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Hurricane 2003 - Der Elektrolurch war da... 
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Nun schon zu siebten Mal in Folge fand im “Bermuda Dreieck“ zu Scheeßel das weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannte Hurricane-Festival statt. Die diesjährige Ausgabe ging erstmals über drei Tage, was sich beim Blick auf das Line Up sehr positiv auswirkte. Was hier am Wochenende an Musikerprominenz herangekarrt wurde war schon phänomenal. Für alle Geschmäcker der über 40.000 Besucher war etwas dabei, das Billing reichte vom verträumt-melancholischen Auftritt Coldplays bis zum Asskicking der Turbos aus Negro Norwegen.

Hier der Elektrolurch Erlebnisbericht 2003

Bevor wir weitere Worte verlieren, hier nocheinmal für Euch die wichtigsten Acts im Überblick:

Pinkostar

Das neuformierte Hamburger Quartett “Pinkostar“ ist seit April endlich mit ihrem Debütalbum “The Trick is to keep Breathing“ am Start und lässt seitdem die Kritiker in höchsten Oktaven schwärmen.

Selten war man sich einig – dieses ist Alternative Rock auf allerhöchstem Level!

Venus Hum

Frontlady Annette Strean liefert mit ihren beiden Bandkollegen feinste Popperlen im Songwritergewand ab. Einflüsse von so großen Bands wie “The Cure“ oder “Kate Bush“ sind nicht von der Hand zu weisen. Man fühlt sich auf charmante Art und Weise in die achtziger Jahre versetzt.

Therapy

Hier wird noch ehrlich und grundsolide gerockt. Auch nach über zehnjährigem Bestehen beweisen “Therapy?“ das sie ganz und gar nicht zum alten Eisen gehören. Ganz nach dem Motto “Rock’n’Roll never die“ beleben “Therapy?“ die alten Wurzeln schon zum was weiß ich wie viel tausendsten male. Mit durchlagendem Erfolg.

Gus Gus

Die isländischen Elektronikkünstler Gus Gus entfachten mit ihrem 1997 erschienen Album “Polydistortion“ regelrechte Begeisterungsorkane. Das Soundkollektiv verwandeltet auf bei ihrem Livegig in Scheeßel die Location zu einem heftigen Hurricane; Name verpflichtet!

Starsailor

Ihre Songs bestechen durch hohe emotionale dichte und eine Reife, die der jungendlichen “Blauäugigkeit“ ihrer Autoren auf grandiose Weise widerspricht. Hier jagt ein Klassiker den nächsten. Das Album “Brand New Album“ ist ein absoluter Kauftipp!

Goldfrapp

Inspiriert durch die Welt der Soundtracks, schaffen es “Goldfrapp“ fantastische Klangwelten zu erzeugen, die momentan mit null komma gar nichts verglichen werden können. Melodien mit visuellem Bezug, jenseits vom Mainstreamformat – großes Kino.

Tocotronic

Die vielleicht bekanntesten Vertreter des “Hamburger Schule“ Genres wurden kurzfristig für Billy Corgans “sterbenden“ Schwäne verpflichtet. Tocotronic verstanden es glänzend diese große Lücke zu schließen und trumpften mit ihren Schrebbel-Klassikern “Gehen die Leute“ und “Alles was ich will, ist nichts mit Euch zu tun haben“ groß auf.

Röyksopp

Dies ist wohl die Elektroentdeckung der letzten Jahre. Das norwegische Duo “Röyksopp“ verwandelt durch ihren gradlinigen Computer- und Synthi-Sound das nördliche Polarlicht in funkel-glänzende Tanzmusik.

Guano Apes

Die Göttinger Band um Frontshouterin Sandra Nasic hat zwar auf dem neuen Album “Walking on a thin Line“ keine so furchtbaren Aussetzer wie z.B. “Dödel up“, aber das wars dann auch schon mit dem Lob. Langweilig, minimalistisch und immer wieder das gleiche. So könnte man die Guano Apes anno 2003 beschreiben. Der Liveperformance machte da keine Ausnahme. [ hier mehr ]

Beth Gibbons and Rustin Man

Unwahrscheinlich schwierig zu beschreiben. Hier ein Versuch: Ein leises, emotionsgeladenes Monster voller Schönheit und Tristesse – anrührender und bewegender kann zeitgenössische Musik kaum sein. Aber bitte macht euch selbst ein Bild davon. Ihr werdets nicht bereuen.

