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Eminem - The Anger Managment-Tour 
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13.06.03. Essen, Georg-Melches Stadion

Das Ruhrgebiet hiphopte an diesem Freitag, den 13. in seinen Grundfesten. Eminem und Anhang gastierten in der Pott-Metropole und alle kamen. Schaute man über die Parkplätze, so kam man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Autokennzeichen verrieten, dass sich seine Fans aus fast allen europäischen Ländern nach Essen aufgemacht hatten, um den Bad Boy des Rap einmal aus der Nähe zu sehen.

Polen, Dänen, Schweden, Holländer, Belgier, Franzosen, Schweizer, Österreicher, Tschechen, Engländer, Italiener, die Kette ließe sich noch ohne weiteres verlängern. Sie alle wollten Eminem! einmal aus der Nähe sehen.

Doch bis dieser sich die Ehre gab, mussten die vielen Fans ersteinmal Eminem’s Support-Crew über sich “ergehen“ lassen. Ergehen ist dafür eigentlich das falsche Wort, denn schließlich handelte es sich bei Xzibit und Cypress Hill um zwei der einflussreichsten und schwergewichtigsten Rapformationen der letzten Jahre.

Den Start machte gegen kurz nach 18 Uhr Xzibit. Der tough Guy aus den Staaten wurde vor gut 7 Jahren der breiten Masse mit dem Rapsong “Paparazzi“ bekannt. Bei seinem Auftritt in Essen performte er neben Songs aus seinem alten Werk “At the speed of life“ auch eine Menge Stuff von seinem neuen Album.

Seine Anhängerschaft im weiten Rund der Essener Arena feierte ihn mit fetten Ovationen. Leider musste er ziemlich schnell wieder die Bühne räumen, denn für 19 Uhr hatten sich bereits Cypress Hill angekündigt.

Die schwarz-weiße Rapcrew um Mastermind und Kiffernase B-Real knüpfte nahtlos an die Wahnsinns - Show von Xzibit an und trieb den vielen Goldkettchenträgern mächtig die Schweißperlen auf die Stirn. Richtig geil waren die Fans der schwarzen Hüpfmusik natürlich auf die unzähligen Kracher von Cypress Hill.

Bei den Songs “Dr. Greenthump“, “Tequila Sunrise“, “I wanna get high“ und “Insane in the brain“ kreierten die über 35 000 im Fußballground zu Essen einen unvergesslichen Gänsehautchor. Aber auch die ruhigeren Stücke kamen bei den “Hip Hop Machos“ sehr gut an. Hier war endlich mal Zeit um tief durchzuschnaufen und Luft zu holen. Als Cypress Hill nach knapp einer Stunde die Stage wieder räumten, war das Rapper - Herz eigentlich schon wunschlos glücklich.

Man hatte bis dato 2 absolut fette und überzeugende Acts gesehen und die Sonne schien auf die sowieso schon vom Sonnenstudio arg gebräunten Häupter. Doch wie schon gesagt, nur eigentlich. Alle warteten gespannt nur auf einen; den größten weißen Rapper aller Zeiten: EMINEM!

Dieser betrat mit viel Pompös und Pyroeffekten gegen viertel vor neun mit seinen “Homies“ Obie Trice, D 12 und 50 Cent die Bühne des “Georg Melches Rap-Dschungel“.

Als die ersten Vocals vom zwergengroßen Eminem fielen, gabs unter den zig Tausenden kein Halten mehr. Kollektives Ausrasten war angesagt! Die Arme schnellten nach oben, fielen nach unten – auf und nieder immer wieder.

“Soldier“, “White America“, “Stan“, “Cleaning out the Closet“, “Business“, Essen war zu einem fetten Dampfkessel “verkommen“. Um zu verhindern, dass das weiße Wirbelmonster nach der Hälfte des Konzerts ins Sauerstoffzelt getragen werden musste, durften zwischendurch die “Homies“ Obie Trice und D 12 an die Microphones und ihren “Wortsalat“ den Fans zelebrieren.

Dabei stach besonders die akute Fettleibigkeit von D 12 ins Auge. Man, der konnte einem bei diesem Saunawetter echt leid tun! Aber lassen wir das. Weiter geht’s!

Eminem war nach diesem kurzen Support seiner Kollegen in neuem Gewand zurück, und ging wieder in die Vollen. “Move to the music“, “Supermann“, “Without me“, “Sing for the moment” , 35 000 sangen sich die Kehlen aus dem Schädel. Echt der Oberhammer was da abging.

Ober-Homie 50 Cent durfte natürlich auch nicht fehlen. Er hatte die Ehre ca. 10 Minuten das Programm der Anger Managment Tour zu gestalten. Großartig war die Darbietung seines Megahits “In da Club“. Höhepunkt war am Ende einer gigantischen Rapschlacht mit Sicherheit Eminem’s “Lose Yourself“, wo er von Obie Trice, D 12 und 50 Cent nocheinmal tatkräftig unterstützt wurde.

Dann wars aus und vorbei! Nach knapp 90 Minuten räumten die schwergewichtigen Bengel die Bühne und verschwanden im Backstagebereich. Zugabe-Rufe gabs kaum, die Leute waren schlichtweg erschlagen.

EMINEM! Du hast sie platt gemacht. Gratulation!

 
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