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Als
ich eintreffe stehen Feeder gerade auf der Bühne. Feeder
sind ebenfalls aus England und sollten eigentlich inzwischen
denen ein Begriff sein, die sich mit Musik aus UK beschäftigen
vor allem weil sie Coldplay genre-ähnlich sind. Die rockigen
Nummern haben die Jungs wohl eher aus dem Programm gestrichen.
Ziemlich ruhig und gediegen geht es entsprechend in der Halle
zu. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu spät und habe
den Rock'n Roll verpaßt.
Die Halle Münsterland ist gut gefüllt ca. 6500
Menschen tummeln sich in der Halle und in den Korridoren auf
der Nord und Südseite. Feeder's Bemühungen werden
mit zwar verhaltenem, aber durchaus freundlichem Applaus quittiert.
Die Menschen die hier sind, sind offensichtlich ausschließlich
für und wegen Coldplay hier.
Feeder
verlassen schließlich die Bühne und die Menschen
drängen sich an die Theken, trinken und warten. Es wird
dunkel in der Halle. Die Nebelmaschine kommt zum Einsatz.,
blaue Scheinwerfer auch und dann ist die Band auf der Bühne
und startet mit "Politik" vom aktuellen "A
Rush Of Blood To The Head" auch gleich durch. Das Publikum
ist begeistert, geht schon beim ersten Song völlig ab.
Frenetischer Applaus ist die Folge und die ersten Mädchen
brechen zusammen. Sanitäter und Security haben gut zu
tun. Ich bin zum ersten mal an diesem Abend so richtig begeistert.
Egal
wie gut oder wie schlecht die Band heute spielt. Es scheint
momentan nur wichtig zu sein, daß die Band da ist, das
man selbst dabei ist. Und die Band ist absolut spielfreudig
und in fantastischer Laune. Es folgen 2 Songs vom 1999er Debut-Album-Hit
"Parachutes" unter anderem "Spies". Diese
werden zwar dankbar aufgenommen, es zeigt sich aber auch,
daß viele im Publikum auf die bekannten Songs aus dem
aktuellen Album warten.
Chris
Martin schließlich ergreift das Wort und stellt sich
und die Band vor und kündigt "The Scientist"
an. Das Publikum ist aus dem Häuschen. Coldplay können
einfach nichts falsch machen. Charmant linkisch tanzt und
wirbelt der schlaksige Chris Martin zu den rockigeren Nummern
über die Bühne. Christ Martin ist einfach ein verdammt
cooler Typ. Von Schüchternheit, keine Spur. Lässigkeit
beschreibt am ehesten - was er ausstrahlt.
Und
wieder folgt eine wunderbare Ansage. "Wir nickt sprecken
deutsch" erklärt Martin und dann: das man mit der
Band englisch sprecken möge. Schließlich fordert
er das restlos begeisterte Publikum auf: "Singen Sie,
kommen sie und singen sie bitte!" Dieser charmanten Aufforderung
kommen viele nach.
"Yellow" ist ein ebensolcher Höhepunkt wie
"In My Place". Das ganze Konzert ein absolutes Highlight.Ein
ziemlich großer Engländer vor mir möchte mich
gern auf die Schulter nehmen und lallt mir dann gerührt
das Fazit des Abends ins Ohr: " Thisis the verybestconcert
I everseen inmy whole life."
Sandra war beim Coldplay Konzert und würde immer wieder
hingehen.
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