Coldplay

Die Centerstage verwandelte sich zum Coldplayauftritt in einen Meeting-Point für alle Verliebten mit weichem Herz. Die Briten beweisen unter Federführung Chris Martin’s, dass gegen poppigen Chartsdreck doch ein Kraut gewachsen ist. Melancholie meets Schönheit! [ hier mehr ]

Sigur Ros with Amina

Island zum zweiten. Für den ruhigen Vierer von der skandinavischen Insel ist Schubladendenken nichts, dafür Musik alles. In Zeiten wie dieser ein Qualitätssiegel erster Güte. Vor kurzem noch Support von Radiohead. [ hier mehr ]

Union Youth

So und nicht anders sollte zukunftsträchtige Rockmusik im neuen Jahrtausend zelebriert werden. Grunge wie ihn Nirvana kaum besser hinbekommen hätten.

Underwater Circus

Die Berliner Newcomerband “Underwater Cicus“ um Frontmann und MTV VJ Markus Schultze kommt mit feinstem angloamerikanischen Gitarrenrock daher, melidiös und stylish. Auch die Livequalitäten sind par exellence. Diese Truppe hat Zukunft.

Good Charlotte

Ehrlichkeit und Authentizität sind die roten Fäden, die sich durch ihre gesamte Arbeit ziehen – energetisch und atmosphärisch dichter Sound von dreidimensionalen, transparenten Jungs. Ihr Debüt “The young and the hopeless“ ist ein voller Erfolg.

Grandaddy

Das amerikanische Quartett, dessen Heimatstadt Modesto schon von Metal Mike Saunders besungen wurde, war endlich wieder auf dem Hurricane-Festival. Eine grandiose Show die uns dargeboten wurde.

Anouk

Das bildhübsche Energiebündel aus Den Haag kann zweifellos als lupenreines Rockjuwel bezeichnet werden. Und das, obwohl sie schon seit über 5 Jahren mit ihrem Debüt “Together Alone“ in der Rockszene mitmischt. Auch Ihr neues Werk “Graduated Fool“ ist ein voller Erfolg. Angry woman at their best!

The Datsuns

Rock ’n’ Roll, wie er im Buche steht: nastyhingequengelte Riffe, Basslines wie wabernde Batzen Mukus und ein Gesang, der den längst mumifizierten Stiv Bators zum Leben erwecken könnte. Lad’s and Gent’s, it’s Datsuns.

Skin

Mit der Präzision eines Skalpells schneidet Skins Stimme dem Hörer tief schürfende Beschreibungen menschlicher Beziehungswelten ins Ohr. Liebe in all ihren Facetten, ein Album “Fleshwounds“ steht ganz im Zeichen des Aufbruchs!

Blackmail

Mit Erdbeben ähnlichen Gitarrenwellen vom psychedelischen Menschenfresser bis hin zur verstörenden Magie der Reduktion schaffen “Blackmail“ musikalische Quantensprünge. Auf ihrem neuen Album “Friend or Foe“ ist es ihnen obendrein gelungen, sich endlich von ihrem früheren Placebo lastigen Sound zu lösen. Mehr davon! [ hier mehr ]

Apocalyptica

Wer kennt sie nicht, diese vier langhaarigen Wüteriche aus Finnland, die ihre Cellos mit dem bösesten Metall dieser Welt quälen? Doch dabei schaffen sie das Unmögliche: Die perfekte Fusion zwischen Klassik und Hardrock. Muß man gesehen haben.

Interpol

Die New Yorker Retro-Recken der ersten Wahl, die ohne Zweifel als die legitimen “Nachfolger“ der “Strokes“ angesehen werden können, konnten sowohl auf dem Hurricane als auch auf ihrer Clubtour durchweg begeistern.

NOFX

Die Mannen um Fat Mike sind ihrer Linie treu geblieben und haben nicht zuletzt deshalb rund 20 Jahre im Geschäft bleiben können. Auch ihr neuestes Werk “The War on Errorism“ spiegelt diesen Weg wieder. Qualität und Grundsätze zahlen sich eben doch aus, während die Hypes und Sternchen stündlich verglühen!

