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ROCK AM RING 2001 
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Verstärker- und Kniescheibenbrüche und jede Menge einzigartiger Gelegenheiten - A few days after Rock am Ring

Und es regnete und hagelte und man hätte glauben können die Welt ginge unter. Ging sie aber nicht. Dafür gingen ein paar Sterne auf, am Rockhimmel. Natürlich nur für die hartgesottenen unter uns Festivalbesuchern.

Und das der Elektrolurch Festival erprobt ist weiß jeder Lurch spätestens seit der Maiwoche und dem grandiosen Strange Noise Festival in Diezenbach.

Daher hat auch er wieder einen seiner Lurchreporter ausgesandt zu berichten. Vom Rock am Ring und Rock im Park.

Erster Eindruck: Es ist defenitiv zu kalt und es regnet. Bis zu 2° Celsius sinken die Temperaturen. Und ohne Regenschutz und Kopfbedeckung ist man ganz schön aufgeschmissen. Trotz der widrigen Umstände drängeln sich ungefähr 95.000 Menschen vor und rund um die Bühnen auf dem Gelände am Nürburgring.

Das Line Up läßt schließlich nichts zu wünschen übrig. Radiohead gastierten mit ihrer bislang einzigen Show deutschlandweit. Alanis Morissette konnte wieder einmal verpflichtet werden.

Die Manic Street Preachers waren da, Outkast begeisterten, A ha, Limp Bizkit, Papa Roach, Linkin Park, Tool, Blackmail, hed (pe), Afrob, Samy Deluxe, Seeed, die richtig gute Sommerlaune verbreiteten, Travis, JJ72, Starsailor, Debutanten aus Great Britain, denen man eine großartige Zukunft prophezeit und noch ganz viele mehr rockten, britpoppten und hip hopten wahlweise die Zuschauer.

Auch wenn manche Künstler es sich nicht nehmen lassen konnten im Schal anzutanzen, wie z. B. Anastacia, war die Stimmung brodelnd heiß.

Schließlich erwartete man heiße Acts zu sehen und zu hören. So wie Radiohead, die sich von ebenso verregneten Insel aufs deutsche Festland wagten und zum einzigen Deutschlandauftritt überredet werden konnten. Exclusiv hatte man also endlich die Gelegenheit die Falsettstimme Thom Yorks mit den eigenen Lauschern aufzusaugen.

Und das war mit Sicherheit heiß. Heiß waren aber auch die Pannen, derer es einige gab. Als die Headliner der Alternastage, Papa Roach, am Ringeröffnungstag die Bühne enterten, merkte man schnell, daß irgendwie der Wurm drin war. Nach nur vier Songs verließen die Jungs nämlich wieder die Bühne.

Der Grund waren technische Probleme, anscheinend ausgelöst durch das defekte, bandeigene Equipment. Drei Mal hintereinander sorgte dieses dann für Stromausfall.

Das verärgerte die Schaben-Musiker dermaßen, daß sie einen Verstärker ins Publikum hievten, der jenes zu erschlagen drohte.

Das war nicht nett, aber die Küchenschaben wollen ja auch nicht zwangsläufig nett rüberkommen. Unschön auch das Fernbleiben der Musikkapelle Slipknot. Ohne Grund, Absage und Ansage flogen diese nämlich erstmal kurzerhand und ad hoc zurück in die Staaten.

Bleibt abzuwarten, ob sie sich melden um das mysteriöse Fernbleiben zu entschuldigen. Auch die Live Perfomance von K's Choice stand unter keinem guten Stern. Gleich zu Beginn des Auftritts verletzte sich Sängerin Sarah am Knie.

Die ließ es sich allerdings nicht nehmen und brachte ihre Performance auf dem Boden sitzend zum glücklichen EndeSpäter stellte sich herraus, daß die Gute sich die Kniescheibe gebrochen hatte.

Allerdings konnte sie diese Tatsache wohl nicht davon abhalten ihrer Kollegin Alanis Morissette zuzuschauen. Man habe sie auf Krücken, sich schwelgend und wiegend, gesehen. Scheint übrigens eine außerordentlich gute Angewohnheit der Lady zu sein. Im Gegensatz zu Musikerkollegen, wie derer von Limp Bizkit, läßt sie es sich auch heute nicht nehmen und performt auf dem Boden sitzend. Der Kniescheibenbruch ist nämlich immer noch nicht ausgeheilt.

Auch bei Limp Bizkit schien ein bißchen der Wurm drin gewesen zu sein. Laut Augenzeugen bekam nämlich Frontmann Fred Durst kurz vor dem Auftritt einen enormen Wutausbruch.

Und schon wird in diesen Tagen bekannt, die Jungs canceln alle Termine der näheren Zukunft.

Der Elektrolurch meinte dazu nur trocken: "Entweder der Junge nimmt das aufwärmen und anheizen verdammt ernst oder es hat ihm endlich jemand gesteckt, daß sein alter Kumpel Eminem ihn auf der D-12 Platte gedisst hat.

 

Egal was es war, scheinbar mußte eine der VIP Toiletten unter diesem Ausbruch leiden." Die Fans konnten der Combo dann allerdings nichts mehr anmerken außer verdammt guter Laune und einer saugeilen Show. Die haben dem Publikum ordentlich eingeheizt.

Und das hatte es wie schon gesagt bitter nötig. Denn es regnete und hagelte und man hätte glauben können die Welt ginge unter. Ging sie aber nicht. Dafür gingen ein paar Sterne auf, am Rockhimmel.

Aber seht selbst. Wir sind schließlich die Guten und haben die besten Picz parat

Salamanda
 
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