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Ihren Anfang hat die Geschichte von Biffy Clyro Mitte der
90er in Schottland. Irgendwo zwischen Kilmarnock und Ayr,
einer Gegend ohne nennenswerte Musikszene. Simon Neil (Vox/Git.)
war noch eine Teenager als er zusammen mit Schulfreund Ben
Johnston (Drums) und einem Kerl namens Berry eine Band namens
Screwfish ins Leben rief. Musikalisch inspiriert von Bands
wie Nirvana oder Soundgarden versuchten die drei sich an Coverversionen
und simplen und lärmenden Eigenkompositionen. Schon bald
wurde Berry durch Ben's jüngeren Zwillingsbruder James
am Bass ersetzt.
1997
zog es das Trio nach Glasgow, wo sie das College, bzw. die
Universität besuchten, was angeblich nur ein Vorwand
war, um sich keine "richtigen" Jobs suchen zu müssen
und weiter an ihrer Musikkarriere arbeiten zu können.
Ihre musikalischen Einflüsse erweiterten sich auf Bands
wie Fugazi, Tool oder Far. Schon bald erregten sie die Aufmerksamkeit
von Dee Bahl, seines Zeichens Manager der schottischen Indierocker
Aereogramme. Bahl ermöglichte Biffy Clyro die Veröffentlichung
einer Single ("Iname") und bald darauf erschien
ihre erste EP mit dem Titel "thekidswhopoptodaywillrocktomorrow".
Die
Auftritte wurden nun zahlreicher und durch einen Auftritt
auf der Nachwuchsbühne des "T In The Park 2000"
konnten Biffy Clyro das Label Beggars Banquet davon überzeugen,
der Band einen Vertrag anzubieten.
Der Umstand, dass sich Simon, James und Ben den Part des
Leadsängers teilen, ihr Gespür für gefühlvolle
und eingängige Melodien gepaart mit rohen, aggressiven
Gitarrenparts machten die Band zu einem der interessantesten
Acts des Landes. BBC Schottland unterstützte die Band
durch regelmässiges Airplay und die beiden ersten Singles
"27" und "Justboy" wurden jeweils zur
"Single Of The Week" beim britischen Musikmagazin
Kerrang!. Die Band ist jedoch einhellig der Meinung , dass
die Veröffentlichung von Singles eigentlich nur ein Marketinginstrument
ist und ein Album immer als Einheit gesehen werden müsse.
"Aber als junge Band muss man dieses Spiel traurigerweise
mitmachen", sagt Bassist James. So machte man sich wenigsten
die Mühe die Singles mit zusätzlichen Tracks zu
versehen, die ebenso wichtig sind wie die A-Seite, so dass
es sich eher um E.P.s handelt.
Das
es "27" im Kerrang! zur Single des Woche schaftte,
verdanken Biffy Clyro Taproot, einer Band die eher zum NuMetal-Genre
gerechnet wird. Dass sie mit NuMetal nicht viel anfangen könnnen,
geben die drei unumwunden zu: "Bands wie Limp Bizkit
oder Linkin Park sind doch nur perfekte Produkte, die eine
Nachfrage befriedigen". Eine Modeerscheinung mit den
passenden Frisuren usw. Aber das baldige Ende scheint absehbar:
"Nu Metal is gonna die pretty soon", erklären
sie und nicht umsonst ist einer ihrer Leitsprüche "death
to false metal".
Aber
würden sie ihre Musik denn als Metal bezeichnen?
"Vielleicht kann man uns als Metal verstehen, aber
wir haben auch eine Menge ruhiges Zeug."
Zu den derzeitigen Einflüssen zählen sie Bands
wie die Foo Fighters, Weezer oder auch Jimmy Eat World. Die
beiden ersten Singles aus ihrem Debutalbum "Blackened
Sky" erinnern dann auch eher an den Pop- oder Emocore
der letztgenannten.
"Der
Erfolg dieser Bands hilft uns hoffentlich ein wenig, aber
letztendlich versuchen wir natürlich unser eigenes Ding
zu machen." Und das ist ihnen mit "Blackened Sky"
gelungen. Als Producer für die Aufnahmen zu ihrem ersten
Album konnten die Schotten zwei namhafte Leute gewinnen. Chris
Sheldon arbeitete u.a. schon mit Therapy? und den Foo Fighters
und Paul Corkett war auch schon für Placebo, Six.By Seven
oder Nick Cave tätig.
Ende des Monats werden Biffy Clyro dem deutschen Publikum
eine Kostprobe ihres Könnens geben und vielleicht finden
sie dank ihrer Liveshows auch hierzulande schnell Freunde.
Hier
die Termine:
28.04.2002 Köln, Prime Club
29.04.2002 Frankfurt, Cookys
01.05.2002 Hamburg, Schlachthof
04.05.2002 München, Orangehouse
05.05.2002 Berlin, Magnet Club
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