftig in jeden einzelnen anwesenden Hintern.

Charming Frontmann Arnim wunderte sich zwar kurz über die Freifläche vor seinen Augen, aber dieses Problem löste sich ja zum Glück nach zwei/drei Liedern und alles war gut.

Es folgte ein lustiger Rundgang durch die bisher veröffentlichten drei Alben, und wenn man nebenbei so Knaller wie "Panic", "48/49" oder wahlweise auch den fast schon Charterfolg "Summer" raushauen kann, dann kann ja eigentlich nix mehr schief gehen. Wie machen die dat bloß mit der Energie jeden Abend?

Ick sach mal: Respekt! Und nach dem Konzert ging's dann für die Beatsteaks samt knallblonden Heino-Verschnitt Busfahrer zum Rock am Ring. Was für ein Kontrastprogramm zur beschaulichen Scheune, die verträumt und alleingelassen im Mondlicht zurückblieb, wartend auf die Dinge die da noch kommen werden...

Die Geschichte der Beatsteaks

Alte Schönhauser Straße 48/49, Berlin-Mitte, Sommer 1994. Im BEATSTEAKS-Proberaum bollern Arnim, Ali, Bernte, Steffi und Peter ihr knapp sieben Stücke umfassendes Liveset runter. das wilde Geschredder aus halbstarken Verstärkern und/oder selbstgebauten Gitarren darf man getrost als rumpelnden Mix aus Punk und HardCore bezeichnen, auch wenn hier und da Melodie und Anstand durch den Akkordwald blitzen.

Das erste 4-Track Demo hat mittlerweile Sammlerwert und verkauft in den ersten drei Monaten nach Veröffentlichung mehr als 1.000 Exemplare. Jahr zwei im Leben der BEASTEAKS endet mit dem Support für die SEX PISTOLS in der Berliner Arena im August 1996, der Gig war laut eigener Buchführung ihr insgesamt zehnter.

Was auf dem Debutalbum der Band noch ziemlich rauh und ungeschliffen klang, wurde auf dem folgenden Werk "Launched" song- und soundtechnisch mächtig aufgebessert.

Der bandeigene Sound reduziert sich jedoch nicht, wie jetzt vermutet werden könnte, auf ewig gleiche Tralala-Geschichten; auch Hardcore-Elemente oder ruhigere Töne finden sich im Soundgefüge ein. Was die Beatsteaks machen läßt sich mehr oder weniger dem melodischen Punkrock zuschreiben.

Stilistisch ähneln sie aber schon den zahlreichen Bands aus dem sonnigen Kalifornien, die hierzulande ja auf eine mächtige Fanschar verweisen können.

Die selbsternannte Live-Band ist denn auch meistens "on the road". Ob sie mit lokalen Kollegen wie Mad Sin oder internationalen Bands wie Bloodhound Gang oder No Use For A Name zum Tanz aufspielen, egal, hauptsache spielen...

Das neue Album "Living targets" ist eine vielschichtige Mischung aus allerlei Punk-Hardcore-Stoner-Rock-Emo-Core Verstazstücken. Bands wie Bullet Lavolta, Leatherface und Monster Magnet ziehen vor meinem geistigen Auge vorbei.

Jede beatsteaks-Show mutiert zu einer ganz eigenen, intimen und familären Spaßarena, die mehr und mehr Kids in die größer werdenden Säle zieht. Wir sind gespannt und warten darauf das die Jungs mal nach SWAMP-CITY kommen.

Mit "Living Targets" holen die Hauptstädter nun zum großen Rundumschlag aus.

10 gute gründe reichen natürlich nicht, um diese musikalische ausnahmeerscheinung aus berlin auch nur annähernd vorzustellen:

9 zehnhundertfünfundneunzig im sommer fing alles und das natürlich ganz anders an. im herbst des selben jahres folgte das erste demo, 1996 findet das 10te konzert der band in der ausverkauften arena in berlin statt, man ist support für die sex pistols und shelter.

8 undvierzig neunundvierzig war nicht nur die hausnummer des inzwischen verwaisten proberaums sondern auch laufzeit und titel ihres debutalbums, das 1997 bei xno veröffentlicht wurde. rotzig, roh und ungeschliffen wurde drauflosgerockt, gestritten, gebrüllt, gesungen und gescherzt - immer aber kam unter dem strich gute musik heraus. die kunst, die mischung aus punk, rock und hardcore nicht zu einem weiteren crossoverding verkochen zu lassen, sondern die zutaten so gut zu dosieren, zu verfeinern oder auch einfach eigenständig nebeneinander bestehen zu lassen, daß immer etwas frisches und neues dabei herauskommt, ist die ursache für die fünf sterne der beatsteaks.

