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"Die Propaganda immer schön auslöffeln" 
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Die amerikanische Autorin Susan Sontag hat der Politik und Medien nach den verheerenden Terroranschlägen in den USA Täuschung und Desinformation vorgeworfen.

"Das Missverhältnis zwischen den Ereignissen und der Art und Weise, wie sie aufgenommen und verarbeitet wurden, auf der einen Seite und dem selbstgerechten Blödsinn und den dreisten Täuschungen praktisch aller Politiker (...) und Fernsehkommentatoren (...) auf der anderen Seite, ist alarmierend und deprimierend", schreibt die Autorin in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Die Stimmen schienen sich zu einer Kampagne verschworen zu haben, mit dem Ziel, die Öffentlichkeit noch mehr zu "verdummen". Wo sei die Einsicht, dass es sich nicht um einen Angriff auf "Zivilisation", "Freiheit" oder die "freie Welt" handelte, sondern um einen Angriff auf die Vereinigten Staaten als Konsequenz auf deren Politik, Interessen und Handlungen, fragt Sontag. Sie fordert gründliches Nachdenken über das "kolossale Versagen der amerikanischen Geheimdienste, die Zukunft der amerikanischen Politik besonders im Nahen Osten und über vernünftige Verteidigungsprogramme für dieses Land".

Wo ist das Eingeständnis, daß es sich nicht um einen "feigen" Angriff auf die "Zivilisation", die "Freiheit", die "Menschlichkeit" oder die "freie Welt" gehandelt hat, sondern um einen Angriff auf die Vereinigten Staaten, die einzige selbsternannte Supermacht der Welt; um einen Angriff, der als Konsequenz der Politik, Interessen und Handlungen der Vereinigten Staaten unternommen wurde?

Wie vielen Amerikanern ist bewußt, daß die Amerikaner immer noch Bomben auf den Irak werfen? Und wenn man das Wort "feige" in den Mund nimmt, dann sollte es besser auf jene angewandt werden, die Vergeltungsschläge aus dem Himmel ausführen, und nicht auf jene, die bereit sind, selbst zu sterben, um andere zu töten. Wenn wir von Mut sprechen, der einzigen moralisch neutralen Tugend, dann kann man den Attentätern - was immer sonst auch über sie zu sagen wäre - eines nicht vorwerfen: daß sie Feiglinge seien.

"Wir haben einen Präsidenten, der uns wie ein Roboter immer wieder versichert, dass Amerika nach wie vor aufrecht steht." Es sei gesagt worden, alles sei in Ordnung oder werde zumindest in Ordnung kommen. "Nichts ist in Ordnung"!

Die Welt starrt auf Amerika. Währenddessen eskaliert der Nahost-Konflikt. Das israelische Militär nahm erneut palästinensische Ziele ins Visier.

Mehr zu diesem Thema findet ihr in unserem Leitartikel zum 11.09.2001 "The Sky is falling and i want my mommy" und in dem Kommentar "Die Propaganda immer schön auslöffeln" von Fritzie Kleingeld sowie in den Glossen "Ich bin ein Afgahne" , "Die Welt kommt über uns".

Wenn ihr zu diesem Thema reden wollt so sei euch unser Diskussionsboard empfohlen.

 
>> Mehr Infos zu dem Thema findet ihr hier
 
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