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DANKO JONES + The Bronx + The Roolettes 15.04.2004 - Kamp - Bielefeld

Donnerstag, der 15. April. Die ersten lauen Temperaturen des Jahres machen sich breit. Zeit also, den Winterschlaf zu beenden, die verwohnte Bude zu verlassen und sich auf eine Exkursion zu begeben. Angesteuertes Ziel ist Bielefeld, die Metropole in Ost-Westfalen-Lippe. Warum nun gerade Bielefeld werdet Ihr euch fragen. Nun, ein gewisser Mr. Danko Jones und ein paar seiner Freunde haben zum Gastspiel in besagter Stadt geladen. Die Kompaßnadel steht also eindeutig auf ROCK! Wenn das kein Grund ist für eine Stippvisite, was dann?!

DANK JONES MEDIA

Live Video WMV
15.04.2004 - Kamp - Bielefeld

Live Video WMV
Jack Daniel's Rock Nights
Münster 12.11.2003

Im Kamp, in dem wie immer wieder eine äußerst entspannte Atmosphäre herrscht, angekommen, geht der erste Weg natürlich zunächst einmal zur Theke.

Schließlich will man ja für das Anstehende ausreichend präpariert sein! Nachdem der Flüssigkeitshaushalt des Körpers versorgt wurde, kann nun also der musikalische Teil des Abends beginnen.

Der illustre Reigen wird von den Roolettes eröffnet. Im Jahr 2002 in Italien gegründet, haben sie schnell ihre Zelte in London aufgeschlagen. Vor noch etwas spärlicher Kulisse spielen The Roolettes routiniert ihren schnodderigen, melodischen Punkrock runter.

Dabei erinnert ihr Sound nicht selten an die unsterblichen (leider nur im musikalischen Sinne) Ramones. Ungewöhnlich dabei ist, dass Frontmann Jimmy Lacey auch gleichzeitig das Schlagzeug bedient. Dies macht die ganze Performance natürlich ein wenig statisch, da auch seine Mitstreiter Ed Sonsino (Gitarre) und Fio Marino (Bass/Gesang) nicht unbedingt Bewegungskünstler sind.

Dennoch schlagen sie sich recht ordentlich, wenngleich das anwesende Publikum sich seine Kräfte für die noch kommenden Bands aufzusparen scheint.

Als Vorwärm-Act wurden The Bronx verpflichtet. Die aus Süd-Kalifornien stammenden Punkrocker legen schon gleich zu Beginn ihres Sets ein höllisches Tempo vor.

Eine ganze Ecke härter als ihre Vorgänger, sticht sofort Sänger Matt Caughthran heraus, der mehr als ordentlich seine Stimmbänder zu quälen versteht. Wie eine Kreuzung aus Phil Anselmo und Billy The Kid wütet er über die Bühne und macht dabei den Eindruck, als hätte er schon ein wenig vorgefeiert.

Direkt beim ersten Song springt er in die vorderen Reihen des mittlerweile besser gefüllten Kamp und fordert handfest zum mitmachen auf. Mit Erfolg!

Als Lohn für seine Mühen bekommt Matt dann auch diverse Biere aus dem Zuschauerraum gereicht, die allerdings im Überschwang der Emotionen auch schon mal auf dem Bühnenboden zerschmettern. Coole Show, fetter Sound ... mehr davon!

Nun war es also Zeit für den Mann, für den alle gekommen waren. Danko Jones aus Kanada und seine Sidekicks John „JC“ Calabrese (Bass) und Damon Richardson (Drums).

Nach einem kurzen Intro legen die drei fulminant los. Sie steigern sich von Song zu Song und brennen dabei ein Rock‘n‘Roll-Feuerwerk ab, das seinesgleichen sucht. John und Damon, der nach drei Songs schon aussieht als hätte er einen Ultra-Marathon absolviert (!), bieten eine ordentliche Performance, wenngleich sie gegenüber Danko eher die Statistenrolle übernehmen und ihm das Fundament bilden, auf dem er seine Show zelebrieren kann.

Danko spielt nicht einfach seine Mucke, er lebt sie! Allein seine Mimik ist dabei unnachahmlich. Obwohl sie nur zu dritt sind, fahren sie auch Live einen ordentlich fetten Sound auf. Sie konzentrieren sich auf das Wesentliche, ohne überflüssige Spielereien.

Zwar schwitzen die drei Haupt-Protagonisten des Abends kein Blut, wie es der Titel ihres aktuellen Albums verheißt, aber zumindest der Schweiß fließt ihnen in Strömen von der Stirn.

Und dies dürfte wohl auch für die ersten Reihen vor der Bühne gelten, da hier mittlerweile der Mob tobt. Nachdem Danko nach einer kleinen Verschnaufpause für die lautstark geforderte Zugabe wieder in das Rampenlicht tritt, bringt er es schließlich auf den Punkt: „Wir haben eine Abmachung. Ihr wollt Rock‘n‘Roll und wir werden ihn spielen!“

Wenig später ist der ganze Zauber dann auch schon wieder vorbei und sowohl Publikum als auch Band gehen hoch zufrieden in ihren wohlverdienten Feierabend. Nach diesem schweißtreibenden Abend gibt es eigentlich nur noch eine Sache die zu erledigen ist: Ihr wißt schon, Stichwort Flüssigkeitshaushalt ... Prost!

www.thebronxxx.com - www.roolettes.co.uk

 
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