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Die Delinquent Habits veröffentlichten zwei grandiose Alben - das erste, selbstbetitelte '96er Album verkaufte weltweit bereits 1,3 Millionen Exemplare und beinhaltete den HipHop-, Pop- und R&B-Charts US-Top Ten-Hit "Tres Delinquents", der auch hierzulande im Sommer 1996 eine Top 30 Plazierung in den Charts schaffte.

The return of the Tres! Nach ihren letzten beiden erfolgreichen Tourneen kommen die drei Latino-HipHopper aus L.A. wieder zurück um ihr neues Album "Freedom Band" vorzustellen !

1991 in Los Angeles gegründet, war die Crew ein wichtiger Bestandteil der Entstehungsgeschichte dessen, was später als "lateinamerikanischer HipHop" bekannt werden sollte.

Im Anschluss an dieses erste Werk gingen die Delinquent Habits auf eine ausgedehnte Amerika- und Europa-Tour, auf der sie u.a. die Fugees, Korn und Ice T. supporteten.<BR< 1998 erschien dann der zweite, von der Kritik hochgelobte Longplayer "Here Come The Horns" der Delinquent Habits unter kuriosen Umständen, denn ihre Company machte dicht, die Band stand plötzlich allein da und überlebte die nächsten zwei Jahre nur, weil sie pausenlos durch Europa und die USA tourte.

Es erschien das dritte Album auf dem Ark21 Records Label. "Merry Go Round", so der Titel, präsentiert positive Texte und Inhalte und eine aufregende Song-Mixtur mit enormer Street-Credibility, ohne die in der HipHop-Szene so beliebten Anzüglichkeiten oder Respektlosigkeiten. Denn die Delinquent Habits sind fest entschlossen, ihre erfolgreiche und kreative Karriere weiterhin auf ihre Weise zu bestreiten - aufgebaut auf ihrem Selbstverständnis, kulturellen Erbe und Können.

Damals, als Kemo (David L. K. Thomas), Ives (Ivan S. Martin) und O.G. Styles (Alejandro R. Martinez) sich zum ersten Mal als die Delinquent Habits zusammentaten, gab es so etwas wie "Latin HipHop" noch gar nicht. Sie schufen ein ganz neues Genre. Ives und Kemo begannen, auf spanisch, englisch und einer Mixtur daraus, genannt "spanglisch", zu rappen - über Tracks, die O.G. aus komplexem Funk-Elementen und lateinamerikanischen Rhythmen geschaffen hatte. "Wir sind sehr stolz darauf, damit unter den Vorreitern dieser Szene gewesen zu sein, dabei gewesen zu sein, als die ganze Geschichte ihren Anfang nahm", erinnert sich Kemo.

1996 ergriff das aufkeimende PMP Records Label die Chance des Moments und das Debüt-Album "Delinquent Habits" stand kurz darauf in den Plattenläden. Zu einer Zeit, als sich die "Latin Pride"-Bewegung gerade auf Erfolgskurs befand - personifiziert auch von Bands wie beispielsweise Cypress Hill. Das Ergebnis: Das Delinquent Habits-Debüt-Album verkaufte 350.000 Kopien allein in den USA und weltweit eine weitere Million.

Die Dinge schienen sich fantastisch zu entwickeln - die Delinquent Habits hatten Auftritte bei "Late Night With Conan O'Brien", moderierten "Yo! MTV Raps" und traten gemeinsam mit The Fugees auf. Danach ging es gemeinsam mit so unterschiedlichen Künstlern wie Beck, Henry Rollins und Funkdoobiest auf Europa-Tour. Doch gerade zu dem Zeitpunkt, als ihr zweites Album "Here Come The Horns" erscheinen sollte, ging ihr Label den Bach runter. Die einzige Möglichkeit, die der Band zum Überleben blieb, war auf Tour zu gehen - was sich im Nachhinein allerdings als ein Segen herausstellen sollte.