Slut

Diese Jungs werden landauf, landab als Mischung aus Geheimtipp und “Indie-Knuffer“ gehandelt. Dieser Gig war für alle “Pop“ Naturburschen ein absoluter Pflichttermin! [ hier mehr ]

The Roots

Hier kommt organischer Hip-Hop mit einem Einschlag Rap und Jazz. Das ganze dargeboten mit orginal Instrumenten - nichts aus der Konserve. “The Roots“ sind in allen Köpfen eine feste Größe. Heute den wenigsten noch unbekannt.

Supergrass

Ihr neues Album “Life on other planets“ ist eine Supernova in der Kometenbrühe unseres musikalischen Alltags. Hier erlebte man ein Soundgewitter voll gleißender Pop-Meteoriten!

Seeed

Was soll man zu den Berliner Jungs eigentlich noch sagen. Nach ihrem Megseller “New Dubby Conquerors“ von vor 2 Jahren sind sie in aller Munde und einer der angesagtesten Acts überhaupt. Das neue Album “Music Monks“ knüpft nahtlos an und kickt den exquisiten Dancehall-Vibe durch jedermann. Ganz, ganz großer Sport!

The Hellacopters

Als damals ihr Debüt “Supershitty to the Max“ rauskam, war direkt klar, wo der Hammer hängt. Viele Tunten, die sich bis dato für Rocker hielten, spürten plötzlich: es braucht mehr als dummes Gequatsche. Vollbedienung!

Björk

Ihre Wandlungsfähigkeit ist schon beeindruckend und gilt als legendär. Dabei besitzt die Isländerin die Gabe, sich immer selbst Treu zu bleiben. Hier haben wir es mit einer der schönsten Blüten in der Musiklandschaft zu tun.

Fu Manchu

Mit dem Schub von Schwerlastbulldozern graben sich die Stonerrock-Spezis von “Fu Manchu“ ihren Pfad durch das Dessert. Schwerer, druckvoller und kerniger hat Rockmusik selten geklungen.

Massive Attack

In einer Zeit, in der dumpfer Starkult und eine endlose Prozession von Retorten-Acts die Kulturlandschaft versauen, werden Massive Attack mehr gebraucht denn je. Immer wieder ein atemberaubendes Ereigniss.

The Mighty Mighty Bosstones

Was Ska-Core angeht, der absolute Hit, seit Ewigkeiten unterwegs, in Spitzenzeiten mit bis zu 300 Gigs im Jahr – aber nach wie vor kein bißchen müde. Live sind sie einfach unschlagbar!

The Sounds

Die schwedische Combo mit der aufregend heiseren Stimme von Maja macht aus ihren Vorbildern, die klar der Popcreme der Achtziger entstammen, keinen Hehl. Fingerlickin‘ good.

22-20s

Modernster Retro-Rock, weniger ehrfürchtig-devot als vielmehr stolz und mit Hingabe gespielt – ganz so, als hätten sie es erfunden.

Brendan Benson

Nur wenige Songwriter haben es geschafft, Pop wirklich mit Rock anzureichern. Hier ist der Cocktail nicht nur geschmacklich gelungen, sondern vor allem hochprozentig – cheers

Danko Jones

Wenn Radiostationen alle paar Monate verkünden, dass Rock ‘n‘ Roll tot sei, dann zeugt das vielleicht von der Formathörigkeit der Moderatoren und ihrem ewigen Wunsch nach mittigen, lauwarmen Popsongs – aber nicht von der Realität. Danke, Danko Jones!

Kettcar

Letztens noch on stage mit Uncle Ho und Spoken-Word-Legende Schiemann, diesmal live auf dem Hurricane: können Popstücke noch praller, saftiger und herzlicher sein?

Asian Dub Foundation

Ihre neue Platte “Enemy of the Enemy“ zelebriert mit Ragga-Vocals, Dub-Beats, orientalischen Gesangspassagen und Industrial-Breaks einen kulturellen Crossover, mit dem sich nur wenige messen können.

Nada Surf

Ausgeruhter, ungezwungener und ehrlicher Pop-Rock mit Emo-Einschlag, die Melodien aus Kristallglas, die Wut kunstvoll kanalisiert – Nada Surf ist eine Band, die sich nach etlichen Tiefschlägen zu hundert Prozent selbst gefunden hat.

Turbonegro

Mit “Scandinavian Leather“ und ihrer Reunion knüpfen sie nahtlos an die Größe vergangener Tage an. Hank van Helvete und seine Denim Demos sind fraglos eine der absoluten Kult-Combos unserer Tage. [ hier mehr ]

International Pony

Die Intelligente, in Berlin entstandene Konstellation im Zeichen der Magie, des Souls und der ambitionierten Musik ist aus deutschen Anlagen nicht mehr wegzudenken – hail to the Pony-Universe!

