| Rock
am Ring 2005 – Review
Obwohl
wir Lurche wieder früh genug losgefahren sind,
schafften wir es nicht rechtzeitig zu unserem ersten
Ziel „Verlen“ im Talent Forum.
Dafür konnten wir allerdings während der
Akkreditierung Mando Diao zuhören, wie sie bereits
am frühen Nachmittag erstaunlich viel Stimmung
auf der Centerstage entfachten.
Nach dem Anreisestress gönnten wir uns bei herrlichem
Wetter erst einmal ein paar Bier. Lecker! Leicht erfrischt
ließen sich zwischendurch zwei Lurche sogar auf
den Suzuki Adventure-Parcour locken.
Ein
weiterer Act an unserem ersten Ring-Tag waren „Live
of Agony“ auf der Alternastage, die ihre Fans
ordentlich zum springen brachten, obwohl die Live-Qualitäten
des Sängers doch mitunter etwas zu wünschen
übrig ließen.
Ohne erwähnenswerte Höhen oder Tiefen sahen
wir uns am Freitag noch „Incubus“, „Within
Temptation“ und „Apocalyptica“ an.
Man hätte in der Zeit vielleicht etwas Pause machen
sollen, denn für „The Prodigy“ reichten
unsere Kräfte nicht mehr aus.
Nach
einer harten Nacht im Auto und einem Kaffee im Pressezentrum
machten wir uns auf den Weg zur Alternastage, um „Maximo
Park“ zu hören.
Nach diesem „very britischen“ und unterhaltsamen
Auftritt boten „Slayer“ eine doch arg andere
Show, bei der selbst Sänger „Tom Araya“
manchmal schmunzeln musste.
Anschließend rockten die wiedervereinten „Mötley
Crüe“ in einem Rock’n’Roll-Outfit
aller erster Güte und überraschten mit einer
Freakshow als Abschluss.
Auf
dem Weg Richtung Hauptact, „Iron Maiden“,
gaben wir uns noch ein wenig „Sugarplum Fairy“,
bei denen man die Verwandtschaft zu Mando Diao deutlich
erkennt.
Nun waren wir gut erfrischt und bereit für die
„eisernen Jungfrauen“. Die Urgesteine des
Heavy Metal begeisterten wie immer durch einen grandiosen
„Bruce Dickinson“ und absoluter Spielfreude
aller Musiker.
Wenn zig tausend Leute „Run to the hills“
mitsingen, bekommt sicher auch mancheiner der Bandmember
eine Gänsehaut.
Mit diesem bombastischen Feeling ging es dann über
„Soulwax“, die im Talentforum ihren Bastardpop
zum Besten gaben, zu den „Hives“, wo kein
Fuß mehr an die Erde zu bekommen war.
Die
Schweden gingen mit ihrem Garage-Punkrock bis ans Limit
und das Publikum war kaum zu halten.
Danach war noch nicht Schluss, denn die „Chemiebrüder“
gaben selbst den standhaftesten Festivalfreaks noch
den Rest. Der Samstag war schon eine Wahnsinns Nummer!
Am Sonntag gingen wir früh zur Alternastage um
uns mit „Groove Guerilla“ aufzuwärmen
und anschließend bei den „Geilsten“
zu amüsieren.
Danach
rockten „The Hellacopters“ die Hauptbühne.
Die Stimmung war jedoch – wohl bedingt durch kaltes,
nasses Wetter und zerfeiertes Publikum – relativ
mäßig.
Eine aufheiternde Abwechslung war dann das „Bierkisten-Boarden“
auf dem Campingplatz. Nicht weit vom „Piss in“
zeigten Hochpromillige wenig Tricks aber optische Leckerbissen!
Es
war also nicht nur auf und vor den Bühnen was los.
Rock am Ring war wiedermal auch ein grandioses Campingerlebnis!
Als wir zum Endspurt vor der Centerstage aufschlugen,
präsentierte „Billy Idol“ mit nacktem
Oberkörper, dass er – im Gegensatz zu dem
ein oder anderen Mitglied von „Mötley Crüe“
- noch lange nicht in Rock’n’Roll-Rente
gehen sollte.
Bis zum Ruhestand ist es auch bei „Slash“
und „Scott Weiland“ (ehemals Stone Temple
Pilots-Sänger) noch lange hin.
„Velvet Revolver“ ließen trotz kleiner
Pannen nicht nur die Herzen alter „Gun’s’Roses“-Fans
höher schlagen....
Obwohl
manch Besucher damit nicht einverstanden war, bewiesen
„Wir sind Helden“, dass sie zurecht um 22.00
Uhr den guten „Sendeplatz“ auf der Centerstage
bekamen.
Sie sind einfach sympathisch-gut und machen tüchtig
Stimmung!
Jetzt
kam der - allerdings bereits schon vielen bekannte -
Überraschungs-Hauptact des 20-jährigen Rock
am Ring-Jubiläums.
Zu den Liveauftritten der „Toten Hosen“
muss man allerdings nicht mehr viel sagen, außer
dass dieses mal „Marek Lieberberg“ persönlich
mit ihnen auf der Bühne sang und teil der wie immer
Hochklassigen Show wurde.
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