Denn erst dadurch erspielten sich Delinquent Habits ihren unbestrittenen Status als eine ebenso mitreißende wie überdurchschnittliche Live-Band. "Unsere Shows haben sich mittlerweile von 'ganz gut' zu 'spektakulär' weiterentwickelt", sagt Kemo. "Wir geben all unsere Energie und versuchen, diese den Fans zu vermitteln, ihnen genau das zu geben, was sie brauchen, um richtig Party zu machen."

Trotzdem stellte sich ihnen nach wie vor das Problem, wie sie das neue Album in die Geschäfte kriegen sollten. Die Lösung: Sie gründeten kurzerhand ihr eigenes "Station Thirteen Records" Label. "Wir mussten dieses Wagnis eingehen, weil wir entschlossen waren, unsere Sache voranzubringen - als Band, aber auch als die einzelnen Individuen, die wir sind", erklärt Kemo. "Ein Label für uns und andere Gruppen ins Leben zu rufen, war ein wichtiger und großer Schritt in Richtung der Ziele, die wir uns vorgenommen hatten."

Das neue Werk "Merry-Go-Round" ist das Resultat einer sehr intensiven Schaffensperiode von O.G. Styles, während der er seine Markenzeichen - Funk-Samples und lateinamerikanische Rhythmen - in allerfeinster Manier zusammenführte und herausragende Orchester- und fette Bass-Sounds hinzufügte. Diese Tracks bildeten dann das Fundament, aus dem Ives und Kemo ihre Inspirationen schöpften. "Wir kreierten unsere Songs mit dem Ziel, die Musik und die Texte auf natürliche Art ineinandergreifen zu lassen und dabei dieses HipHop-Feeling nicht zu verlieren", betont Kemo.

"Wir wollen keine Musik machen, die wie mit einem Vorschlaghammer sagt, dass wir Latinos sind. Sicher, auf einigen Takes wird das natürlich trotzdem deutlich, aber auf anderen merkt man das kaum." Was die Texte von "Merry-Go-Round" zunächst und in erster Linie auszeichnet, ist die Tatsache, dass sie einen wirklich positiven Grundtenor haben - falls die HipHop-Headz hier die Gangsta-Storys über Waffen und Prostituierte suchen, suchen sie vergebens.

Sicher, das Leben "in the hood" ist auch davon geprägt, doch das bedeutet noch lange nicht, dass es keine anderen Möglichkeiten gibt, Texte zu schreiben. "Wir wollten mit unserer Musik etwas aussagen", merkt Kemo an. "Wir machen unseren Standpunkt klar, wollen aber auch einen Weg, eine Perspektive zeigen." "Wir sind stolz, dass lateinamerikanischer HipHop in diese Richtung geht", fügt O.G. an.

"Das wollen wir geradlinig weiterführen, diese Stilrichtung weiter bekannt machen und für Aufmerksamkeit sorgen." "Merry-Go-Round" erscheint auf Miles Copelands Ark21 Records. Mit den weltweiten Distributions-Möglichkeiten dieses Labels wird "Merry-Go-Round" die Delinquent Habits wieder genau dorthin stellen, wo sie hingehören: In die vorderste Reihe der boomenden, lateinamerikanischen HipHop-Bewegung und der Formationen, die - neben der Tatsache, dass sie fantastische Musik machen - eine wirkliche Aussage haben.

"Es war immer unser Ziel, stereotype Formen zu sprengen", sagt Kemo. "Wir wollen nach draußen gehen und einfach gute Musik machen, uns dabei immer weiter entwickeln und besser werden. Musik für alle, die offen und tolerant sind, Interesse zeigen und auch andere Stilistiken akzeptieren!"

Die Musik der Delinquent Habits zeigt ihre eigenen Traditionen, ihre Geschichte und ihr herausragendes Talent ebenso wie ihren Vorwärtsdrang, ihre positive Einstellung und ihr perspektivisches Denken. Das ist es, was Ives, Kemo und O.G.Styles verkörpern. So fing es an und so ist es auch in der Gegenwart. Ohne wenn und aber...

 
>> Mehr Infos zu den Delinquent Habits
 
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