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BIOHAZARD - 08/15 - Osnabrück Dütehalle Germany 
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Die vierköpfige Combo Biohazard wird 1988 in New York/Brooklyn gegründet, bestehend aus Billy Graziadei (voc,g), Evan Seinfeld (voc,b), Danny Schuler (dr) und Bobby Hambel (g). Schon zwei Jahre nach ihrem Debutalbum finden sie sich bei Roadrunner Records wieder.

1992 dringen sie sich mit der Scheibe "Urban Discipline" in die Musikgeschichte ein. Ihre Mischung aus Heavy Metal, Rap und Hardcore ist der breiten Masse zugänglich und findet von Anfang an ihre Anhänger. Die erste Scheibe, schlicht "Biohazard" betitelt, wird ohne Promotion 40.000 Mal verkauft, "Urban Discipline" geht über eine Million Mal über die Ladentheke!

BIOHAZARD DISKOGRAFIE
1990 - Biohazard

1992 - Urban discipline

1994 - Sate of the world adress

1996 - Mata Leão

1997 - No holds barred (live)

1999 - New world disorder

2001 - Tales from the B sides

2001 - Uncilization

2003 - Kill or be killed

Ihre musikalischen Einflüsse reichen von Iron Maiden und Sabbath, über Hardcore Bands wie Agnostic Front und den Cro Mags, bis hin zu Rappern wie Run DMC oder Public Enemy.

Von den Rap Gangs übernehmen sie den Drang ständig darauf hinzuweisen, wie hart sie drauf sind, vom Metal und Hardcore kommt ihre intensive/aggressive Bühnenshow. Dass mit einem Salto ins Publikum gesprungen, dabei Gitarre gespielt und anschließend noch ausgelassen crowd-gesurft wird, ist keine Seltenheit.

1994 starten sie ein Projekt mit den NY-Rappern "Onyx" und produzieren den Titeltrack zu dem gleichnamigen Film "Judgement Night".

Kurze Zeit später unterschreiben sie bei Warner und veröffentlichen im Winter 1994 die dritte Scheibe: "State Of The World Address" schlägt ein wie eine Bombe! Man merkt, dass die Jungs wissen was sie tun.und trotz der fetten Gitarrenriffs wird die Melodie nicht vernachlässigt.

Dummerweise ist Evan der Meinung, er müsse sich den Titel der Scheibe von einem deutschen Tätowierer in den Huf stechen lassen. Da dieser keine Ahnung hat, dass man "address" mit zwei "d" schreibt, denkt man an diesen Tag nicht gern zurück. Gitarrist Bobby verlässt nach "SOTWA" die Band bzw. wird rausgeschmissen - je nach Interpretation - und die Band macht zunächst als Trio weiter.

Es folgen unzählige Konzerte mit Napalm Death, Machine Head, Sepultura, Slayer und Cypress Hill. Sie spielen auf den wichtigsten Open Airs, z.B. Bizarre Festival (Köln), Rock Am Ring und Dynamo (Eindhoven). Evan Seinfelds Aussage: "I hate the idea of music being labeled: hiphop, metal, rap, hardcore... who cares?", nennt nun genau die wesentlichen Elemente ihres außergewöhnlichen Crossovers.

1996 erscheint "Meta Leao", ihre vierte Platte, die nicht direkt floppt, aber lange nicht mehr das Potential der Vorgänger besitzt. Mit Rob Echevarria, der ursprünglich bei Helmet die Sechsaitige bedient, finden sie dann einen zweiten Gitarristen. Ein Jahr später schieben sie mit "No Hold's Barred: Live in Europe" ihre bis dato einzige Live Scheibe hinterher.

"New World Disorder" wird von den einen hoch gelobt, von anderen als lauer Aufguss von Altbekanntem kritisiert. Natürlich schreckt das die Jungs aus Brooklyn überhaupt nicht und sie beackern weiterhin fleißig sowohl kleine Clubs als auch große Hallen.

2001 erscheint "Tales From The B-Side", vollgepackt mit Material, das nicht auf regulären Alben zu haben ist.

Im selben Jahr bringt die Crossover-Truppe dann ihr sechstes Studioalbum "Uncilization" auf den Markt, das prompt auf Rang 53 der Charts einsteigt.

2003 war es dann soweit für ein weiters Album: Songtitel wie "World On Fire", "Kill Or Be Killed" oder "Heads Kicked In" sprechen doch wieder eine eindeutige Sprache! Ja, auch anno 2003 ist das Leben in Brooklyn hart und beschwerlich. Grund genug also für die Jungs von Biohazard mal wieder ein in Plastik gegossenen Hardcorebrocken herauszuhauen. Und auf Kill Or Be Killed lassen sie, wie seit ihrem Debut nicht mehr, ihre ausgiebig tätowierten Muskeln spielen.

Schon der Opener "World On Fire" gibt die musikalische Marschrichtung an. Vorbei die Zeiten der Piano-Hardcore-Balladen. Nein, hier wird Dampf gemacht! Groß wurden Biohazard ja mit ihrer Mischung aus New York-Hardcore und eingängigen Metal-Riffs. Das haben zwar die Cro-Mags schon vor ihnen gemacht, konnten dies allerdings nie in einen ähnlichen Hype wie Biohazard ummünzen.

Mit Album Nummer sieben lassen sie nun also den Crossover aus HipHop- und Metalelementen hinter sich und beschränken sich fast ausschließlich auf ihre Hardcore-Roots. Das steht ihnen eigentlich auch ganz gut.

Allerdings sind die Kompositionen nicht immer wirklich zwingend. Wirkliche Highlights lassen sich auf den ersten Blick nicht erkennen. Hinzu kommt der doch sehr ungeschliffene Sound der Scheibe, die im bandeigenen Rat Piss Studio aufgenommen wurde. Passt zwar irgendwie zur Mucke und versprüht auch eine ganze Menge street credibility, ein wenig Feinschliff hätte aber auch nicht geschadet. So kommen doch die Gitarren für meinen Geschmack ein bißchen dünn daher.

Nichtsdestotrotz sollten Leute, die auf der Suche nach garstiger Mucke sind und dem Hardcore zugeneigt sind, durchaus mal ein Ohr in Kill Or Be Killed reinwerfen.

Nicht unerwähnt soll hier bleiben das Evan Seinfeld seit Dezember 2002 mit dem Pornostar Tera Patrick verheiratet ist.

Tera begleitet Biohazard auf der diesjährigen Tour und glücklicherweise verschanzte sich die Dame, die in Amiland so in etwa den Status von Gina Wild besitzt, nicht die ganze Zeit im Hotel, sondern beglückte uns Zuschauer mit ihrer dezenten Präsenz und wippte lassiv zum Beat.

Geplant seien nun auch laut Evan Seinsfeld bei Howard Stern einige gemeinsame "Adult-Filme". Vielleicht der erste Porno Film mit Biohazard Soundtrack? Wie wärs mit Track Nr. 17 auf der Uncivilization CD ("Sex & Violence") oder Track 10 von Mata Leao ("Alot To Learn") ?

 
>> Offizielle Biohazard - Homepage
 
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