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Hurricane 2005 - Der Elektrolurch war da... 
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Auch 2005 lockte das Hurricane in Scheeßel mit hochkarätigem Line-Up die Massen an. Es war bereits im Vorfeld ausverkauft und wurde als nationales No.1 Open Air betitelt.

Nach schlechter Erfahrung bei der Anreise aus den Vorjahren, machten wir uns zum dieses Mal am späten Donnerstag Abend auf den Weg. Das war genau richtig! Denn ohne zähfließenden Verkehr oder Stau konnten wir nach Mitternacht direkt auf den Caravan-Campingplatz durchfahren.

Somit genossen wir noch ganz entspannt ein paar Bier und freuten uns auf den ersten Festivaltag...

Nach sehr gutem Schlaf und einem gepflegten Mittagsgrillen war die Akkreditierung sehr langwierig. Viel Andrang, unwissende Ordner und fehlende Daten am Eincheck-Kiosk waren der Grund.

Wir gingen also erst spät zu „Boysetsfire“ vor die „Green Stage“. Die Jungs gaben sich zwar Mühe, waren aber nicht annähernd so gut wie auf Platte. Wir behielten aber unsere gute Stimmung.

War ja auch nur zum warm werden für „Turbonegro“. Das war auch ne super Party, allerdings sollte man den Youngstars von heute mal erzählen, dass man beim „Deathpunk“ nicht ununterbrochen hüpfen muss. ;-) Für mancheinen war das zum verzweifeln!

Immer noch vor der Hauptbühne sahen wir anschließend mit „Nine Inch Nails“ einen klasse Act bei guten Rahmenbedingungen (Wetter okay, gute Stimmung, nicht zu viele Leute).

Es wurde das erste mal dieses Jahr mit massig Leuten gerockt!

Im Gegensatz dazu war kurze Zeit später der Auftritt von „Wir sind Helden“ auf der „Blue Stage“ für viele Fans eine Katastrophe. Judith und Gang waren saugeil, jedoch konnte man die Band weder auf der Bühne noch auf der Leinwand richtig verfolgen. Man wurde ständig in der Masse hin und her geschoben.

Es war sogar weit hinterm Mischpult nicht möglich in Ruhe ein Bier zu trinken, geschweige denn eins wieder loszuwerden.

Kurz vor Schluss kam dann „Rammstein“, die mit Pyros und Outfit begeistern konnten, musikalisch aber nicht viel boten. „Oasis“ beendete im Fluchtstrom der Zuschauer den Freitag. Die Bühne war einfach zu nah am Ausgang.

Ein anstrengender Freitag mit vollgepacktem Programm nahm nun im Titty Twister sein jähes Ende...

Im Anschluß an unser lustiges Campingplatzhappening mit unseren Nachbarn war unser erstes Highlight am Samstag „...Trail of Dead“.

Die Jungs hatten richtig Bock und boten eine überzeugende Performance zu der auch zerschlagen der eigenen Instrumente gehörte. Etwas später war dann wohl für fast alle Festivalbesucher die Show der „Beatsteaks“ ein Höhepunkt.

Die Berliner wissen einfach auf jedem Open Air die Leute zu begeistern und bieten Songs zum mitgröhlen und abhotten.

„ Audioslave“ waren zwar musikalisch spitze, spielten auch Hits von „“Rage Against The Machine“ und „Soundgarden“, aus denen diese Band entsprang, konnten aber nicht völlig begeistern. Etwas schwierig hatte es auch „System Of A Down“, die natürlich ihre Fans vollends begeisterten, für andere jedoch aufgrund ihres Stils keinen Headliner darstellten.

Danach war noch lange nicht Schluss für uns, denn wir nahmen noch ein paar Bier bei „Dinosaur Jr.“ und noch diverse andere Getränke am Zelt...

Zum Glück kann man ja beim Hurricane lange schlafen. Nach spätem Toast und ausgiebigem Mittag sahen wir Sonntag mit „La Vela Puerca“ um 15.00Uhr unsere erste Band. Absolut Festivaltauglich! Dieser Ska ließ das Wetter freundlicher erscheinen und animierte uns tüchtig zu feiern.

„ 3 Doors Down“ machen eigentlich auch gute Musik, waren aber mit ihrer diesjährigen Setlist kein Stimmungsmacher. „Beck“ hat auch nicht sooo toll gerockt und Stimmung kam dann wieder bei den „Queens Of The Stone Age“ auf. Schön dass jedes Jahr eine Spitzen-Stoner-Band am Start ist!

„ New Order“ knüpfte mit ihren 80er Jahre Hits daran an und gaben damit die Vorlage für „Die Ärzte“, die dann DER Headliner und DIE Partyband des Festivals waren!!!

Mit zigtausend vor der Hauptbühne, die mitsangen und mitrockten war es sicher auch für die Bandmember ein Spaß!

Fest steht aber trotzdem, dass das Hurricane 2005 nicht „Das Open Air No.1“ war.

Es genügt nicht die meisten Besucher zu haben. Wichtig ist, dass diese sich wohl fühlen und Spaß haben! Wir haben viel Kritik über die Besuchermassen zu hören bekommen.

Es macht z.B. keinen Spaß für eine Frau auf dem Caravan-Campingplatz fast zwei Stunden anzustehen, um auf eine der fünf Toiletten zu kommen, weil vier kaputt und abgeschlossen sind. Oder z.B. in Absperrzäunen zu straucheln, die bereits Freitagnacht lagen und weder wiederaufgebaut noch entfernt wurden.

Wenn man von sich selber sagt die Nummer 1 zu sein, muss man rundherum mehr bieten. Während auf dem „Hurricane“ z.B. bei „Wir sind Helden“ manche gar nichts sehen, können bei „Rock am Ring“ quasi alle Musikfans entweder gut auf die Bühne oder auf eine der vier riesigen Leinwände schauen.

Wir wünschen uns fürs Hurricane 2006 eine angepasstere Organisation für die Anzahl der Festivalbesucher.

Denn eins ist sicher: In Scheeßel wird auch 2006 wieder tüchtig gefeiert!!!

 
>> Mehr Elektrolurch Erlebnissbericht findet ihr hier
 
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