| Hallo,
liebe Freunde der regressiven Gewichtsbewachung.
Lasst uns alle zusammen im Chor brüllen und „Pfui“
rufen. Schande auf Jürgen Röber, der wohl
uncharmanteste Trainer unserer heiß geliebten
Bundesliga.
Da sagt er dem alt gedienten Mittelfeldspieler Stefan
Effenberg, er sei zu fett und dürfe deswegen nicht
mehr mitspielen. Mal ehrlich die Hand aufs Herz legen:
Wer hört das schon gerne?
Was
kann denn der Effe dafür, wenn er nun mal so einen
großen Appetit hat? Ob Marzipan, Leberkäse,
Schinken in Aspik, Speckknödel oder Kartoffelchips
in Schokopudding gedippt – dem Mann schmeckt’s
einfach gut.
Was soll das denn, wenn so Ästheten daher kommen
und meinen, der Stefan solle sich nicht mehr nackt in
der Öffentlichkeit zeigen?
Der Claudia Strunz hat’s doch gefallen. Darf
nicht jeder nach seiner Facon glücklich werden?
Nun
müssen wir uns damit abfinden, liebe Freunde der
regressiven Gewichtsbewachung, ein Stefan Effenberg
wird nie wieder in der Bundesliga spielen.
Und Schuld hat Röber, dieser Schmalhans. Schuld,
dass es der Wirtschaft schlecht geht und wir noch einen
Arbeitslosen mehr zu beklagen haben.
Welcher Buchhalter oder Astrophysiker wird schon gefeuert,
weil er zu fett ist?
Da
wird das Arbeitsamt viel Arbeit haben, den sensiblen
Effenberg wieder aufzurichten und ihm sein Selbstwertgefühl
zurück zu geben, wenn jeder denkt Effenberg = Fettberg.
Was soll denn jetzt überhaupt aus ihm werden,
hä? Auftritte als Yabba the Hut auf Kindergeburtstagen
bei McDonald, eine Nachfolge als Talk-Moderator für
Phettberg oder Model für Übergrößen?
Nein, gebt den Mann eine Chance. Soll die gelernte
Dienstleistungsfachkraft der Deutschen Bundespost einfach
in die Wüste geschickt werden?
Euer Dr. Bob Mega |