| Hallo,
liebe Freunde nachträglicher zurecht gebogener
Prognosen und unverbesserlicher Besserwisser.
Es ist vollbracht: Der FC Bayern München ist Deutscher
Meister 2003. In den Straßen der Republik trafen
sich Menschen.
Überall umarmten sich Menschen. Wildfremde Menschen,
die sich vorher nicht kannten, umarmten und küssten
sich. Menschen, Menschen, Menschen. Die einjährige
Durststrecke und Schmach der Bayern ist vorbei.
Nun ziert die Schale wieder die Geschäftsstelle
in der Münchner Säberner Straße.
Es kam so, wie ich es immer vorhergesagt habe. Die
Männer aus Ghana, Kroatien, Frankreich, England,
Peru, Paraguay, Sachsen, Baden-Württemberg und
Brasilien haben den Münchnern die 18. Meisterschaft
gesichert, ohne dass von ernsthafter Konkurrenz die
Rede sein konnte.
Wer
meinte, Stuttgart oder Dortmund könnten die Bayern
auf dem Weg zum Olymp noch gefährden, musste sich
eines Besseren belehren lassen.
Im schönen Wolfsburg feierte die Mannschaft von
Otmar Hitzfeld ausgelassen. Es wurde ordentlich gesoffen
und rum gehurt. Oliver Kahn ließ seine Luder antanzen
und fickte die ganze Nacht durch. Dafür ließ
er sogar die Meisterfeier sausen. Auch der sonst immer
um Selbstbeherrschung bemühte Uli Hoeneß
lächelte wie ein Schwein auf Mastkur.
Da fällt mir ein anderer Protagonist unserer
heiß geliebten Bundesliga ein, liebe Freunde nachträglicher
zurecht gebogener Prognosen und unverbesserlicher Besserwisser.
Ich
wäre nicht Bob Mega, wenn ich nicht auch ein Herz
für die Loser der Buli hätte. Mein armer Freund
Reiner „Calli“ Calmund wurde ganz nass in
Mönchengladbach, wo sich Bayer Leverkusen abermals
ein herben Dämpfer im Abstiegskampf holte.
Sein schönes blaues Hemd war durchnässt und
jetzt sorge ich mich um Callis Gesundheit. Hat er noch
genügend Aspirin im Haus, um gegen die aufkeimende
Erkältung vorbeugen zu können? Wird er das
nächste Opfer von SARS?
Euer Dr. Bob Mega
|