| Hallo,
liebe Freunde spannungsgeladener Bundesligaendrunden,
tränenreicher Abstiegskämpfe und bis zur letzten
Minute offener Meisterschaften.
War das nicht ein wunderbares Wochenende? War nicht
alles toll und super? Lebt es sich nicht besser ohne
Risiken, Stress und schier unerträglicher Spannung?
Ist es nicht herrlich, wenn die Würfel gefallen,
die großen Entscheidungen entschieden sind und
man sich einfach nur zurücklehnen und die Schönheit
des Fußballsports genießen kann?
Schon jetzt freue ich mich auf den Tag meiner Pensionierung.
Ich werde den Vögeln beim Vögeln zu sehen,
den Rauchern beim Rauchen und den Trinkern beim Trinken.
Ich werde entspannt sein im Hier und Jetzt, ohne mein
armes Hirn mit Fragen zu quälen, wer Meister wird
oder absteigt. Denn darum dreht sich alles. ALLES!
Die Endphase der Bundesliga-Saison 2002/2003 gibt
mir einen wunderbaren Vorgeschmack, wie es sein wird,
wenn ich einmal Rentner bin. Der einzige Unterschied
ist, dass sie nicht auf einer Finca auf Mallorca mit
Swimming-pool, nackten Weibern und Tonnen von Badeschaum
stattfindet, sondern immer noch in den alt bekannten
Stadien.
Es ist so langweilig geworden, dass sogar Reiner „Calli“
Calmund mit trüber Stimmung die Spiele seiner Bayer-Elf
verfolgt. Was soll er auch machen? Der Abstieg lässt
sich sowieso nicht verhindern. Warum mit angestrengter
Aufregung Kalorien verschwenden?
Tja,
liebe Freunde spannungsgeladener Bundesligaendrunden,
tränenreicher Abstiegskämpfe und bis zur letzten
Minute offener Meisterschaften, ich bin nicht „ran“.
Ich mache Euch nichts vor. Die Bundesliga-Saison 2002/2003
ist gelaufen.
Warten wir auf den 8. Mai, dem letzten Höhepunkt
einer ereignislosen Runde, dem Tag, an dem das mit Spannung
erwartete literarische Debüt von Stefan Effenberg
erscheint. Wird Lothar „Der Verpisser“ Matthäus
dann im fernen Belgrad Tschetniks scharf machen und
sie nach Katar schicken?
Euer Dr. Bob Mega
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