7 siegel hat das buch des erfolges und auf einem steht in großen lettern: touren, touren, touren. unzählige konzerte wurden absolviert. mit dabei unter anderem thumb, lagwagon, faith no more, bloodhound gang, sex pistols, warped tour, monsters of hauptstadt tour, münster monster mastership, das bizarre festival und unzählige kleine gigs, die die band zuerst in der haupt- und heimatstadt vom geheimtip zum garanten für jede menge konzertspaß machten. wo die beatsteaks die bretter betraten, füllten sich die säale. nicht umsonst fällt dem berliner fachpublikum, das jährlich die beste band der stadt im sog. metrobeat auslobt, schon zum zweiten mal zuerst die beatsteaks ein. (dieses jahr mußte man den auftritt leider absagen, da sich die band schon im studio befand.) kein wunder also, daß beim hundertsten konzert der band, das im august 1998 im rahmen der fete de la musique im mauerpark stattfand, mehr als 5000 begeisterte gesichter zu zählen waren.

6 si sindse natürlich ooch! außerdem fand am 06.11.1998 die gnadenlos ausverkaufte jahresabschluß-show statt, auf der es eine limitierte 7" als vorgeschmack auf das zu erwartende album für die wahren fans gab.

5 freunde sollt Ihr sein!

arnim - mal singter und mal schreita - (voc., dritte gitarre) wollte eigentlich überhaupt nicht sänger werden, obwohl ihm das heute niemand mehr glaubt und kam auch eigentlich nur in den proberaum "um mal zu gucken". inzwischen wirkliche stimme und brandleger zwischen band und publikum.

peter - jedet solo verdrehta - (macholeadgit.) bester freund von arnim und mit ihm großer verehrer von all und den descendents, seine gitarre in kombination mit der von

bernd - von kopf bis fuß jehackt - (git) sind zu großen teilen mitverantwortlich für den ganz eigenen sound.

ali - steht neben manowar ziemlich doll auf slayer - (bass), die gute seele mit dem nötigen weitblick, die jede band so dringend braucht.

thomas - das newkid hinter den drumkits und alter hase. nachdem steffi (der alte) die band verlassen hatte, eigentlich nur vorübergehender ersatzmann. inzwischen festes und unverzichtbares mitglied mit deutlichen spuren.

4 zehn songs befinden sich auf dem neuen album. aufgenommen im berliner studio elektro automatisch, gemischt im nukleus studio, produziert von uwe sabirowsky (thumb, mad sin) und last but not least in new york von howie weinberg (sick of it all, ramones) gemastert. man merkt "launched" diesen erhöten produktionsaufwand im gegensatz zu "48/49" natürlich an. aber auch die songs sind insgesamt ausgefeilter und durchdachter, ein reifeprozess, der der unglaublichen frische, die diese band zu verbreiten weiß, allerdings keinen abbruch tut.

3 tage wird der mai alt sein, dann ist endlich auch für den rest der welt launched-time.

2 o´clock, panic, shut up stand up, excited, filter, we have to figure it out, happy now, shiny shoes, fake und go sind die definitiven anspieltips um anschließend zu wissen, daß hier musikgeschichte geschrieben wird.

never mind rock´n´roll hier kommt punk´n´roll, rock´n´punk oder so: other bands play, beatsteaks rule!

es wird gebrüllt und gesungen - der gesang, mal aggressiv im hardcore-bereich angesiedelt findet sich im nächsten moment auf einer eingängigen melodielinie wieder - gerockt und gerollt - punkiges schlagzeug, daß auch mal dem bass den vortritt läßt (filter) und zwei oder gar drei gitarren, die in kombination mit den backgroundvocals dem ganzen eine eigene dreidimensionaltiät verleihen.

mit "mietzies song" schafft es diese band, eine ballade zu schreiben, die eigentlich gar keine ist und mit "kings of metal" eine geniale cover-version, die auch von spezialisten des ursprünglichen genres kaum als solche erkannt wird. "schluß mit rock´n´roll" ist ein song, den die ärzte sicherlich gern geschrieben hätten und der nicht alleine beweist, daß diese band auch spaß versteht. aber achtung: "doch bitte kommt nicht zum konzert, nur weil ihr dieses lied hier hört, die kluge band von heut denkt mit und spielt erst ganz zum schluß den hit."

diese vielfältigkeit in kombination mit der unglaublichen live-präsenz hat und wird der band jede menge liebhaber unter den verschiedensten anhängern lauter musik bescheren.

1 ste deutsche band beim punkrockkultlabel epitaph und das mit und zu recht.

 
>> Offizielle Homepage der Beatsteaks hier
 
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