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Verstärker-
und Kniescheibenbrüche und jede Menge einzigartiger Gelegenheiten
- A few days after Rock am Ring
Und es regnete und hagelte und man hätte glauben können
die Welt ginge unter. Ging sie aber nicht. Dafür gingen
ein paar Sterne auf, am Rockhimmel. Natürlich nur für
die hartgesottenen unter uns Festivalbesuchern.
Und das der Elektrolurch Festival erprobt ist weiß
jeder Lurch spätestens seit der Maiwoche und dem grandiosen
Strange Noise Festival in Diezenbach.
Daher hat auch er wieder einen seiner Lurchreporter ausgesandt
zu berichten. Vom Rock am Ring und Rock im Park.
Erster Eindruck: Es ist defenitiv zu kalt und es regnet.
Bis zu 2° Celsius sinken die Temperaturen. Und ohne Regenschutz
und Kopfbedeckung ist man ganz schön aufgeschmissen.
Trotz der widrigen Umstände drängeln sich ungefähr
95.000 Menschen vor und rund um die Bühnen auf dem Gelände
am Nürburgring.
Das
Line Up läßt schließlich nichts zu wünschen
übrig. Radiohead gastierten mit ihrer bislang einzigen
Show deutschlandweit. Alanis Morissette konnte wieder einmal
verpflichtet werden.
Die Manic Street Preachers waren da, Outkast begeisterten,
A ha, Limp Bizkit, Papa Roach, Linkin Park, Tool, Blackmail,
hed (pe), Afrob, Samy Deluxe, Seeed, die richtig gute Sommerlaune
verbreiteten, Travis, JJ72, Starsailor, Debutanten aus Great
Britain, denen man eine großartige Zukunft prophezeit
und noch ganz viele mehr rockten, britpoppten und hip hopten
wahlweise die Zuschauer.
Auch wenn manche Künstler es sich nicht nehmen lassen
konnten im Schal anzutanzen, wie z. B. Anastacia, war die
Stimmung brodelnd heiß.
Schließlich
erwartete man heiße Acts zu sehen und zu hören.
So wie Radiohead, die sich von ebenso verregneten Insel aufs
deutsche Festland wagten und zum einzigen Deutschlandauftritt
überredet werden konnten. Exclusiv hatte man also endlich
die Gelegenheit die Falsettstimme Thom Yorks mit den eigenen
Lauschern aufzusaugen.
Und das war mit Sicherheit heiß. Heiß waren aber
auch die Pannen, derer es einige gab. Als die Headliner der
Alternastage, Papa Roach, am Ringeröffnungstag die Bühne
enterten, merkte man schnell, daß irgendwie der Wurm
drin war. Nach nur vier Songs verließen die Jungs nämlich
wieder die Bühne.
Der
Grund waren technische Probleme, anscheinend ausgelöst
durch das defekte, bandeigene Equipment. Drei Mal hintereinander
sorgte dieses dann für Stromausfall.
Das verärgerte die Schaben-Musiker dermaßen, daß
sie einen Verstärker ins Publikum hievten, der jenes
zu erschlagen drohte.
Das war nicht nett, aber die Küchenschaben wollen ja
auch nicht zwangsläufig nett rüberkommen. Unschön
auch das Fernbleiben der Musikkapelle Slipknot. Ohne Grund,
Absage und Ansage flogen diese nämlich erstmal kurzerhand
und ad hoc zurück in die Staaten.
Bleibt
abzuwarten, ob sie sich melden um das mysteriöse Fernbleiben
zu entschuldigen. Auch die Live Perfomance von K's Choice
stand unter keinem guten Stern. Gleich zu Beginn des Auftritts
verletzte sich Sängerin Sarah am Knie.
Die ließ es sich allerdings nicht nehmen und brachte
ihre Performance auf dem Boden sitzend zum glücklichen
EndeSpäter stellte sich herraus, daß die Gute sich
die Kniescheibe gebrochen hatte.
Allerdings konnte sie diese Tatsache wohl nicht davon abhalten
ihrer Kollegin Alanis Morissette zuzuschauen. Man habe sie
auf Krücken, sich schwelgend und wiegend, gesehen. Scheint
übrigens eine außerordentlich gute Angewohnheit
der Lady zu sein. Im Gegensatz zu Musikerkollegen, wie derer
von Limp Bizkit, läßt sie es sich auch heute nicht
nehmen und performt auf dem Boden sitzend. Der Kniescheibenbruch
ist nämlich immer noch nicht ausgeheilt.
Auch
bei Limp Bizkit schien ein bißchen der Wurm drin gewesen
zu sein. Laut Augenzeugen bekam nämlich Frontmann Fred
Durst kurz vor dem Auftritt einen enormen Wutausbruch.
Und schon wird in diesen Tagen bekannt, die Jungs canceln
alle Termine der näheren Zukunft.
Der Elektrolurch meinte dazu nur trocken: "Entweder
der Junge nimmt das aufwärmen und anheizen verdammt ernst
oder es hat ihm endlich jemand gesteckt, daß sein alter
Kumpel Eminem ihn auf der D-12 Platte gedisst hat.
Egal
was es war, scheinbar mußte eine der VIP Toiletten unter
diesem Ausbruch leiden." Die Fans konnten der Combo dann
allerdings nichts mehr anmerken außer verdammt guter
Laune und einer saugeilen Show. Die haben dem Publikum ordentlich
eingeheizt.
Und das hatte es wie schon gesagt bitter nötig. Denn
es regnete und hagelte und man hätte glauben können
die Welt ginge unter. Ging sie aber nicht. Dafür gingen
ein paar Sterne auf, am Rockhimmel.
Aber seht selbst. Wir sind schließlich die Guten und
haben die besten Picz parat
Salamanda
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