Die vierköpfige Combo
Biohazard wird 1988 in New York/Brooklyn gegründet,
bestehend aus Billy Graziadei (voc,g), Evan Seinfeld
(voc,b), Danny Schuler (dr) und Bobby Hambel (g). Schon
zwei Jahre nach ihrem Debutalbum finden sie sich bei
Roadrunner Records wieder.
1992
dringen sie sich mit der Scheibe "Urban Discipline"
in die Musikgeschichte ein. Ihre Mischung aus Heavy
Metal, Rap und Hardcore ist der breiten Masse zugänglich
und findet von Anfang an ihre Anhänger. Die erste
Scheibe, schlicht "Biohazard" betitelt, wird
ohne Promotion 40.000 Mal verkauft, "Urban Discipline"
geht über eine Million Mal über die Ladentheke!
| BIOHAZARD DISKOGRAFIE |
1990 - Biohazard
1992 - Urban discipline
1994 - Sate of the world adress
1996 - Mata Leão
1997 - No holds barred (live)
1999 - New world disorder
2001 - Tales from the B sides
2001 - Uncilization
2003 - Kill or be killed |
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Ihre musikalischen Einflüsse reichen von Iron
Maiden und Sabbath, über Hardcore Bands wie Agnostic
Front und den Cro Mags, bis hin zu Rappern wie Run DMC
oder Public Enemy.
Von den Rap Gangs übernehmen sie den Drang ständig
darauf hinzuweisen, wie hart sie drauf sind, vom Metal
und Hardcore kommt ihre intensive/aggressive Bühnenshow.
Dass mit einem Salto ins Publikum gesprungen, dabei
Gitarre gespielt und anschließend noch ausgelassen
crowd-gesurft wird, ist keine Seltenheit.
1994 starten sie ein Projekt mit den NY-Rappern "Onyx"
und produzieren den Titeltrack zu dem gleichnamigen
Film "Judgement Night".
Kurze Zeit später unterschreiben sie bei Warner
und veröffentlichen im Winter 1994 die dritte Scheibe:
"State Of The World Address" schlägt
ein wie eine Bombe! Man merkt, dass die Jungs wissen
was sie tun.und trotz der fetten Gitarrenriffs wird
die Melodie nicht vernachlässigt.
Dummerweise
ist Evan der Meinung, er müsse sich den Titel der
Scheibe von einem deutschen Tätowierer in den Huf
stechen lassen. Da dieser keine Ahnung hat, dass man
"address" mit zwei "d" schreibt,
denkt man an diesen Tag nicht gern zurück. Gitarrist
Bobby verlässt nach "SOTWA" die Band
bzw. wird rausgeschmissen - je nach Interpretation -
und die Band macht zunächst als Trio weiter.
Es
folgen unzählige Konzerte mit Napalm Death,
Machine Head, Sepultura,
Slayer und Cypress Hill.
Sie spielen auf den wichtigsten Open Airs, z.B. Bizarre
Festival (Köln), Rock Am Ring
und Dynamo (Eindhoven). Evan Seinfelds
Aussage: "I hate the idea of music being labeled:
hiphop, metal, rap, hardcore... who cares?", nennt
nun genau die wesentlichen Elemente ihres außergewöhnlichen
Crossovers.
1996
erscheint "Meta Leao", ihre vierte Platte,
die nicht direkt floppt, aber lange nicht mehr das Potential
der Vorgänger besitzt. Mit Rob Echevarria, der
ursprünglich bei Helmet die Sechsaitige bedient,
finden sie dann einen zweiten Gitarristen. Ein Jahr
später schieben sie mit "No Hold's Barred:
Live in Europe" ihre bis dato einzige Live Scheibe
hinterher.
"New
World Disorder" wird von den einen hoch gelobt,
von anderen als lauer Aufguss von Altbekanntem kritisiert.
Natürlich schreckt das die Jungs aus Brooklyn überhaupt
nicht und sie beackern weiterhin fleißig sowohl
kleine Clubs als auch große Hallen.
2001 erscheint "Tales From The B-Side", vollgepackt
mit Material, das nicht auf regulären Alben zu
haben ist.
Im selben Jahr bringt die Crossover-Truppe dann ihr
sechstes Studioalbum "Uncilization" auf den
Markt, das prompt auf Rang 53 der Charts einsteigt.
2003
war es dann soweit für ein weiters Album: Songtitel
wie "World On Fire", "Kill Or Be Killed"
oder "Heads Kicked In" sprechen doch wieder
eine eindeutige Sprache! Ja, auch anno 2003 ist das
Leben in Brooklyn hart und beschwerlich. Grund genug
also für die Jungs von Biohazard mal wieder ein
in Plastik gegossenen Hardcorebrocken herauszuhauen.
Und auf Kill Or Be Killed lassen sie, wie seit ihrem
Debut nicht mehr, ihre ausgiebig tätowierten Muskeln
spielen.
Schon
der Opener "World On Fire" gibt die musikalische
Marschrichtung an. Vorbei die Zeiten der Piano-Hardcore-Balladen.
Nein, hier wird Dampf gemacht! Groß wurden Biohazard
ja mit ihrer Mischung aus New York-Hardcore und eingängigen
Metal-Riffs. Das haben zwar die Cro-Mags schon vor ihnen
gemacht, konnten dies allerdings nie in einen ähnlichen
Hype wie Biohazard ummünzen.
Mit Album Nummer sieben lassen sie nun also den Crossover
aus HipHop- und Metalelementen hinter sich und beschränken
sich fast ausschließlich auf ihre Hardcore-Roots.
Das steht ihnen eigentlich auch ganz gut.
Allerdings sind die Kompositionen nicht immer wirklich
zwingend. Wirkliche Highlights lassen sich auf den ersten
Blick nicht erkennen. Hinzu kommt der doch sehr ungeschliffene
Sound der Scheibe, die im bandeigenen Rat Piss Studio
aufgenommen wurde. Passt zwar irgendwie zur Mucke und
versprüht auch eine ganze Menge street credibility,
ein wenig Feinschliff hätte aber auch nicht geschadet.
So kommen doch die Gitarren für meinen Geschmack
ein bißchen dünn daher.
Nichtsdestotrotz
sollten Leute, die auf der Suche nach garstiger Mucke
sind und dem Hardcore zugeneigt sind, durchaus mal ein
Ohr in Kill Or Be Killed reinwerfen.
Nicht unerwähnt soll hier bleiben das Evan Seinfeld
seit Dezember 2002 mit dem Pornostar Tera
Patrick verheiratet ist.
Tera
begleitet Biohazard auf der diesjährigen Tour und
glücklicherweise verschanzte sich die Dame, die
in Amiland so in etwa den Status von Gina Wild
besitzt, nicht die ganze Zeit im Hotel, sondern beglückte
uns Zuschauer mit ihrer dezenten Präsenz und wippte
lassiv zum Beat.
Geplant seien nun auch laut Evan Seinsfeld bei Howard
Stern einige gemeinsame "Adult-Filme". Vielleicht
der erste Porno Film mit Biohazard Soundtrack? Wie wärs
mit Track Nr. 17 auf der Uncivilization CD ("Sex
& Violence") oder Track 10 von Mata Leao ("Alot
To Learn") ?
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