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Sepultura - Danko Jones - Flamin Sideburns  
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Jack Daniels Rocknights, Münster 12.11.2003

Es sollte ein großer Abend werden, dieser an sich trübe, ungemütliche Herbsttag mitten im November. Die Jack Daniels Company rief mal wieder zu ihren alljährlich stattfindenden Rocknights, und gut 1.500 Leute folgten dem Klang der rockenden Töne in das Münsteraner Jovel.

Zu widerstehen war da auch nichts, denn mit den Flaming Sideburns aus Helsinki, Danko Jones aus Toronto und Sepultura aus Sao Paulo war die erste Liga des Rock’n’Roll an diesem Tage zugegen.

Da der ursprünglich angedachte Opener “Electric Eel Shock“ kurzfristig absagen musste, ging es bereits kurz nach 20:00 Uhr mit einem höllen Getöse und wildem “Hallelujah Rock’n’Rollah“ der Flaming Sideburns los. Der Fünfer aus Finnland mit Eduard Martinez (vocals), Ski Williamson (lead guitar), Jeffrey Lee Burns (lead guitar), The Punisher (bass) und Jay Burnside (drums) lieferte während der knapp einstündigen Show 1a Skandinavien Rock, der die Leute vor der Bühne zum Kochen brachte.

Vor allem Frontmann Eduardo, der von seiner Größe eher einem abgebrochen Meter ähnelt, legte seine ganze Energie in diesen Auftritt. In bester Iggy Pop Manier kreischte er inbrünstig in sein Mikrofon und animierte mit wilden Hüftschwüngen das Fußvolk zum Tanzen.

Begleitet von seinen beiden “obercoolen“ Lead Guitaristen feuerte er so grandiose Songs wie “Up in Flames“, “World Domination“, “Sweet Sound of L*U*V“ und “Loose my Soul“ aus dem Sideburns Repertoire. Gerne hätten wir alle noch mehr von dieser Band gesehen, doch leider war der Zeitplan sehr eng gestrickt, so dass keine Zugabe möglich war. Also war erst einmal Verschnaufen angesagt, und Warten auf Mr. Rock’n’Roll himself, Danko Jones.

Jack Daniel's Rock Nights 2003 Videos

DANK JONES - Live

THE FLAMING SIDEBURNS - Live

SEPULTURA - Live

Dieser kam dann auch endlich nach mehr als einer halben Stunde “unerträglichen“ Wartens. Kaum stand er auf der Bühne, lag ihm der Sex des Rock’n’Roll zu Füßen. Die weiblichen Besucher flippten schier aus, und wären dem charmanten Kanadier am liebsten gleich um den Hals gefallen. Doch das war zum Glück nicht möglich, schließlich sollte er uns seine Art des Blues Rock näher bringen, und nicht wild gewordene Frauen befriedigen.

Danko legte los wie die Feuerwehr. Ein Burner folgte dem nächsten. “Soul on Ice“, “Lovercall“, “Play the Blues“, “Way to my Heart” – Das Jovel bebte in seinen Grundfesten. Begeisterungsorgien peitschten durch den Laden. Aber nicht nur alte Songs waren zu hören. Auch von seinem druckfrischen Album “We Sweat Blood“ gab es einige Kostproben. Das es sich dabei um “pures Testosteron“ handelte braucht glaube ich nicht extra erwähnt werden. Es ist schon phänomenal, wie sich diese Band innerhalb von 2 Jahren einen solchen Status erspielt hat. Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit hatten Danko Jones ihre Aufgabe mehr als getan, und ließen die gut 1.500 Zuschauer freudetrunken in der Halle zurück.

Doch niemand verließ die Halle, es sollte ja noch der Headliner schlechthin kommen. Mit Sepultura hatten die Jack Daniels Rocknights nämlich einen richtig dicken Fisch ködern können.

Dass die Band auch Jahre nach dem Ausstieg von Max Cavalera nichts von ihrer brachialen Härte und ihrer hohen Qualität eingebüßt hat, wurde schon nach wenigen Minuten deutlich. Frontmann und Muskelprotz Derrick Green grunzte und brüllte ähnlich strange in die Mikros wie es sein Vorgänger auch schon tat. Man spürte keinen Unterschied.

Sepultura spielten viele Songs von ihrer neuen Scheibe “Roorback“ und von dem Vorgänger “Nation“. Als absolutes Highlight stellte sich dabei der Song “Come back Alive“ heraus, dessen Refrain voller Inbrust von einem gut 1000 köpfigen Zuschauerchor begleitet wurde. Die musikalischen Hymnen, mit denen Sepultura weltweit für Furore sorgten, durften natürlich auch nicht fehlen. “Roots bloody Roots“ und “Arise“ wurden von Derrick Green in der frenetisch geforderten Zugabe als Abschluß eines tollen Konzertabends zum Besten gegeben.

Im März und April geht es weiter mit der Jack Daniel's Clubtour 2004: Alle Informationen gibt es natürlich wieder rechtzeitig hier bei uns!

Interview SEPULTURA - Interview Flaming Sideburns - Interview Dank Jones

 
>> Mehr Infos zu den Jack Daniels Rocknights
 
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