Millencolin

Auf dem Hurricane haben sie das bestätigt, was sich auf ihrer letzten Tour schon angedeutet hat. Millencolin haben schwer abgeräumt, kreischende Girls mit butterweichen Knien und völlig erschöpfte Buben waren das Ergebnis eines grandiosen Punk-Auftritts.

Console

Hier kommt die defenitive Antwort auf die Frage, wie elektronische Musik gepaart mit Vocals klingen soll. Der Mann hinter “The Notwist“ spielte groß auf.

Counting Crows

Mit “Mr. Jones“ kam der Durchbruch an allen Fronten, und Jahr für Jahr wurde nachgelegt. Selten war alternativer Pop so schmackhaft!

Moloko

Innovativste wie eingängiste Beats von Songwriter Mark Brydon mit der unglaublich charismatischen, stimmlich unverwechselbaren Roisin Murphy als Speerspitze – fantastisch! Das neue Album “Statues“ ist schon jetzt unsterblich.

Underworld

Mit ihrem krachenden Stadion-Techno stellen Underworld einen Garanten für Beats dar, die von stählerner Wucht straight zwischen Pankreas und Milz landen. Hier ist anschnallen dringend angesagt!

Patrice

Mit Leichtigkeit spannt Patrice einen musikalischen Bogen von akustischem Folk und Blues bis hin zu sehr anspruchsvollen Reggae- und Soulelementen. Und das ganze wird getoppt durch diese umwerfende Stimme!!! [ hier mehr ]

Radiohead

Der überwältigende Erfolg ihrer letzten Platten stellt auf eindrucksvolle Art unter Beweis, dass Innovation und der Mut, Neuland zu beschreiten, belohnt werden. Unbestritten ist “Radiohead“ momentan die spannendste Formation im Musikzirkus.

Freitag - 20.06.

Hauptbühne

17.00 - 17.30 Pinkostar
18.00 - 18.45 Therapy?
19.15 - 20.00 Starsailor
20.30 - 21.30 Tocotronic
22.00 - 23.00 Guano Apes
23.30 - 01.00 Coldplay

Zeltbühne

17.30 - 18.00 Venus Hum
18.45 - 19.45 Gus Gus
20.00 - 21.00 Goldfrapp
21.30 - 22.30 Röyksopp
23.00 - 00.00 Beth Gibbons and Rustin Man
01.00 - 02.00 Sigur Rós with Amin

Samstag - 21.06.

Hauptbühne

12.00 - 12.20 Underwater Circus
12.50 - 13.20 Good Charlotte
13.50 - 14.30 Anouk
15.00 - 15.50 Skin
16.20 - 17.10 Apocalyptica
17.40 - 18.30 NOFX
19.00 - 20.00 The Roots
20.30 - 21.30 Seeed
22.00 - 23.00 Björk
23.30 - 01.00 Massive Attack

Zeltbühne

11.30 - 12.00 Union Youth
12.20 - 13.00 Ikara Colt
13.20 - 14.00 Grandaddy
14.30 - 15.20 The Datsuns
15.50 - 16.40 Blackmail
17.10 - 18.00 Interpol
18.30 - 19.30 Slut
20.00 - 21.00 Supergrass
21.30 - 22.30 The Hellacopters
23.00 - 00.00 Fu Manchu
01.00 - 02.00 The Mighty Mighty Bosstones

Sonntag - 22.06.

Hauptbühne

12.00 - 12.40 22-20s
13.10 - 13.50 Danko Jones
14.20 - 15.05 Asian Dub Foundation
15.35 - 16.30 Turbonegro
17.00 - 18.00 Millencolin
18.30 - 19.30 Counting Crows
20.00 - 21.15 Underworld
21.45 - 23.15 Radiohead

Zeltbühne

11.30 - 12.00 The Sounds
12.40 - 13.20 Brendan Benson
13.50 - 14.35 Kettcar
15.05 - 16.00 Nada Surf
16.30 - 17.30 International Pony
18.00 - 19.00 Console
19.30 - 20.45 Moloko
21.15 - 22.30 Patrice

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
>> Den Elektrolurch Erlebnissbericht findet ihr hier
 
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