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Im
Rahmen der Jack Daniels Rocknights spielten die
Bands 4 Lyn, Thumb und Therapy?
vier Konzerte in Deutschland. Bei dieser ungewöhnlichen
Zusammenstellung scheint es wie ein gewagte Kombination
oder das geniale Konzept eines Veranstalters wenn durchproduzierter
New Metal, dreckiger Alternative Rock und Crossover
der ersten Stunde zusammentreffen. Egal wie man es sehen
möchte, es war ein totaler Erfolg. Begeisterte
Zuschauer, ausverkaufte Häuser und Musiker denen
man die Freude am spielen ansieht, sprechen da wohl
eine deutliche Sprache.
Der
Anfang stellt sich bei Veranstaltungen dieser Art ja
immer als besonders schwierig dar, wobei der Opener
die Aufgabe hat, die Leute in Schwung bringen zu müssen.
Dieses Problem stellen sich 4 Lyn erst gar nicht.
Die vier Hamburger werden vom ersten Ton an vom Publikum
angenommen und es bildetet sich schon nach Sekunden
die berühmte Pogo-crowd vor der Bühne. Kein
Wunder, den als einer der Durchstarter des Jahres präsentieren
sich 4 Lyn mit einem zwar stark effektgeladenen
(manch einer meint auch überladenen) aber auch
treibenden Sound, bei dem es schwerfällt, die Beine
ruhig zu halten.
Der
Sound von Thumb ist da schon direkter und roher, deshalb
nicht weniger treiben. Schön zu sehen, dass sich die
Herren um den einstigen Skateboard-Profi Klaus Grabke, nach
einer längeren Pause und mit neuem Gitarristen wieder
aufraffen konnten und die Leute nach wie vor zu begeistern
wissen.
Die
Band ist schon seit bei der ersten Crossoverwelle in
Deutschland dabei und haben es auch mit ihrer Dritten
Album 3 wieder geschafft, aus der Masse der "Wellen-Mitreiter"
und Nachahmer herauszustechen. Die Mischung aus Harten
Gitarrenriffs und Rap scheint zeitlos geworden zusein.
Demnach wird der Pulk vor der Bühne noch dichter
und es geht noch mehr zur Sache, sodass es den anwesenden
Herren und Damen vom Notfalldienst wohl etwas mulmig
in der Magengegend geworden ist.
Spannend war der Auftritt der Iren. Wie würden Therapy?
bei den jüngeren Fans ankommen, kannten die meisten sie
doch, wenn überhaupt, nur durch ihr Hitalbum "Troublegum"
bzw. den Singles "Screamager" und "Nowhere"
aus dem Jahre `94. Den Meisten dürfte wohl kaum bewusst
gewesen sein, dass die Band bis zu diesem Zeitpunkt nicht
nur eine Entwicklungsphase und Soundumstellung vollzogen hatten.
Alternativ
Rock gehört bei Therapy? nun der Vergangenheit
an. Erstaunte Gesichter im Publikum als sie rauen, lauten
Rock `n` Roll ins Gesicht geschlagen bekommen. Der Band merkte
man besonders bei den neueren Stücken die Lust und Laune
am einfachen rocken an, obwohl sie natürlich auch die
Hits der alten Tage zum besten gaben. Ein perfekter Abschluss
für einen gelungenen Abend.
Wenn ihr nicht dabei sein konntet oder nochmals die Highlights
des Abends sehen möchtet, habt ihr dazu hier beim ELEKTROLURCH
die Möglichkeit.
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